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Berliner Zeitung

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Berliner Zeitung
Beschreibung Berliner Tageszeitung
Verlag Berliner Verlag
Erstausgabe 21. Mai 1945
Erscheinungsweise tgl. von Mo bis Sa
(Verkaufte) Auflage
(Vorlage:IVW, Mo–Sa.)
165.902 Exemplare
Reichweite
(Vorlage:Ma)
0,47 Mio. Leser
Chefredakteur Josef Depenbrock
Herausgeber Berliner Verlag GmbH
Weblink berliner-zeitung.de

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Die "Berliner Zeitung" ist eine 1945 gegründete regionale Tageszeitung aus Berlin.

[bearbeiten] Reichweite

Die Berliner Zeitung ist mit täglich 471.000 Lesern und einer verkauften Auflage von 192.378 Exemplaren täglich (Mo-Sa) die größte Abonnementzeitung der Region Berlin-Brandenburg und wird vor allem in den östlichen Bezirken der Bundeshauptstadt gelesen.

[bearbeiten] Schlüsselpersonen

[bearbeiten] Eigentümer

Als EIgentümerin fungiert die BV Deutsche Zeitungsholding, wohinter als natürliche Personen der britische Finanzinvestor David Montgomery, der ehemalige BILD-Redakteur Josef Depenbrock sowie der frühere Bertelsmann-Manager Gerd Schulte-Hillen stehen.

[bearbeiten] Chefredaktion

Als Chefredakteur wurde im Mai 2006 Josef Depenbrock Nachfolger von Uwe Vorkötter. Gegen Josef Depenbrock gab es im Oktober 2008 öffentlichkeitswirksamen Protest[1].

[bearbeiten] Politredaktion

Andreas Förster machte in den 90er Jahren mit spektakulären Enthüllungsgeschichten aus dem Bereich der Geheimdienste auf die Berliner Zeitung aufmerksam.

[bearbeiten] Geschichte

Die Berliner Zeitung erschien von 1945 bis zur Wiedervereinigung der Stadt in Ost-Berlin. Vorher hatte es bereits seit 1877 eine Berliner Zeitung gegeben, aus der die noch heute erscheinende Boulevardzeitung B.Z. aus dem Ullstein-Verlag hervorging, die bis zur Wiedervereinigung in West-Berlin erschien und nicht mit der Berliner Zeitung zu verwechseln ist.

Die erste Ausgabe der Berliner Zeitung erschien am 21. Mai 1945 mit der Schlagzeile Berlin lebt auf! zum Preis von 10 Pfennig. Produziert wurde die Zeitung vom russischen Oberst Alexander Kirsanow als Chefredakteur sowie einigen Offizieren und Widerstandskämpfern.

1953 wurde die Berliner Zeitung dem ZK der SED unterstellt. Die Tageszeitung der DDR-Hauptstadt, mit einer Auflage von über 345.000 Exemplaren täglich, firmierte nicht als Organ der Berliner SED-Bezirksleitung wie die 14 anderen Bezirkszeitungen der DDR, sondern der Berliner Verlag trat als Herausgeber auf; die Berichterstattung war teilweise etwas offener und kritischer. Dennoch ist Berliner Zeitung in dieser Zeit dem SED-Pressemonopol zuzurechnen.

Schon vor der Wiedervereinigung 1990 gingen der Berliner Verlag und damit die Berliner Zeitung sowie die BZ am Abend von der PDS an ein Joint Venture von Maxwell Communications und Gruner + Jahr. 1992 übernahm der Verlag Gruner + Jahr die Berliner Zeitung und versuchte mit einem enormen finanziellen Aufwand, die größte Zeitung Ostberlins in eine "Hauptstadtzeitung" umzuwandeln. Erich Böhme, prominenter Herausgeber von 1990 bis 1994, formulierte den Anspruch, die Berliner Zeitung zur "deutschen Washington Post" zu machen. Dieser gilt in der Zeitungsbranche als bisher nicht erfüllt.

Nachdem Gruner + Jahr sich entschlossen hatte aus dem Tageszeitungsgeschäft auszusteigen, übernahm die Verlagsgruppe Holtzbrinck im Juni 2002 den Berliner Verlag. Diese Übernahme wurde jedoch 2004 vom Bundeskartellamt untersagt, denn Holtzbrinck hatte bereits 1992 die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel gekauft und hätte somit in Berlin auf dem Sektor der Abonnentenzeitungen eine marktbeherrschende Stellung erhalten.

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck verkaufte daher im Herbst 2005 den Berliner Verlag für geschätzte 150 bis 180 Millionen Euro an die BV Deutsche Zeitungsholding. Die Übernahmepläne waren nach deren Bekanntgabe innerhalb des Verlages auf starke Kritik gestoßen, weil befürchtet wurde, dass zu hohe Renditeerwartungen des britischen Medienmanagers David Montgomery die journalistische Qualität der Zeitung beeinträchtigen könnten.

Mit dem Verkauf des Berliner Verlages gelangte erstmals ein deutsches Zeitungshaus in den Besitz eines ausländischen Finanzinvestors.

Im Online-Archiv der Berliner Zeitung kann auf alle Beiträge, die seit 1. Januar 1994 bis heute über das Internet veröffentlicht wurden, kostenlos zugegriffen werden.

Die Enttarnung von zwei Mitarbeitern der Berliner Zeitung als Stasi-IMs im März 2008 brachte das Blatt in die Schlagzeilen.

In einem Artikel vom 1. April 2008 kündigte Chefredakteur Josef Depenbrock, der um die Glaubwürdigkeit seines Blattes fürchtete, Aufklärung an. Man werde "jeden einzelnen Journalisten dieser Redaktion überprüfen und auch möglichst die Akten der Birthler-Behörde sichten". Die Untersuchung sollte von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder durchgeführt werden, die das Projekt wenige Tage später jedoch ablehnten.

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Quellen

  1. Boocompany am 30.10.2008: Berliner Zeitung: Depenbrock muss weg!

FAZ: Trotz aller Proteste: Berliner Verlag wird verkauft

Berliner Zeitung: Geschichte und Entwicklung

Dieser Artikel basiert auf Wikipedia Berliner Zeitung und steht insoweit unter GNU-FDL.

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Berliner_Zeitung

Diese Seite wurde bisher 101-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 30. Oktober 2008 um 15:32 Uhr geändert.


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