Außerparlamentarische Opposition
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[bearbeiten] Aufstieg und Absturz der APO
[bearbeiten] Gegen das Politestablishment
Am Ende einer 20-jährigen CDU Herrschaft (1949-69) mit Nazi-verstrickten Bundeskanzlern (Kiesinger) und Bundespräsidenten (Lübke) sah 1966 die kaum opponierende SPD ihre Chance, jemals in eine Regierung gewählt zu werden nur in der Bildung einer großen Koalition (Kiesinger/Brandt). Die staatstragende Doktrin (links gleich Sowjetkommunismus) erschwerte zusätzlich jede parteigebundene Opposition gegen das Politestablishment. So bildete sich unter linksintellektuellen Kreisen eine APO (außerparlamentarische Opposition), die Kristallisationspunkte waren z.b. die Frankfurter Schule (Philosophische Fakultät), aber auch das Wochenmagazin Der Spiegel, damals opponierend (FJS Skandal, 1962, "Spiegel-Affaire") und links, wo Herausgeber R. Augstein in der Mitte seines Blattes in Form "gelber Seiten" seine Beiträge zur Studentenrevolte einheften lies.
[bearbeiten] Das Kardinalskollegium
Der Ideologe Hans-Jürgen Krahl, Adorno Schüler in Frankfurt und der Agitator Rudi Dutschke in Berlin führten die linke Stundentenschaft an, mit dem SDS quasi als Kardinalskollegium. Damals "wehte der Geist links", Joseph Beuys propagierte seine direkte Demokratie (Documenta '68 und '72), Fassbinders Filme schockierten das Bürgertum, Literatur-Nobelpreis an Heinrich Böll, 1972. Durch Regierungsantritt 1969 von Willy Brandt (in Koalition mit FDP!) glaubte sich Westdeutschlands Linke am Ziel. Das politische Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft (stark links) überlegte sein Programm einzustellen, weil es nichts mehr zu opponieren und kritisieren gab.
[bearbeiten] Der Showdown
Das böse Erwachen kam, als W. Brandt am 28.1.1972 den Radikalenerlass unterschrieb, wg. Guillaume (Kanzlerreferent und DDR Spion, als SPD Rechtsaußen (!) getarnt) Affaire 1974 zurücktreten musste, und der parteirechte Helmut "Oberlehrer" Schmidt Bundeskanzler wurde. Noch Jahre danach hielt die SPD große Stücke auf sich wegen ihrer "Integration von weiten Teilen der APO". Entgültig desavouiert wurde alles was links war durch die Untaten der RAF. Der SDS hatte sich schon vorher (1970) aufgelöst, die Studentenführer Krahl und Dutschke waren aus dem Verkehr gezogen (tot, bzw. angeschossen), die neuen Heroen waren der Rabauke Joschka Fischer und der Politclown Cohn-Bendit. In Berlin interessierte man sich sehr für das muntere Treiben der K1. Die APO war Geschichte.
[bearbeiten] Die "Dienste"
Unstreitig ist ein massives Engagement diverser Geheimdienste ost[1] und west[2] in der APO auf allen Ebenen bis hin zur Manipulation der öffentlichen Meinung. Die Wirksamkeit dieser Techniken ist bis heute selbst unter Linken umstritten.
[bearbeiten] Literatur
- Wolfgang Kraushaar bei Hamburger Edition 2005: "Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus" (ISBN 3936096538) (Rezension von Anne Rohstock)
- Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. von Christian Schmidt von Econ (April 2002), ISBN 3-6122-6628-4
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Mario Thurnes am 13.12.2007: Konkret steckt in der Nische fest
- ↑ Wikipedia: Peter Urbach
[bearbeiten] Weblinks
Glasnost Berlin: Zeit der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und Endphase