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Arnold Schölzel

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Arnold Angelus Schölzel, geboren am 21.10.1947 in Bremen, ist ein deutscher Journalist und Chefredakteur der Berliner Tageszeitung junge Welt. Arnold Schölzel lebt in Berlin und ist zum zweiten Mal verheiratet. Er hat vier Kinder und vier Enkel.

[bearbeiten] Biographie

Nach seiner Kindheit, die er in Bremen verbrachte, machte Arnold Schölzel 1966 dort sein Abitur. Im August 1967 desertierte er aus der Bundeswehr in die DDR. Dort war er bis 1970 Hilfsarbeiter in Leipzig und wiederholte 1970 sein Abitur an der Volkshochschule, da in der DDR das bundesdeutsche Abitur nicht anerkannt wurde. Es folgte ein Philosophiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er 1974 als Diplom-Philosoph abschloss. Bis 1994 arbeitete er an dieser Universität als wissenschaftlicher Assistent bzw. Oberassistent am Bereich Geschichte der Philosophie in der Sektion marxistisch-leninistische Philosophie. Sein Arbeitsgebiet umfasste die Geschichte der Philosophie im 19. und 20. Jahrhundert. Im Rahmen seiner Arbeit verfasste er Bücher und Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie populärwissenschaftliche Beiträge für Rundfunk und Tageszeitungen. 1982 promovierte er ebenfalls in Berlin zum Thema „Karl Korschs ‚undogmatischer Marxismus‘ - ein Beitrag zur Untersuchung der Entwicklungsgeschichte des philosophischen Revisionismus".

[bearbeiten] IM-Karriere

Nachdem Arnold Schölzel in die DDR gewechselt war, verpflichtete er sich unter dem Decknamen „André Holzer“ als inoffizieller Mitarbeiter (IM) für das Ministerium für Staatssicherheit. Als IM „André Holzer“ war er auf eine studentische Oppositionsgruppe an der Humboldt-Universität angesetzt, der er zum Schein selbst angehörte. Zeitweise gab er täglich detaillierte Informationen an das Ministerium für Staatssicherheit weiter. Der Studentengruppe gehörten unter anderen der Bürgerrechtler Wolfgang Templin, der heutige Chefredakteur der Zeitschrift „Sinn und Form“, Sebastian Kleinschmidt, und der „BasisDruck“-Verleger Klaus Wolfram an. Stefan Wolle, Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin, nennt Arnold Schölzel einen „IM aus wirklicher Begeisterung, der mit größter Perfidie die Menschen, mit denen er befreundet war, permanent hinterging.“ 1991 wurde Arnold Schölzel wegen seiner - bis 1989 andauernden - IM-Tätigkeit vom Lehrbetrieb suspendiert und 1994 schließlich entlassen. Arnold Schölzels Spitzelkarriere ist Gegenstand des ausführlichen Dokumentationsfilms „Verraten – sechs Freunde und ein Spitzel“, die 2007 in der ARD gezeigt wurde. Schölzel gibt in dem Film zu, IM gewesen zu sein. Auf die Frage der Filmemacherin Inga Wolfram, der früheren Ehefrau von Klaus Wolfram, warum er seine Freunde verraten habe, antwortet er: „Hm. Na ja. Ihr habt 17 Millionen verraten.“

[bearbeiten] Junge Welt

1997 wurde Arnold Schölzel Feuilletonredakteur der Berliner Tageszeitung junge Welt. Im Februar 2000 übernahm er als Nachfolger von Holger Becker deren Chefredaktion.

[bearbeiten] Weblinks

Stasiopfer.de am 10.02.2007 (von dpa): ARD zeigt Dokumentation «Verraten - Sechs Freunde und ein Spitzel»

Wikipedia: Arnold Schölzel

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Arnold_Sch%C3%B6lzel

Diese Seite wurde bisher 770-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 31. Juli 2007 um 08:52 Uhr geändert.


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