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Bernd Schmidbauer

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008 Bernd Schmidbauer
008 Bernd Schmidbauer

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Bernd Schmidbauer, geboren am 29.05.1939 in Pforzheim, ist ein deutscher Geheimdienstler, Politiker der Partei CDU und Mitglied des Bundestages. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

[bearbeiten] Kohls Geheimdienstminister

Bernd Schmidbauer war von Januar bis Dezember 1991 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Atom- und Umweltpolitik und von 1991 bis 1998 Kohls Geheimdienstminister.

[bearbeiten] Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1959 absolvierte Bernd Schmidbauer ein Lehramtsstudium der Fächer Physik, Chemie und Biologie an der Technischen Hochschule Karlsruhe, welches er 1967 mit der wissenschaftlichen und 1969 mit der pädagogischen Prüfung beendete. Anschließend war er als Lehrer am Boxberg-Gymnasium in Heidelberg, zuletzt als Studiendirektor, tätig.

[bearbeiten] Partei

Bernd Schmidbauer war von 1981 bis Juli 2003 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Rhein-Neckar. Er wurde in diesem Amt durch den Musiklehrer Georg Wacker abgelöst, der seit Februar 2006 baden-württembergischer Staatssekretär ist.

[bearbeiten] Abgeordneter

Von 1971 bis 1989 gehörte Bernd Schmidbauer dem Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises an und war hier seit 1976 Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Seit 1983 ist Bernd Schmidbauer Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1987 bis 1990 Vorsitzender der Enquête-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre. Daneben leitete er von 1988 bis 1990 die Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Bernd Schmidbauer gehört seit Dezember 2002 dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) an und ist seit Januar 2006 Beisitzer im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Bernd Schmidbauer ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Rhein-Neckar in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 47,4 % der Erststimmen.

[bearbeiten] Öffentliche Ämter

Am 24. Januar 1991 wurde Schmidbauer als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Schon am 18. Dezember 1991 wechselte er als Staatsminister beim Bundeskanzler in das Bundeskanzleramt. Hier war er für die Koordination der deutschen Geheimdienste, Bundesamt für Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst, zuständig.

[bearbeiten] 008

Wegen seiner Neigung, selber auf dem Aufgabengebiet der Geheimdienste tätig zu werden, bekam Schmidbauer den Spitznamen „008“ - eine Anspielung auf James Bond alias 007 [1]. So wurden 1992 zwei deutsche Geiseln im Libanon freigelassen; an den zähen Verhandlungen war Bernd Schmidbauer jedoch, obwohl er versuchte, einen gegenteiligen Eindruck zu erwecken, nicht beteiligt. 1994 nahm er für sich das Erreichen der Freilassung des in Iran zum Tode verurteilten Deutschen Szimkus in Anspruch. Eng wurde es für Bernd Schmidbauers in der Plutoniumaffäre im Dezember 1995 [2], als aufflog, dass der Plutonium-Schmuggel eigentlich nur zur Beeinflussung der Bundestagswahl 1994 stattfand. Den Einsatz von Werner Mauss, der im Auftrag der Bundesregierung in Kolumbien die Freilassung von Geiseln der ELN-Guerilla verhandelte, rechtfertigte Schmidbauer als „humanitäre Notmaßnahme“ [3]. Bernd Schmidbauer „machte nie einen Hehl daraus, dass er die Titulierung ‚Agent 008‘ nicht ungern hörte“ [4], berichtete die Presse im Jahr 2000.

In seinem letzten Buch "Deckname Dali. Ein BND-Agent packt aus" widmet Ex-BND-Agent Wilhelm Dietl einem nicht namentlich genannten 008 ein eigenes Kapitel. Das gezeichnete Bild lässt sich als das Portrait eines publicitysüchtigen Karrieristen verstehen, der es bei seinen Intrigen zum eigenen Fortkommen inkauf nimmt, dem Anliegen seiner Organisation insgesamt ebenso wie seinen Mitarbeitern Schaden zuzufügen.

[bearbeiten] Ruhende PKGr-Mitgliedschaft

Nach der Bundestagswahl 1998 schied er am 26. Oktober 1998 aus dem Amt. Am 16. Mai 2006 teilte Schmidbauer mit, er lasse seine Mitarbeit im Parlamentarischen Kontrollgremium ruhen, bis die Vorwürfe gegen den BND in der so genannten Journalisten-Affäre aufgeklärt seien [5]. Als Begründung führte Schmidbauer an, zum Teil falle die Bespitzelung von Journalisten in seine Zeit als Geheimdienstkoordinator. Zugleich erklärte Schmidbauer, er habe „keine Kenntnisse von den Vorgängen, die Gegenstand heutiger Erörterungen sind“ [6].

[bearbeiten] Sockenpuppen im Blog-Wahlkampf?

Im Wahlkampf 2005 geriet Bernd Schmidbauer als Blogger erstmalig mit dem Parteibuch aneinander. Dort wurde ruchbar, dass Sockenpuppen aus der Gegend als Störenfriede eingesetzt wurden, aus der auch Bernd Schmidbauer kommt. Sein Webmaster Matthias Busse hat dann im Parteibuch auch einen Kommentar dazu abgegeben.

[bearbeiten] Literatur

Wilhelm Dietl 05/2007 im Eichborn Verlag: "Deckname Dali. Ein BND-Agent packt aus" - ISBN 382185670X

[bearbeiten] Quellen

  1. Peter Ehrlich: Bernd Schmidbauer: Kohls „Agent 008“, Financial Times Deutschland, 19. Mai 2006
  2. Dietmar Seher: Schmidbauer muß zittern, Berliner Zeitung, 14. Dezember 1995
  3. Rupert Neudeck: Verdienen die Aktionen des Privatdetektivs Mauss in Kolumbien das Wort humanitär?, Die Zeit, 13. Dezember 1996
  4. Agent 008: Bernd Schmidbauer, Der Tagesspiegel, 21. September 2000
  5. BND-Affäre: Schmidbauer läßt Tätigkeit im Kontrollgremium ruhen, Die Welt, 16. Mai 2006
  6. Bericht über BND-Spitzel wird veröffentlicht, Der Tagesspiegel, 17. Mai 2006

[bearbeiten] Weblinks

R-Archiv am 31.01.2008: Connection Schmidbauer-Mauss?

Mein Parteibuch am 10.08.2005: Mein Parteibuch heißt Matthias Busse aus Plankstadt herzlich willkommen

Mein Parteibuch am 03.08.2005: Geheimagent Blogger 008 Bernd Schmidbauer und die anonymen Internetaktivisten der CDU

Deutscher Bundestag: Biografie beim Deutschen Bundestag

Wikipedia: Bernd Schmidbauer

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Bernd_Schmidbauer

Diese Seite wurde bisher 278-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 10. Februar 2008 um 12:39 Uhr geändert.


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