Andreas Schurig
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[bearbeiten] Person
Andreas Schurig, geboren 1958 in Dresden, ist ein deutscher Mathematiker, Theologe, Politiker der Partei SPD und Datenschutzbeauftragter von Sachsen.
[bearbeiten] Ausbildung
Andreas Schurig studierte von 1978 bis 1983 Mathematik an der TU Dresden und von 1983 bis 1989 Theologie an der Kirchlichen Hochschule Leipzig sowie am Philosophisch-Theologischen Studium Erfurt.
[bearbeiten] Politkarriere
[bearbeiten] Sozialdemokratische Partei der DDR
1989 war Andreas Schurig Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei der DDR in Leipzig.
[bearbeiten] Job in Leipzig
1990 wechselte Andreas Schurig nach Leipzig und arbeitete dort bis 1993 als Referent in der Zweigstelle der Kommunalen Gemeinschaftsstelle.
[bearbeiten] Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Meißen
Andreas Schurig war zudem im Kreistag Meißen stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, musste dann aber wegen seiner Berufung zum Datenschutzbeauftragten ausscheiden.
[bearbeiten] Datenschutz
Von 1993 bis 2003 war Andreas Schurig Stellvertreter des Sächsischen Datenschutzbeauftragten und Referatsleiter für Informatik, Technik und neue Medien. Seit 2004 ist er Landesdatenschutzbeauftragter von Sachsen. Die offizielle Amtseinführung erfolgte am 20. Januar 2004. Er löste seinen Vorgänger Thomas Giesen ab, der die Position zwölf Jahre inne hatte.
[bearbeiten] Rosa Listen verteidigt
Wie Norbert Blech 2005 bei Queer beschrieb, erzielte Andreas Schurig 2005 Aufmerksamkeit mit Großzügigkeit gegenüber behördlichen Datensammlern, nämlich damit, dass er die Speicherung des Merkmals "homosexuell" bei Tätern und Opfern in der polizeilichen Datenbank von Sachsen verteidigt hat.
[bearbeiten] Sachsensumpf
[bearbeiten] Forderung zum Schreddern der LfV-Akten zum Sachsensumpf
Andreas Schurig wurde im Mai 2007 bundesweit bekannt, weil er forderte die Akten des sächsischen Verfassungsschutzes schreddern zu lassen, in denen dieser Material zur Verflechtungen von Politik, Justiz, Polizei und Journalismus in Sachsen mit der organisierten Kriminalität gesammelt hatte.
[bearbeiten] Kritik von Jürgen Roth
In einem Interview mit der Netzeitung vom 16.06.2007 wurde Jürgen Roth wie folgt zitiert: "Roth: Anfang der 90er Jahre arbeitete Schurig in der Stadtverwaltung Leipzig. Er kannte viele, die in den Akten eine Rolle spielen. Er ist befreundet mit einer dieser zentralen Figuren, einem Rechtsanwalt. Man muss lebensfremd sein, anzunehmen, dass das keine Rolle spielt in Zusammenhang mit Schurigs Forderung, die Akten zu schreddern."
Andreas Schurig hat laut Tagesspiegel vom 04.06.2007 unlautere Motive für sein Ansinnen vehement zurückgewiesen.
Ein anonymer Editor mit der IP 62.225.117.57 wies am 12.10.2007 darauf hin, dass Andreas Schurig war nie bei der Stadtverwaltung Leipzig beschäftigt war, sondern für die Zweigstelle der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt), die Kommunen unterstützt, in Leipzig als Arbeitnehmer tätig war. Ein von Jürgen Roth beschriebenes Freundschaftsverhältnis sei darüber hinaus unbelegt. Weitere Dateils zur Sichtweise des anonymen Editors mit der IP 62.225.117.57, bei der Andreas Schurig ausgesprochen positiv gesehen wird, finden sich in der Versionshistorie dieses Artikels vom 12.10.2007.
[bearbeiten] Weblinks
N24 am 17.06.2007: Sumpf in grün-weiß
Interview von Tilman Steffen mit Jürgen Roth in der Netzeitung vom 16.06.2007: "Wer nicht dazugehörte, wurde plattgemacht"
Lars Rischke und Matthias Schlegel am 04.06.2007 im Tagesspiegel: Sex, Lügen, Videos
Mein Parteibuch am 15.05.2007: Datenschutz gegen die Aufdeckung von organisierter Kriminalität in Sachsen
R-Archiv am 08.10.2006: »Verfassungsschutz« & organisierte Kriminalität
Norbert Blech bei Queer 2005: Datenschützer verteidigt "Rosa Listen"