Ein Jahr ist es jetzt fast her, da hielt eine kleine Lokführergewerkschaft die deutsche Bahn und die Republik in Atem. Unvorstellbare und astronomische 31 Prozent mehr Gehalt forderte das Lokpersonal unter dem GDL-Rebellenanführer Manfred Schell. Als völlig überzogen wies Vorstandchef Mehdorn dieses Anliegen zurück. Die Presse meldete jetzt, die Gehälter der Bahn-Vorstände sollten 2009 um 20 Prozent und mehr aufgestockt werden und bekommen noch Boni, bei einem erfolgreichen Börsengang. Also auch hier der Gundsatz “Wein saufen, Wasser predigen”.
“We give our clients a one stop shop for all their needs” heißt es auf der Webseite des Nürnberger Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Dipl.-Kfm. Günther G. Hetschko. Bei der tz steht nun:
“Der frühere Finanzchef der evangelisch-reformierten Kirche in Bayern, Günther Hetschko, soll über zehn Millionen Euro veruntreut haben.”
Der VW Boss Ferdinand Piëch ist bekannt dafür, dass er gegen missliebige Publikationen wie die Veröffentlichung einer Strafanzeige wegen Untreue gern und geschickt die deutsche Pressegerichtsbarkeit in Anspruch nimmt. Das war ein voller Erfolg. Geschickt war auch der Mann auf Piëch’s Rechnung, der auf der Hauptversammlung von VW einen lustigen Antrag stellte. Weniger geschickt war hingegen ein Brief von Piëch höchstselbst. Aber was soll’s, wozu gibt es denn Anwälte wie Matthias Prinz, die die Dinge wieder gerade biegen. Man muss ja auch nicht über alles reden dürfen.
Manchmal bringen Zensoren jedoch kritische Menschen erst auf Ideen, die sie ohne die Zensur nie gehabt hätten. So gab die Kanzlei Prinz, Neidhardt und Engelschall gerade in einem Unterlassungserklärungsbegehren eine gedankliche Anregung zu Ferdinand Piëch, auf die ohne das Zensurbeghren wohl niemand gekommen wäre. (more…)
Die „unabhängigen Finanzberater“ von MLP haben gerade ein existenzielles Problem: Die Krankenkassen und die BfA sind im Begriff, den scheinselbständigen Drückern ihre Selbständigkeit abzusprechen, was mit massiven Lohnnebenkosten verbunden ist. Das System der modernen Sklavenhaltung, welches aus moralisch handelnden Menschen skrupellose Provisionsjäger macht, wäre damit am Ende.
Eine maßgeblich diesen Verlust an überflüssigen Strukturen beschleunigende Rechtsanwältin, der MLP bereits mit absurden Äußerungsverboten Knüppel zwischen die Beine zu werfen versucht hatte, durfte heute nunmehr den dritten ominösen Zwischenfall mit ihrem Pkw innerhalb von 9 Monaten verzeichnen. (more…)
Viele Menschen haben so wenig Geld, dass es nicht einmal zum Essen reicht. Armut ist auch in Deutschland weit verbreitet. Manager bei Siemens haben die Leute hingegen Probleme mit dem Schleppen des Schmiergeldes. Die Fnancial Times Deutschland zitierte den früheren Siemens-Manager Heinz Keil von Jagemann, der große Mengen von Bargeld und Überweisungsträgern in schweren Pilotenkoffern ins Nachbarland brachte, mit den Worten:
“Ich hätte mir fast einmal einen Rückenschaden zugezogen.”
Auch wem die Korruption und die bei Siemens üblichen 30% Schmiergeld bekannt sind, kann da schon mal die Spucke wegbleiben. Wenn das ein Kabarettist gebracht hätte, hätte das Publikum das wohl für viel zu dick aufgetragen gehalten.
Bei der Beschlussfassung darüber, ob das ordnungsgemäße Verhalten der Geschäftsführung durch eine externe Sonderprüfung überprüft werden sollen, dürfen Vorstand und Aufsichtsrat vernünftigerweise nicht mit abstimmen.
