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Gast
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Verfasst am: 07.12.2007 19:47:59 Titel: russische Kriegsgefangenschaft - Haftschaden - Entschädigung |
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Hallo,
ja mir ist klar dass mein Thema hier nicht so ganz reinpasst, aber ich wäre trotzdem über jede Hilfe dankbar.
Mein Vater kam gegen Ende des 2.ten WK für 6 Jahre in russische Kriegsgefangenschaft. Dort zog er sich u.a. Erfrierungen an den Füßen zu, die ihn mit 55 Jahren zu einem Frührentner machten.
Eigentlich hätte er Anspruch auf Entschädigung (wird von unserem deutschen Staat bezahlt), aber laut einem Gutachter sind seine Probleme mit den Füßen auf Zigaretten und Alkohol zurückzuführen.
Der Gutachter schreibt, dass mein Vater seit Beginn der Kriegsgefangenschaft täglich einen Liter Bier getrunken hat und mindestens eine Schachtel Zigaretten geraucht hat.
Von Euch war wahrscheinlich keiner in russischer Kruegsgefangenschaft, aber ihr könntet mal Euren Opa fragen, ob es während der Gefangenschaft täglich Bier und Zigaretten für die deutschen Kriegsgefangenen gab... ist doch eigentlich für jeden normal denkenden Menschen eher unwarscheinlich.
Der letzte vom Gericht bestellte Gutachter hat meinen Vater nicht einmal gesehen und kam auch zu dem Ergebnis, dass es an dem übermäßigen Alkohol und Zigartettenkonsum liegen muß.
Mein Vater trinkt gar keinen Alkohol...
Nun meine Fragen an Euch:
- Kennt jemand ein Forum speziell zu diesem Thema?
- Hat jemand noch einen Verwandten, der auch gesundheitliche Probleme nach der russischen Kriegsgefangenschaft hatte?
- Kennt jemand einen TV Sender der sich für so eine Geschichte interessieren würde (es muß ja nicht unbedingt mit der Kriegsgefangenschaft zusammenhängen, es kann sich ja auch um einen Beitrag über die Willkür der deutschen Gerichte handeln, oder um medizinische Gutachten)
Vielen Dank für Eure Antworten,
Michael Schubert (Sohn) |
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Gast
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Verfasst am: 12.01.2008 17:53:30 Titel: |
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hallo,
ihr opa hatte wahrscheinlich die falschen schulterstücke,
um vom nachfolgestaat des deutschen reiches eine
angemessene entschädigung zu erhalten.
kh |
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Preludiio Gast
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Verfasst am: 07.02.2008 23:57:58 Titel: Nachricht |
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Ich war bis 1947 in russischer Kriegsgefangenschaft u.a. in Rostow am Don. Ich habe während der ganzen Jahre nicht ein einziges Mal gesehen, dass ein Woina Pleni ( Kriegsgefangener ) Bier oder anderen Alkohol bekam. Ziga-
retten gab es auch nicht. Höchstens Machorka den man sich und dazu als Zigarettenpapier die "Prawda" eintauschen mußte bei der Zivilbevölkerung. Ich habe z.B. meinen Wintermantel gegen Brot, Machorka und Papier eingetauscht. |
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Erna Gast
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Verfasst am: 05.12.2008 1:14:22 Titel: Re: russische Kriegsgefangenschaft - Haftschaden - Entschädi |
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| Habe heut durch Zufall den Artikel gelesen.Seit 2008 gibt es die Möglichkeit einer einmaligen Spätheimkehrerentschädigung.Diese muss in Köln beim zuständigen Amt beantragt werden.Adresse und Tel.Nr. sind im Internet unter Spätheimkehrerentschädigung zu finden.Falls noch nicht beantragt,ist dies zu empfehlen!Habe es für einen heute 87-jährigen mit Erfolg getan.Viel Glück |
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Gast
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Verfasst am: 06.12.2008 14:58:57 Titel: Re: russische Kriegsgefangenschaft - Haftschaden - Entschädi |
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| Erna hat Folgendes geschrieben: | | Habe heut durch Zufall den Artikel gelesen.Seit 2008 gibt es die Möglichkeit einer einmaligen Spätheimkehrerentschädigung.Diese muss in Köln beim zuständigen Amt beantragt werden.Adresse und Tel.Nr. sind im Internet unter Spätheimkehrerentschädigung zu finden.Falls noch nicht beantragt,ist dies zu empfehlen!Habe es für einen heute 87-jährigen mit Erfolg getan.Viel Glück |
Man muss 1945 aber mindestens schon 105 Jahre alt gewesen sein und heute noch leben.
Dann bekommt einen 85.000-seitigen Antrag, den man in Deutsch und russisch ausfüllen muss. Dann entscheidet das Los. |
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Gast
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Verfasst am: 12.12.2008 3:50:15 Titel: Re: russische Kriegsgefangenschaft - Haftschaden - Entschädi |
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| Anonymous hat Folgendes geschrieben: | | Erna hat Folgendes geschrieben: | | Habe heut durch Zufall den Artikel gelesen.Seit 2008 gibt es die Möglichkeit einer einmaligen Spätheimkehrerentschädigung.Diese muss in Köln beim zuständigen Amt beantragt werden.Adresse und Tel.Nr. sind im Internet unter Spätheimkehrerentschädigung zu finden.Falls noch nicht beantragt,ist dies zu empfehlen!Habe es für einen heute 87-jährigen mit Erfolg getan.Viel Glück |
Man muss 1945 aber mindestens schon 105 Jahre alt gewesen sein und heute noch leben.
Dann bekommt einen 85.000-seitigen Antrag, den man in Deutsch und russisch ausfüllen muss. Dann entscheidet das Los. |
Die Seligkeit kommt nach dem Tode.
Amen. |
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