Cicero
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
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[bearbeiten] Wesen
Das konservative Politjournal Cicero wurde 2004 vom Schweizer Ringier-Verlag als deutschsprachiges "Magazin für politische Kultur" gegründet und zielt insbesondere auf die politischen Verhältnisse in Deutschland. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder berät den seit Ende 2005.
[bearbeiten] Leitung
Chefredakteur und Herausgeber ist der hochdekorierte "Starjournalist" Wolfram Weimer, der bei der Springerpresse Karierre gemacht hat.
[bearbeiten] Redaktion
Bei Cicero schreiben feste Autoren wie Maxim Biller, Wladimir Kaminer und Klaus Harpprecht. Daneben gibt es Gastbeiträge bekannter Persönlichkeiten wie Gerhard Schröder, Martin Walser oder Florian Henckel von Donnersmarck.
[bearbeiten] Durchsuchung
Im September 2005 wurden die Redaktionsräume von Cicero wegen des Verdachtes auf Beihilfe zum Geheimnisverrat polizeilich durchsucht. Anlass war ein Artikel im April-Heft, in dem der Journalist Bruno Schirra Informationen aus einer als Verschlusssache klassifizierten Akte des Bundeskriminalamtes (BKA) zitierte. Anzeigenerstatter war das Bundesinnenministerium von Otto Schily, dem in den Medien vorgeworfen wurde, die Durchsuchung politisch gedeckt zu haben. Der gesamte Vorgang wird Cicero-Affäre genannt und beschäftigte auch den Innenausschuß des Bundestages.
[bearbeiten] Deutung
Im Nachhinein scheint die Interpretation des R-Archivs am Glaubwürdigsten, dass das BKA die als Verschlusssache klassifizierte Akte absichtlich als Köder zum Geheimnisverrat bereitgestellt hatte und darauf wartete, dass der Geheimnisverrat vollendet war, um mit der Durchsuchung der Redaktionsräume von Cicero korrupten Mitarbeitern innerhalb des BKA auf die Spur zu kommen. Das BKA in Person von BKA-Präsident Jörg Ziercke bestreitet jedoch diese Darstellung der Ereignisse.
[bearbeiten] Folgen
Anlässlich der Durchsuchung von Cicero wurde vom deutschen Presserat eine Verbesserung des Zeugnisverweigerungsrecht und das daran anknüpfende Durchsuchungs- und Beschlagnahmeverbot verlangt.
[bearbeiten] Krawallprosa aus der rechten Ecke des Salons
Thomas Assheuer bezeichnete Cicero 2004 in einer Rezension der Erstausgabe von Cicero bei der konkurrierenden, mit BND und CIA verbandelten Holtzbrinckschen transatlantischen Kriegspostille Die Zeit als "Krawallprosa aus der rechten Ecke des Salons"[1]
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Thomas Assheuer am 25.03.2004 in der Zeit: Im Herrenzimmer
[bearbeiten] Links
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