American Jewish Committee
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[bearbeiten] Wesen
Das American Jewish Committee (AJC) ist eine US-amerikanische Lobby-Organisation, die ihre Aufgabe darin sieht, „Beschützer des Wohls und der Sicherheit der Juden in den USA, in Israel und der ganzen Welt zu sein; die Prinzipien des Pluralismus als beste Verteidigung gegen Anti-Semitismus und andere Engstirningkeit weltweit zu stärken und die Qualität jüdischen Lebens in Amerika durch Sicherung des jüdischen Fortbestehens und Vertiefung der Bindungen zwischen amerikanischen und israelischen Juden zu verbessern.“ (Motto)
[bearbeiten] Mossad
Günter und Hanna Ackermann schrieben 2007 auf Kommunisten-Online anlässlich der näheren Untersuchung einer vom American Jewish Committee finanzierten Studie von Siegfried Jäger:
"Ein Umstand fiel uns zunächst auf: Finanziert wurde dieses „Studie“ genannte Machwerk von einem „American Jewish Committee (Berlin) (AJC)“, also einem Amerikanischen jüdischen Komitee. Nähere Recherchen ergaben, dass dieses Komitee aus obskuren Quellen finanziert wird und auf seiner Homepage die Vertreibungspolitik und den Völkermord der Sharon-Regierung rechtfertigt[2]. Der Verdacht, der Mossad finanziere das AJC, liegt verdammt nahe (siehe auch: http://christophconinx.hypermart.net/Geheimdienst_2/MOSSAD/mossad.html)"
[bearbeiten] KAS
Weiterhin schrieben Günter und Hanna Ackermann:
"Außerdem erfreut sich das AJC seit über 20 Jahren der Partnerschaft der CDU- „Konrad-Adenauer-Stiftung“, die ja auch nicht eben am linken Rand unserer Gesellschaft angesiedelt ist."
[bearbeiten] Büros
Die Organisation unterhält ein nationales Büro in New York City und 33 weitere lokale Büros in den USA. Weitere Büros unterhält sie in Berlin, Genf, Warschau und Jerusalem. 2004 gründete das AJC mit dem Transatlantic Institute ein Lobbyistenbüro in Brüssel.
[bearbeiten] Bedeutung
Die Bedeutung der Organisation unterstreicht die Feier zum hundertsten Jahrestag am 4. Mai 2006, auf der George W. Bush, Kofi Annan und, mit Angela Merkel, erstmals ein deutscher Kanzler als Redner auftraten. Zum Jubiläum sammelte die Vereinigung für ihre Ziele in fünf Jahren 105 Millionen Dollar von 1600 Spendern. Ehrenpräsident ist Alfred H. Moses.
[bearbeiten] Aktivitäten
Das AJC betreibt, neben UN Watch (1993), seit 1981 das Dorothy und Julius Koppelman Institut zur Intensivierung der Beziehungen jüdischer Gemeinden der USA und Israels. Das Projekt Interchange finanziert Bildungsreisen politischer, ethischer und religiöser Führer der Welt nach Israel. AJC führte Befragungen zum Wissen über den Holocaust und das Verständnis des Judentums in Osteuropa, Skandinavien und unter in die USA eingewanderten russischen Juden durch.
Seit 2005 fährt das AJC eine Kampagne zur Reform der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die von ihr reklamierte Ungleichbehandlung Israels im Zusammenhang mit Menschenrechtsfragen in den Palästinensischen Autonomiegebieten zu stoppen. Dabei fordert es, den Modus der Dringlichkeitssitzungen der UN-Generalversammlung, bei denen Israel häufig verurteilt wird, zu verändern sowie verschiedenen UN-Abteilungen die finanziellen Mittel zu entziehen (Abteilung für Palästinenserrechte, Komitee für unveräußerliche Rechte des palästinensischen Volkes, Sonderkomitee zur Untersuchung israelischer Praktiken in den besetzten Gebieten.). Auch der Umbau des UNCHR war ein wesentliches Ziel des AJC. Seit 2004 vergibt das AJC den Jan Karski Award.
