Bazi Gast
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Verfasst am: 07.01.2007 7:02:09 Titel: Edmund Stoiber und die Frauen |
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E-Mail von Radio Transpareny an Christa Stewens mit Betreff "Haltlose Vorwürfe der Liebfrauenunion":
| Zitat: | Sehr geehrte Frau Stewens,
bitte auch an Frau Beate Merk und den Rest der Liebfrauenunion weiterleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Radio Transparency |
Angehängt war eine pdf-Datei mit folgendem Text:
| Zitat: | Stoiber und die Frauen
Auf die Frage “Hat man es in der CSU als Frau eigentlich besonders schwer?” hat Frau Pauli der Berliner Zeitung gegenüber folgendes geantwortet:
Ich denke, ich wäre eher zu einem Gesprächstermin mit Stoiber gekommen, wenn er nicht manchmal ein Problem hätte, mit Frauen in der Politik umzugehen. Das sieht man ja auch an seinem Verhältnis zu Angela Merkel. Männer, die noch ein klassisches Rollenbild haben, können oft nicht verstehen, dass Frauen auf gleicher Ebene mit gleicher Kompetenz mitreden.
Für diesen mehr als gnädigen Wink, ihr doch endlich einen Gesprächstermin zu geben, wird Frau Pauli nun von der “Liebfrauenunion Christa Stewens, Beate Merk, Emilia Müller & Co.” aufs heftigste kritisiert und man stellt sich geschlossen per Unterschriftenaktion “Ich halte zu meinem Beschützer” hinter Stoiber. Frauen, die noch ein klassisches Rollenbild haben, brauchen halt einen, zu dem sie unterwürfig aufschauen können. Genau mit solchen Frauen und nur mit solchen Frauen hat Stoiber kein Problem in seiner Machtstruktur. Stoiber mag kein Frauenfeind sein, aber das hat Frau Pauli ja auch überhaupt nicht gesagt. Also ist die Kritik der “Liebfrauenunion” vollständig am Ziel vorbei gegangen. Man kann niemanden für etwas kritisieren, was er nicht gesagt hat, aber gemeint haben soll, damit man auf ihn losgehen kann. Dies sollte auch Markus Söder, der verblendete “Power-Polit-Mobber” des CSU endlich einsehen.
Mit einer Frau, die sich weder durch Bespitzelung, noch durch kollektives Polit-Mobbing, verbiegen lässt, sieht es dagegen bei Stoiber ganz anders aus. Da hat er natürlich Probleme mit einem Gespräch auf gleicher Ebene, die immer grösser werden. Es ist nun die Frage, wie lange Stoiber noch vor einem Gespräch mit Frau Pauli davonlaufen und er statt dessen seine unterwürfigen Diener an die Front lassen kann, die sich immer wieder aufs Neue disqualifizieren. Miteinander reden, Ede, nicht übereinander.
Leider wird Frau Pauli auch noch immer von der CSU und der Boulevard-Presse völlig verkannt. Sie ist gewissermassen von 0 auf 100 in die grosse Medien-Landschaft vorgestossen und da hat man sie als "schöne Landrätin, Rebellin, Giftpfeil .." so aufgenommen, wie man sie gerne hätte und am besten "verarbeiten" kann. Bis heute will man davon nicht so recht abrücken. Es sollte endlich klar werden, dass Frau Pauli vor allem stark im Kopf ist und ihr Äusseres nur eine Art unvermeidbare Zugabe ist, die halt bei dem einen oder anderen auch noch den Faktor Neid auslöst. Dies macht ihr grosses Vorhaben noch eine Stufe schwieriger. Man kann ihr auch keinesfalls vorwerfen, sie sei profilierungssüchtig, weil sie ständig in den Medien ist, denn sie kämpft in den Medien nahezu allein gegen den Medienapparat einer ganzen Partei, die nicht mit ihr reden, sondern sie statt dessen über die Medien niedermobben will.
Genau genommen müsste sich die CSU-Spitze nicht nur bei Frau Pauli für das arrogante Herabsehen auf sie, die Bespitzelung und das Mobbing entschuldigen, sondern auch noch für die enorme Leistung bedanken, die sie in den letzten Wochen und Monaten für die CSU erbracht hat. Sie ist gerade dabei, gegen alle Widerstände und Anfeindungen aus der CSU-Spitze, den völlig verrussten Parteikamin mehr und mehr zu öffnen, damit wieder Durchzug herrscht, Bewegung, Mitbestimmung und bessere Machtverteilung in die Bude kommt und zwar bis zur Parteibasis. Nur die allmächtige Parteispitze ist noch strikt gegen die Kaminreinigung und will weiter vor dem verrussten Kamin sitzen und das alleinige Sagen haben. Es ist nun höchste Zeit für die CSUSpitze einzulenken, anstatt sich weiter aufs Schwerste zu disqualifizieren. Frau Pauli ist keine Rebellin, sondern neben bereits Gesagtem, von der Einstellung her ganz einfach eine Gabi, die sich nicht verbiegen lässt, weil sie vollkommen im Recht ist.
Radio Transparency, 06.01.2007 |
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