Auf der Volkswagen Hauptversammlung wurde ein Antrag auf eine Sonderprüfung durch die Wengert AG aus Singen gestellt. Ein “Aktionär aus Salzburg” stellte daraufhin den Antrag, mit der Sonderprüfung ausgerechnet die mit der problemlosen Prüfung des mit dem Vertrieb von “Luftbohrmaschinen” berühmt gewordenen Unternehmens Flowtex berühmt gewordene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu beauftragen. Cleanstate hat zu dem bezeichnenden Vorgang nachfolgende Pressemitteilung herausgegeben:
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| Demnächst pleite? |
Staatliche Transferzahlungen an Bedürftige und Leistungen wie eine staatliche Krankenversicherung werden von den Reichen und Mächtigen in den USA gerne unter Hinweis auf die größere Effiziens des Marktes als Vorstufe zum Kommunismus gebrandmarkt. Rainer Sommer berichtet heute auf telepolis, dass die US-Investmentbank Bear Stearns offenbar gerade von der Federal Reserve mit schlappen 200 Mrd Dollar vor der eigentlich anstehenden Pleite gerettet wurde. Diese Summe entspricht grob etwa der Hälfte des deutschen Bundeshaushaltes.
Wer etwas weiter denkt, erkennt schnell, dass es den Machthabern der USA noch nie um einen idealistischen Wertekonflikt zwischen staatlicher Wirtschaft versus Marktwirtschaft gegangen ist. Nimmt man die Höhe der gerade von konservativen Bankern verschenkten Transferzahlung an die hungerleidenden Banker von Bear Stearns zum Maßstab, so dürften die USA nun wohl zukünftig die “Kommunisten Staaten von Amerika” genannt werden. Aber darum ging es noch nie. Es ging den Machthabern stets nur darum, ihren persönlichen Reichtum mit allen legalen und illegalen Methoden zu mehren und sich dabei der Strafverfolgung stets erfolgreich zu entziehen.
Am 19. Febraur fragte Mein Parteibuch, wer bloß Juergen Grossmann sein mag und berichtete davon, dass die auf den Cayman Islands ansässige Tochter der Schweizer Bank Julius Bär der Whistleblower-Seite Wikileaks den DNS Service abschalten lassen hat. In der Begründung behauptete die Bank Julius Bär sinngemäß in etwa, die bei Wikileaks eingestellten Dateien seien gefälscht, von einem ehemaligen leitenden Angestellten Rudolf Elmer geklaut und Wikileaks verstieße mit der Veröffentlichung der Dateien gegen ein Urheberrecht, dass der Bank Julius Bär an den weit verbreiteten Dateien zustehe. Am 20. Februar legte die Bank Julius Bär noch einen drauf und ließ Wikileaks in den USA mit maximalem Streisand-Effekt praktisch komplett verbieten.
| Von geheimen Agenten infiltriert |
| (Quelle: De Morgen, 08.01.2008) |
Am 08.01.2008 brachte das in Belgien von der Van Thillo Familie herausgegebene Käseblatt “De Morgen” einen reißerischen Artikel, in dem behauptet wird, die vor ein paar Jahren mit einer Milliardenpleite abgetretene Spracherkennungsfirma Lernout & Hauspie sei von ausländischen geheimen Agenten infiltriert gewesen. Zentral bei der Milliardenpleite sollen irgendwelche ‘language development companies’ (LDC) und ein deutscher Topagent des Bundesnachrichtendienstes mit Namen Stephan Bodenkamp alias Christoph Klonowski gewesen sein. Während in Belgien zahlreiche Berichte über den Betrugsprozess erscheinen, findet die juristische Aufarbeitung der Pleite - wenn man einmal vom notorisch querulatorischen R-Archiv absieht - in Deutschland keinerlei Beachtung.
Was für ein Erfolg: Klaus Volkert bekam als erster Angeklagter in der Affäre VW keine Bewährung, sondern wurde von Richterin Gerstin Dreyer zu zwei Jahren und neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. In der Revision wird dann entschieden, ob er wirklich ins Gefängnis muss. Klaus-Joachim Gebauer bekam ein Jahr auf Bewährung.
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| Künstler muss sich unterwerfen |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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