Überwachungsstaat
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
Im Überwachungsstaat überwacht der Staat seine Bürger umfassend. Dabei geht es darum, Straftaten schneller zu erkennen und verfolgen zu können. Insbesondere geht es dabei häufig um die angebliche Bekämpfung des Terrorismus. Befürworter des Überwachungsstaats übersehen dabei gerne, dass es mit den Grundsätzen der freiheitlichen Demokratie nicht zu vereinbaren ist, wenn die Bürger total überwacht werden. Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und Privatsphäre werden dabei weitgehend ignoriert.
Selbst wenn konkret gar keine Überwachung stattfindet, führt doch bereits der Beobachtungsdruck häufig dazu, dass man sich im Zweifel eher nicht äußert.
Als Beispiele für Maßnahmen im Überwachungsstaat können Rasterfahndung, die Überwachung öffentlicher Plätze durch Kameras und biometrische Datenbanken genannt werden.
Seit dem Beitritt Westdeutschlands zur DDR am 3. Oktober 1990, der von der offiziellen Seite geleugnet wird, wird Deutschland mehr und mehr zum Überwachungsstaat ausgebaut. Das liegt möglicherweise auch daran, dass ehemalige Stasi-Mitarbeiter Führungsaufgaben beispielsweise in Behörden übernommen haben.