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Bund Westdeutscher Kommunisten

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Der Bund Westdeutscher Kommunisten (BWK) war eine politische Partei (eine der sogenannten K-Gruppen) in der Bundesrepublik Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Die Gründung dieser kommunistischen Partei erfolgte 1980 als Abspaltung vom Kommunistischen Bund Westdeutschland. Eine Gruppe von ca. 600 Mitglieder um das Mitglied des Zentralkomitees des KBW Martin Fochler vollzog die Trennung unter Mitnahme erheblicher Teile der Infrastruktur [1]. Weitere bekannte Zentralkomitee-Mitglieder waren Jörg Detjen (Geschäftsführer des Zentralen Komitees von 1980 bis 1995) und Christoph Cornides. Der BWK berief sich darauf, alleine noch hinter dem Programm des KBW von 1973 zu stehen und die revolutionäre Tradition des KBW fortzuführen. Zentralorgan war die vom ZK des BWK im Verlag GNN m.b.H. (Gesellschaft für Nachrichtenerfassung und Nachrichtenverbreitung mit Sitz in Köln [2], später Schkeuditz bei Leipzig) herausgegebene Zeitschrift "Politische Berichte", die vierzehntäglich (ab Jg. 1, Nr. 1 vom 13. Oktober 1980) erschien. In der Redaktion zeichneten anfangs Wolfgang Müller [3] , Christiane Schneider [4] und Ulrich Grothus [5] verantwortlich. Zu den Publikationen der GNN zählte auch das linksextremistische Magazin "Geheim", das "Angehörigen Info" von Personen aus dem Umfeld der Rote Armee Fraktion (RAF) und der "Kurdistan Brief" an dem auch Anhänger der Partiya Karkerên Kurdistan (PKK), der Arbeiterpartei Kurdistans mitwirkten.

Der BWK beteiligte sich mit nur geringem Erfolg an mehreren Wahlen. Ab 1981 engagierten sich BWK-Mitglieder in der bis dahin von der KPD/ML-beeinflussten Volksfront. Verhandlungen mit der Vereinigten Sozialistischen Partei in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre über eine Vereinigung beider Organisationen scheiterten auf Grund unterschiedlicher Einschätzungen über die Ereignisse in Mittel- und Osteuropa, die Wende 1989 in der DDR und zum Feminismus, zu beidem nahm der BWK im Gegensatz zur VSP eine ablehnende bzw. kritische Haltung ein. Es erfolgte eine immer stärkere Zuwendung zu politisch nahestehenden Organisationen wie der DKP und der PDS. Bis 1994 verfügte der BWK über Landesverbände in neun Bundesländern.

Auf der 15. ordentlichen Delegiertenkonferenz am 4./5. März 1995 in Köln beschloss der BWK seine Selbstauflösung als politische Partei. Zugleich wurde eine politische Vereinigung ohne Parteienstatus "Bund Westdeutscher Kommunisten - Bundeskonferenz" gegründet. Die Mitglieder arbeiten in einer Arbeitsgemeinschaft Bund Westdeutscher Kommunisten in und bei der PDS [6] (inzwischen Forum Kommunistischer Arbeitsgemeinschaften) mit.

[bearbeiten] Wahlen

Der BWK nahm an folgenden Bundestags- und Landtagswahlen teil:

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die Meinung des KBW dazu war folgende: "Auf diese Mittel haben sie keinen Anspruch. Natürlich waren die ausgetretenen Mitglieder an der Aufbringung dieser Mittel beteiligt. Aber sie sind für den KBW aufgebracht worden, von Mitgliedern des KBW, für die Arbeit des KBW. Sie sind nicht als Einlage aufgebracht worden, die bei Austritt wieder mitzunehmen wäre. Der KBW hat sich nicht aufgelöst, es gibt also keine Erbmasse zu verteilen.", zit. nach Kommunismus und Kassenkampf. Sondernummer. Oktober 1981, S. 18
  2. Anfangs in München (bis zur Einrichtung der Kölner Parteizentrale)
  3. Wolfgang Müller (* 14. Januar 1948 in Duderstadt), ehemals Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Oldenburg, Sekretär der Ortsleitung Bremen des KBW, Kandidatur zur Bremer Bürgerschaftswahl 1975 und zur Bundestagswahl 1976, Opfer des Radikalenerlasses, ab Sommer 1980 BWK
  4. Christiane Schneider (* 8. August 1948), ehemalige Druckereiarbeiterin, jetzt PDS Hamburg
  5. Ulrich Grothus (* 25. Dezember 1952 in Hagen), als Student KBW-Kandidatur bei der Abgeordnetenhauswahl 1975 in Berlin(-Kreuzberg), ab Sommer 1980 BWK
  6. Christoph Seils: BWK wird „AG BWK bei der PDS“. Der Bund westdeutscher Kommunisten unterwandert die PDS/Parteispitze will im Westen Sektierer-Image abschütteln, in: Die Tageszeitung, 21. Februar 1995, S. 5; ders. Kommunisten raus. PDS geht gegen Bund Westdeutscher Kommunisten in den eigenen Reihen vor, In: Taz, 20. März 1995, S. 4; die Arbeitsgemeinschaft wurde Ende 2007 aufgelöst, siehe: Kandidaten nehmen Stellung in: Hamburger Abendblatt vom 3. Januar 2008

Artikelquelle Wikipedia Bund Westdeutscher Kommunisten unter GNU-FDL

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Bund_Westdeutscher_Kommunisten

Diese Seite wurde bisher 260-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juni 2008 um 09:15 Uhr geändert.


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