Alfred Neven DuMont
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[bearbeiten] Person
Alfred Neven DuMont, geboren am 29.03.1927 in Köln) ist ein deutscher Verleger und gehört zu den reichsten Männern Deutschlands[1].
[bearbeiten] Familie
Alfred Neven DuMont ist der Sohn des Zeitungsverlegers Kurt Neven DuMont, sein Großvater mütterlicherseits ist der Maler Franz von Lenbach. Er hatte drei Geschwister, die beiden Schwestern Silvia und Majella und einen Bruder namens Reinhold. Alfred Neven DuMont ist verheiratet mit Frau Hedwig geb. von Auersberg , die beiden haben drei Kinder, Sohn Markus Neven DuMont, geb. 1967, Tochter Isabella Neven DuMont, geb. 1968 und Sohn Konstantin Neven DuMont, geb. 1969.
[bearbeiten] „Kind eines Nazis aus Köln am Rhein“
Peter Kleinert schrieb zu den Familienverhältnissen von Alfred Neven DuMont am 02.01.2008 in der NRhZ[2]:
„Ein Nazi-Kind aus Wietstock an der Nuthe erinnert sich“ heißt einer von 27 Beiträgen in dem Buch „Jahrgang 1926/27 – Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz“. Geschrieben hat ihn die Schauspielerin, Friedens- und Umweltaktivistin Barbara Rütting. „Wie war es damals wirklich?“ hatte Herausgeber Alfred Neven DuMont laut Vorwort seine prominenten AutorInnen gefragt. Seiner eigenen Antwort auf diese Frage gab der Kölner Verleger die Überschrift „Ein Englein ist vorbeigekommen“. Angemessener wäre wohl gewesen: „Das Kind eines Nazis aus Köln am Rhein mag sich nicht erinnern“.
[bearbeiten] Ausbildung in den USA
Alfred studierte Philosophie, Geschichte und Literatur in München sowie Journalismus an der Medill School of Journalism an der Northwestern University in Chicago.
[bearbeiten] Verleger der Milliardärspresse
1953 trat Alfred Neven DuMont in den Verlag M. DuMont Schauberg ein und übernahm sukzessive die Position seines Vaters und formte ab Anfang der 1960er gemeinsam mit seinem Partner Dieter Schütte (Schwiegersohn von August Neven DuMont) den Verlag zum Medienunternehmen „Gruppe M. DuMont Schauberg“ (MDS) um. Von 1957 bis 1966 war er Herausgeber der Kulturzeitschrift „magnum“. 1964 gründete er den Express und fungiert seit 1967 als dessen alleiniger Herausgeber. Darüber hinaus ist er ebenfalls seit 1967 alleiniger Herausgeber vom Kölner Stadt-Anzeiger. Von 1980 bis 1984 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutscher Zeitungsverleger. Seit 1990 ist Alfred Neven DuMont Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmensgruppe "M. DuMont Schauberg". Von 1990 bis 1998 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer Köln. Seit 1991 fungiert er als Herausgeber der Mitteldeutschen Zeitung. Seit dem 1. Januar 1999 erscheint auch die Kölnische Rundschau im DuMont-Verlag. Zwischenzeitlich hat M. DuMont Schauberg auch 25% an der israelischen Zeitungsgruppe Haaretz und die Mehrheit bei der Frankfurter Rundschau.
[bearbeiten] Hobbies
[bearbeiten] Kunstsammler
Alfred Neven DuMont ist Kunstsammler und sammelt insbesondere Werke von Wassily Kandinsky.
[bearbeiten] Milliardenmonopoly
Am 15.08.2005 berichtete Peter Kleinert in der NRhZ[3] von der Rolle von Alfred Neven DuMont beim Milliardenmonololy der Kölner Messehallen, wo der Oppenheim-Esch-Immobilienfonds besonders lukrative Geschäfte gemacht hat[4]:
"Am 21. Juli durfte Georg Wellmann in Sonia Mikichs MONITOR-Sendung noch einmal über den aktuellen Skandal um den Bau der Messehallen berichten. Diesmal allerdings fehlte sein Hinweis auf Neven. Inzwischen hatte sich dessen Verlag nämlich öffentlich per "Kölner Stadt-Anzeiger" bei WDR-Intendant Fritz Pleitgen über die "Unterstellungen gegen Verleger Alfred Neven DuMont" beschwert. Dieser habe keineswegs "aus wirtschaftlichem Eigennutz.seine Zeitungsredaktionen in Sachen Esch-Fonds an die Kette gelegt".
[bearbeiten] Zensiererei zu ursprünglich jüdischen Grundstücken
Alfred Neven DuMont ist mit Zensiererei zu Berichten über den Besitzerwechsel zu ursprünglich jüdischen Grundstücken aufgefallen. Peter Kleinert schrieb dazu 2006 in der NRhZ[5]:
"Unsere LeserInnen wissen, dass uns durch eine von Alfred Neven DuMont erwirkte einstweilige Verfügung zur Zeit verboten ist, einen Teil unseres Artikels der NRhZ 31 über einige - ursprünglich jüdischen Eigentümern gehörende - Grundstücke in Köln weiter zu veröffentlichen."
[bearbeiten] Ehrungen
Am 3. Juli 2001 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
Seit 2001 ist Alfred Neven DuMont Honorarprofessor für Medienpolitik und Medienökonomie am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
[bearbeiten] Bücher
Alfred Neven DuMont (Hrsg.): "Jahrgang 1926/27. Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz", Sammelband, DuMont Buchverlag, ISBN 978-3-8321-8059-1
[bearbeiten] Weblinks
Peter Kleinert am 12.09.2006 in der NRhZ: Neven DuMont redet Tacheles
Büchermagazin am 30.01.2004: Tischgespräch mit Alfred Neven DuMont, 30.1.04, 13 bis 14.30 Uhr
NRhZ: Suche nach Alfred Neven DuMont
WHO'S WHO: Biografie Alfred Neven DuMont
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Dr. Wo: Meudalismus Fakten: Die Vermögen und “Stundenlöhne” der 300 reichsten Deutschen 2006
- ↑ Peter Kleinert am 02.01.2008 in der NRhZ: „Jahrgang 1926/27“
- ↑ Peter Kleinert am 12.04.2006 in der NRhZ: MONITOR an die Kette gelegt? - Alfred Neven DuMont und das Kölner Milliarden-Monopoly
- ↑ KHD-Research: Köln und der Oppenheim-Esch-Immobilienfonds
- ↑ Peter Kleinert am 12.04.2006 in der NRhZ: Was darf die NRhZ über ursprünglich jüdische Grundstücke in Köln schreiben?
Artikel basiert auf Wikipedia Alfred Neven DuMont unter GNU-FDL