Das AJC war bis zum Dezember 2006 Trägerinstitution des neokonservativen Meinungsmagazins "Commentary"[1]
Die Organisation ist nicht zu verwechseln mit dem American Jewish Congress oder dem American Jewish Council.
[bearbeiten] Mitglieder
- David A. Harris, Vorsitzender [2]
- Morris B. Abram †, war von 1964 bis 1968 Präsident des AJC.
- Max Horkheimer †, war ab 1943 Direktor des AJC.[3]
- Cyrus Adler †, (1930er Jahre)
- Deidre Berger, jüdische, US-amerikanische Journalistin und Direktorin des AJC, Filiale BRD.
- Benjamin Schöler
[bearbeiten] Beirat (Auswahl)
Im Januar 2003 wurde der Beirat (Advisory Board) des Berliner AJC Büros[4] gegründet, der seither jährlich zusammentrifft.
Die Mitglieder des Beirats sind:
- Lawrence Ramer
- Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages
- Julie Baskes (seit 2007)
- Volker Beck, von Bündnis 90/Die Grünen, Bundestag (seit 2002)
- Berthold Beitz (seit 2002)
- Dottie Bennett (seit 2002)
- Botschafter J.D. Bindenagel (seit 2002)
- Ruth Block (seit 2002)
- Michael Blumenthal, US-Finanzminister und ist seit 1997 Direktor des Jüdischen Museums Berlin (seit 2002)
- Michael Brenner, Experte für Jüdische Geschichte und Jüdische Kultur, Universität München (seit 2002)
- Reinhard Bütikofer, von Bündnis 90/Die Grünen (seit 2006)
- Ernst Cramer, Vorstandsvorsitzender der Axel-Springer-Stiftung (seit 2002)
- Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des deutschen Medienunternehmens Axel Springer AG (seit 2002)
- Eugene DuBow (since 2002)
- Botschafter Stuart Eizenstat (seit 2002)
- Peter Frey, Direktor, Berlin Studio ZDF TV (seit 2007)
- Ralf Fücks (seit 2005)
- Werner Hoyer, Bundestag FDP (seit 2007)
- Jackson Janes (seit 2007)
- Barbara John (seit 2005)
- Karl Kaiser (seit 2002)
- Ralph I. Straus
- Craig Kennedy (seit 2007)
- Hans-Ulrich Klose, Bundestag, SPD (seit 2007)
- Charlotte Knobloch, Präsidentin des ZdJ (seit 2006)
- Salomon Korn, stellvertretender Präsident des ZdJ (seit 2002)
- Alexander Graf Lambsdorf (seit 2005)
- Nicholas Lane (seit 2002)
- Daniel Libeskind, Architekt (seit 2002)
- Petra Lidschreiber, RBB TV, "Kontraste" (seit 2002)
- Jutta Limbach, Presidentin, Goethe Institut (seit 2002)
- Michael Naumann, Publizist, Die Zeit (seit 2002)
- Cem Özdemir, von Bündnis 90/Die Grünen (seit 2007)
- Botschafter Peter Rosenblatt (seit 2002)
- Otto Schily (seit 2006)
- Frank Schirrmacher, Publizist, Frankfurter Allgemeine Zeitung (seit 2002)
- Paul Spiegel †, ehemaliger Präsident des ZdJ (2002-2006)
- Gert Weisskirchen, Bundestag (seit 2005)
[bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Commentary, American Jewish Committee Separate, by Gabrielle Birkner.- New York Sun, December 21, 2006
- ↑ Felicia Langer - Krach wegen Bundesverdienstkreuz, welt.de, 23. Juli 2009
- ↑ David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
- ↑ Der Beirat des Berliner AJC Büros