Axel-Springer-Verlag
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[bearbeiten] Unternehmensprofil
Die als Axel-Springer-Verlag auftretende Axel Springer AG ist ein Medienkonzern mit Sitz in Berlin. Weitere bedeutende Betriebsstätten befinden sich in Hamburg und München.
[bearbeiten] Leistungszahlen
2004 erwirtschaftete die Axel Springer AG nach eigenen Angaben mit 10.700 Beschäftigten bei einem Umsatz von 2,4 Mrd Euro einen Jahresüberschuß von 148 Mio Euro.
[bearbeiten] Eigentümer
Die Mehrheit der Aktien kontrolliert Friede Springer, da 50% plus 10 Aktien der Holding Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. gehören, die ihrerseits zu 90% Friede Springer sowie zu je 5% Ariane Springer und Axel Sven Springer gehört. Zusätzlich hält Friede Springer noch 10% der Aktien direkt. 19,4% hält die Private-Equity-Gesellschaft Hellman & Friedman LLC aus San Francisco. 9,8% befinden sich im Eigenbesitz der Axel Springer AG und 10,8% befinden sich als an der Börse gehandelter Streubesitz in unbekannten Händen. Faktisch das sagen im Springerkonzern hat, wie Ende 2007 anlässlich eines Erbstreitigkeitsprozesses von Axel Sven Springer gegen Friede Springer bekannt wurde, ein Familienrat, der einstimmig zu entscheiden hat.
[bearbeiten] Management
Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG ist Mathias Döpfner, der im wesentlichen für die meinungsmachenden deutschen Publikationen des Axel-Springer-Verlages zuständig ist. Weitere Vorstandsmitglieder sind Andreas Wiele, der das verschlafene Auslandsgeschäft sowie die Magazine betreut, Rudolf Knepper, der Druck und Logistik organisiert sowie Steffen Naumann, der für IT und Finanzen verantwortlich zeichnet. Aufsichtsratvorsitzender ist Giuseppe Vita. Im Aufsichtsrat außerdem vertreten sind Friede Springer, Axel Sven Springer, Leonhard H. Fischer, Joachim Theye, Klaus Krone, Gerhard Cromme und Michael Otto.
[bearbeiten] Medienkonglomerat im Inland
Der Axel-Springer-Verlag ist durch die gewaltige Auflage seiner Druckerzeugnisse der führende Meinungsmacher in Deutschland und nutzt dies gezielt, um Stimmung für die USA und die CDU zu machen.
[bearbeiten] Zeitungen
Überregional verlegt der Axel-Springer-Verlag das Straßenkampfblatt der CDU Bild nebst ihren Ablegern wie Bams, Bild der Frau, Auto Bild und Computer Bild sowie die Hauspostille der CDU, Die Welt, nebst Ableger Wams. Regional in Berlin bedeutend sind vor allem das Boulevardblatt B.Z. sowie die Bildzeitung für Akademiker Berliner Morgenpost. In Hamburg kämpft der Springer-Verlag mit dem Hamburger Abendblatt seinen pro-amerikanischen Kampf.
[bearbeiten] Zeitschriften
Neben der Hörzu verlegt die Axel Springer AG die Fernsehzeitschriften BildWoche, FunkUhr, TVNeu und TV Digital.
[bearbeiten] Fernsehsender
Bisher ist die Axel Springer AG am Hamburger Lokalsender Hamburg 1 sowie an zwei Produktionsgesellschaften beteiligt. Der Axel-Springer-Verlag versucht derzeit für gut zweieinhalb Mrd Euro mit ProSiebenSat1 eines der größten deutschen Fernsehunternehmen zu schlucken, was bisher vom Kartellamt jedoch verhindert wurde.
[bearbeiten] Druckereien
Der Axel-Springer-Verlag besitzt eigene Druckereien und ist am Pressegroßhandel beteiligt.
[bearbeiten] Online
In den letzten Jahren wurden Beteiligungen an Online-Diensten wie dem Karriere-Portal stepstone und dem Immobilienportal immonet erworben.
[bearbeiten] Auslandsgeschäft
Das Auslandsgeschäft hat die Axel Springer AG im wesentlichen verschlafen, mischt aber nun mit einem Bild-Abklatsch in Polen und diversen meinungsmachenden Blättern in Ungarn doch mit.
[bearbeiten] Verhältnis zur Wahrheit
Die Verhältnis des Axel-Springer-Verlages und seines Flaggschiffes Bild zur Wahrheit ist mit dem Ausdruck lügen wie gedruckt geradezu sprichwörtlich geworden.
[bearbeiten] Verhältnis zur Politik
Die Redakteure der Publikationen des Axel-Springer-Verlages pflegen freundschaftliche Beziehungen zu Politikern der Partei CDU. Beispielhaft sei hier der Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann genannt, der Helmut Kohl eng verbunden ist.
Böse Zungen behaupten, Käuflichkeit und Duckmäusertum seien die wichtigsten Voraussetzungen, um im Axel-Springer-Verlag Karriere zu machen. Alle Publikationen und Journalisten des Axel-Springer-Verlages sind offiziell dem Ziel verpflichtet, die Freundschaft zu den USA zu stärken sowie inoffiziell der CDU durch eine tendenziöse Berichterstattung zu mehr Wählerstimmen zu verhelfen. Eine weitere interne Zielrichtung ist die positive Darstellung des Staates Israel.
Erfolgreiche Meinungsmache kann natürlich nur dann funktionieren, wenn ab und zu auch mal was gebracht wird, was dem Anschein des unabhängigen und ehrlichen Journalismus förderlich ist. Dazu eignen sich insbesondere Disziplinierungen von in Ungnade gefallenen CDU Politikern durch von Parteifreunden höheren Ranges lancierte Artikel.
[bearbeiten] Links
BooCompany 01.02.2006: Springer mag Pro7/Sat1 nicht mehr
Mein Parteibuch 16.01.2006: Axel Springer Verlag zieht Kaufangebot für ProSiebenSat1 zurück
Mein Parteibuch 03.11.2005: Joachim Fahrun von der Berliner Morgenpost zu Besuch auf unserer Abteilungssitzung
Mein Parteibuch 04.09.2005: Analyse und Presseschau zum TV-Duell Schröder-Merkel
Mein Parteibuch 05.08.2005: Springer schluckt ProSiebenSAT1
Mein Parteibuch 20.06.2005: Landschaftspflege bei der CDU Medianight
Mein Parteibuch 17.06.2005: Springer Presse startet Kampagne gegen Blogs
Mein Parteibuch 15.06.2005: Springer Presse weiter auf Stimmungsmache
Mein Parteibuch 12.06.2005: BZ macht Stimmung für Eberhard Diepgen
Nachdenkseiten 15.08.2005: Was bei aller berechtigten Kritik an der Übernahme von ProSiebenSat.1 durch den Springer-Konzern vergessen wird
BILDblog: Übersicht über direkte und indirekte Inhaltsbeteiligungen der Axel Springer AG
BILDblog täglich: Notizen über eine große deutsche Boulevardzeitung
Vorstand der Axel Springer AG November 2005: Axel Springer AG - Company Presentation - November 2005