Andreas von Bülow
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[bearbeiten] Person
Andreas von Bülow, geboren am 17.07.1937 in Dresden, ist ein deutscher Jurist, Politiker der SPD und Autor mehrerer Bücher über das Wirken von Geheimdiensten.
[bearbeiten] Famelie
Andreas von Bülow ist verheiratet und hat vier Kinder.
[bearbeiten] Leben und Beruf
[bearbeiten] Ausbildung
Nach dem Abitur 1956 in Heidelberg absolvierte Bülow ein Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und München, welches er 1960 mit dem ersten Staatsexamen abschloss. Im Jahre 1964 beendete er seine juristische Ausbildung mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. 1966 trat er in den höheren Verwaltungsdienst des Landes Baden-Württemberg ein und war hier in den Landratsämtern Heidelberg und Balingen sowie beim Regierungspräsidenten Südwürttemberg-Hohenzollern tätig. 1969 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg mit der Arbeit Die Überwachung der Erdgasindustrie durch die Federal Power Commission als Beispiel der Funktionen der unabhängigen Wirtschaftsüberwachungskommissionen der amerikanischen Bundesverwaltung.
[bearbeiten] Politkarriere
Seit 1960 ist Andreas von Bülow Mitglied der SPD. Von 1968 bis 1975 war er Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Balingen.
[bearbeiten] Abgeordneter
Von 1969 bis 1994 war Andreas von Bülow Mitglied des Deutschen Bundestages. Zeitweise war er Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission der Nachrichtendienste. 1992/1993 war Andreas von Bülow SPD-Obmann im Schalck-Golodkowski-Untersuchungsausschuss.
[bearbeiten] Öffentliche Ämter
Von 1976 bis 1980 war Andreas von Bülow Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Nach der Bundestagswahl 1980 wurde er dann am 6. November 1980 als Bundesminister für Forschung und Technologie in die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte Bundesregierung berufen. Am 1. Oktober 1982 schied er nach der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler aus der Bundesregierung aus.
[bearbeiten] Bülow-Papier
Militärexperte von Bülow bezweifelte in den 80er Jahren die von der NATO propagierten Horror-Szenarien einer sowjetischen Invasion. Er schlug eine entspanntere Politik gegenüber der DDR vor, die einen gestuften Abrüstungsplan vorsah. Noch bevor er seine Studie vorstellen konnte, wurde diese erfolgreich mit einer Propaganda-Kampagne als unpatriotisch verleumdet. Nach Ende des Kalten Krieges stellte sich heraus, dass die NATO-Behauptungen einer angeblich konventionell übermächtigen Sowjetunion maßlos übertrieben waren und kein signifikantes Interesse an einer Invasion nachzuweisen war.
[bearbeiten] Schalck-Connection
In seiner Eigenschaft als Mitglied der parlamentarischen Kommission zur Kontrolle der Geheimdienste sowie im Schalck-Untersuchungsausschuss deckte von Bülow zahlreiche Missstände auf. So wies er anrüchige Geschäfte nach, welche der Strauß-Clan mit der DDR gemacht hatte und auf diese Weise die ausgehandelten Milliardenkredite selbst einsackte.
[bearbeiten] "Im Namen des Staates"
Ausgehend von seiner Erfahrung als ehemaliger Militärexperte und Geheimdienstkontrolleur verfasste von Bülow eine Zusammenfassung von Staatsverbrechen, die naturgemäß die NATO, die westlichen Geheimdienste sowie korrupte Politiker kritisierte. Er schilderte intensiv die Praxis von Covert Operations wie Falsche Flagge-Attentate zur psychologischen Massensteuerung. Auch dieses Buch erfuhr seitens serviler Journalisten eine Schmutzkampagne, in der von Bülow als "Verschwörungstheoretiker" stigmatisiert wurde, obwohl es solide recherchiert war und weitgehend ohne Spekulation auskam. Als besonders eifriger Kritiker erwies sich ausgerechnet Hans Leyendecker. Das Werk wurde dennoch ein Bestseller. Viele der als vage kritisierten Schilderungen wurden inzwischen bestätigt.
[bearbeiten] "Die CIA und der 11.September"
Als einer der ersten deutschen Autoren bezweifelte von Bülow öffentlich die Hintergründe der vier bis heute nicht öffentlich aufgeklärten Flugzeugabstürze, die von der US-Regierung zur Legitimation von Angriffskriegen gegen Entwicklungsländer und zur Außerkraftsetzung von Bürgerrechten instrumentalisiert wurden. Da im Zusammenhang mit dem 11. September bis heute die relevanten Informationen "aus Gründen der nationalen Sicherheit" unter Verschluss sind, war von Bülow für sein Szenario einer Black Op auf Spekulationen angewiesen, die sich mit den gesicherten Fakten jedoch eher in Übereinstimmung bringen lässt als die offizielle Darstellung. Erneut wurde von Bülow Ziel einer Schmutzkampagne, in der er durch eine Falschzitat aus seinem Buch zum Antisemiten ausgerufen wurde. Trotz anfänglichem Todschweigens und konzertierter Stigmatisierung durch die sich in ihrer Autorität gefährdet sehende Presse wurde auch von Bülows Buch zum 11.September ein Bestseller.
[bearbeiten] Publikationen von und mit Andreas von Bülow
[bearbeiten] Video
In einem Video im niederländischen TV äußert Andreas von Bülow die Vermutung, 9/11 sei eine Operation der psychologischen Kriegsführung gewesen:
Andreas von Bülow und Michael Meacher im holländischen TV: 9/11 Special - Dutch Television Documentary (niederländisch)
[bearbeiten] Bücher
- Das Bülow-Papier. Strategie vertrauenschaffender Sicherheits-Strukturen in Europa Wege zur Sicherheits-Partnerschaft.. Eichborn, 1985, ISBN 3-821-81050-5
- Im Namen des Staates. CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste.. Piper, München 2000, ISBN 3-492-23050-4
- Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste. Piper, München 2003, ISBN 3-492-04545-6
[bearbeiten] Vortrag
Andreas von Bülow 2007 bei Arbeiterfotografie: Beeinflussung der öffentlichen Meinung in den westlichen Demokratien durch Geheimdienste und Lobbyisten
[bearbeiten] Zitate
"Verdeckte Operationen (false-flag-Operationen), Operationen unter falscher Flagge werden so angelegt, dass die im Staatsauftrag Handelnden verdeckt werden von im Vorhinein bestimmten und in Szene gebrachten Sündenböcken, im Fachjargon Patsies genannt, denen die verwerflichen Taten öffentlichkeitswirksam in die Schuhe geschoben werden." (Im Vortrag 2007 bei Arbeiterfotografie)
[bearbeiten] Weblinks
- DER SPIEGEL zum Bülow-Papier (1981)
- Faktenfreie Dämonisierung der 9/11-Skeptiker durch den SPIEGEL
- Suche im Parteibuch Ticker nach Andreas von Bülow