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Bertelsmann Stiftung

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Die international tätige Bertelsmann Stiftung ist die wohl mächtigste Lobby-Organisation in Deutschland. Die Propaganda der Bertelsmann-Stiftung ist nahezu allgegenwärtig. Sie ist organisiert in der Form einer Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Gütersloh.

[bearbeiten] Stifter

Die Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet.

[bearbeiten] Größe

Heute hält die Bertelsmann Stiftung mittelbar 76,9 Prozent ( Bertelsmann AG: www.bertelsmann.com/bertelsmann_corp/wms41/bm/index.php?ci=100&language=2 Shareholders 21.06.2006) des Aktienkapitals der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, davon sind 185 im Projektmanagement tätig.

[bearbeiten] Management

Die Bertelsmann Stiftung wird von einem Vorstand geleitet, dem Vertreter der Bertelsmann-Eigentümerfamilie Mohn, Liz Mohn und Brigitte Mohn, sowie Johannes Meier und nach Problemen mit der öffentlichen Darstellung nur noch bis zum 30.11.2007 Werner Weidenfeld angehören. Vorstandschef ist Gunter Thielen.

Überwacht wird die Stiftung wird von einem Kuratorium. Vorsitzender des Kuratoriums ist Dieter H. Vogel. Weitere Mitglieder sind: Liz Mohn, Werner Bauer, Wulf Bernotat, Hubertus Erlen, Caio Koch-Weser, Klaus-Dieter Lehmann, Reinhard Mohn, Elisabeth Pott, Rolf Schmidt-Holtz, Klaus-Peter Siegloch, Gunter Thielen und Wolfgang Schüssel.

[bearbeiten] Ziele und Aktivitäten

Die Bertelsmann Stiftung versteht sich als unabhängige und parteipolitisch neutrale Stiftung. Die Stiftung will „konkrete Beiträge zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme“ leisten. Ihrem Leitbild nach sollen „die Grundsätze unternehmerischer, leistungsgerechter Gestaltung in allen Lebensbereichen zur Anwendung gebracht werden“, stets nach dem Prinzip „so wenig Staat wie möglich“. Fundament der Stiftungsarbeit sei die Überzeugung, „dass Wettbewerb und bürgerschaftliches Engagement eine wesentliche Basis für gesellschaftlichen Fortschritt sind.“[1]

Die Bertelsmann Stiftung arbeitet gemäß ihrer Satzung ausschließlich operativ und nicht fördernd. D.h., sie vergibt keine Stipendien und unterstützt auch keine Projekte Dritter, sondern nur selbst definierte Projekte im Sinne der strategischen Ziele des Stifters.

Die Stiftung sieht sich zum einen als "Reformwerkstatt", die einzelne Modellversuche konzipiert und umsetzt; zum anderen möchte sie durch "Verbesserung der Beratungsqualität" direkt Einfluss nehmen auf politische Entscheidungsträger [2].

In der Projektarbeit werden Vorhaben mit Modellwirkung in den Themenfeldern Bildung, Wirtschaft und Soziales, Unternehmenskultur, Gesundheit, Internationale Verständigung, Kultur und Stiftungsentwicklung aufgegriffen. Das Leitbild der Stiftung bedeutet für die Projekte, dass alle Akteure oder Bereiche der Gesellschaft vor allem nach Leistungsrängen eingestuft werden, gleichgültig ob Arbeitsvermittlung, Gesundheitssystem, Kommunalverwaltung, Bildungseinrichtungen oder ganze Bundesländer und Staaten.

Über das Centrum für Hochschulentwicklung und das Projekt Selbstständige Schule nimmt die Bertelsmann Stiftung auch Einfluss auf die Bildungspolitik, über das Centrum für Krankenhaus Management auf die Gesundheitspolitik. Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft zeigt beispielhaft ein wissenschaftlicher Partner der Bertelsmann Stiftung, das Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P). Nach eigener Angabe ist es das größte universitäre Institut der Politikberatung zu europäischen und internationalen Fragen in Deutschland; es finden sich zahlreiche Mitarbeiter der Bertelsmann Forschungsgruppe Politik, so ist etwa der stellvertretende Direktor des C·A·P, Josef Janning auch der Leiter dieser Forschungsgruppe (Stand: Oktober 2005). Die Bertelsmann-Stiftung unterhält Workshops, Seminare und Tagungen, auf denen sie Treffen zwischen Beamten und Politikern und den ihr nahestehenden Experten organisiert.

Das seit 2004 jährlich erstellte und in den Medien viel zitierte sog. Standort-Ranking der Bertelsmann Stiftung bewertet die Wirtschaftspolitik der wichtigsten Industriestaaten anhand von der Stiftung ausgewählter Kriterien. Damit will sie Aussagen über die Wachstums- und Beschäftigungsaussichten dieser Länder treffen.

2007 zeichnete die Bertelsmann Stiftung mit der Kampagne "Unternehmen für die Region" gesellschaftliches Engagement von Unternehmen aus. Ziel ist es, privatwirtschaftliche Initiative zu fördern, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Durch die Kampagne soll zudem auf die Thematik des "verantwortlichen Unternehmens" aufmerksam gemacht werden, um Nachahmer für eigene Projekte zu motivieren.

[bearbeiten] Thesen

Nach Antritt der Regierung Schröder publizierte die Stiftung in der Zeitschrift Capital einen wirtschaftspolitischen Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung. Dessen Inhalte:

Die Stiftung behauptet, dass die Bundesrepublik Deutschland ab dem Jahre 2010 nicht mehr dazu in der Lage sein werde, für Renten, Krankenkosten oder Arbeitslosigkeit im bis dahin getragenen Maße aufzukommen.

Der von 1998 bis 2005 amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder ließ sich, ebenso wie die ihn 2005 ablösende Bundeskanzlerin Angela Merkel, des Öfteren von seiten der Stiftung beraten. Viele der Forderungen fanden Eingang in Schröders Agenda 2010 und schlugen sich im ALG II nieder.

[bearbeiten] Kritik

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Weblinks

Heike Goebel am 28.04.2008 in der FAZ: Bertelsmann-Stiftung - „Wir hätten gern ein bisschen Konkurrenz“ (Gunter Thielen über das Engagement der Bertelsmann Stiftung in China)

Wolfgang Lieb am 27.02.2007: "Die Bertelsmann Stiftung und ihre Verflechtungen"

Harald Schumann am 25.09.2006 im Tagesspiegel: "Macht ohne Mandat"

Rudolf Bauer am 16.06.2006 in freitag: "Die Tonangeber."

Jens Wernicke am 25.04.2006 bei Telepolis: "Schattenkabinett aus Gütersloh"

Jörn Hagenloch am 23.11.2005 bei Telepolis: "Die neue Weltordnung aus Gütersloh"

Thomas Barth am 19.07.2005 bei Telepolis: "Durchsetzung von Controlling und Ranking auf allen Ebenen"

Frank Böckelmann am 09.11.2004 im Interview mit Florian Rötzer: "Ohne Bertelsmann geht nichts mehr"

NachDenkSeiten Rubrik: "Krake Bertelsmann

SZ: Dunkle Schatten über der Denkfabrik Artikel der Sueddeutsche Zeitung

Bildungswiki: AK Bertelsmann

Anti Bertelsmann

Wikipedia: Bertelsmann-Stiftung

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Bertelsmann_Stiftung

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