Johnny vom Spreeblick ist auf eine prima Idee gekommen, um freie Musik einem breiteren Publikum vorzustellen. Im öffentlich-rechtlichen Fritz-Radio will er eine Sendung namens Trackback moderieren, die die Welt der Blogs auch Radiohörern näherbringt, die damit bisher nichts anfangen können. Radio lebt natürlich auch von Musik und so sollte es Creative Commons Charts für Musik geben. Die Verwendung von unter Creative Commons lizensierter Musik sollte es auch ermöglichen, Musik in die Podasts der Sendungen miteinzubinden, was bei Musik von der GEMA natürlich nicht möglich ist. Dass der deutsche Monopolist zur Vermarktung von Musikaufführungsrechten die Idee mit Creative Commons gar nicht gut findet, versteht sich von selbst. Dass aber nun ausgerechnet die Creative Commons Organisation selbst der Idee Steine in den Weg legt, finde ich schon ziemlich seltsam.
Bereits vor mehr als einem Jahr habe ich erklärt, dass für mich die Lizenzen der Musikindustrie inakzeptabel sind und mir deswegen keine Musikkonserven von der Musikindustrie kaufe. Erfreulich ist nun die Nachricht, dass es immer mehr Musiker gibt, die ihre Musik nicht von der Musikindustrie verlegen lassen. So ist zum Beispiel der Chaos Computer Club Regensburg gerade zum Musikverlag avanciert und vertreibt Musik unter dem Titel Pimp my Rights zu akzeptablen Lizenzen, die das Kopieren und Weiterverbreiten erlauben.
Nachdem die Lobyisten der Urheberrechtsverwerter, IFPI, wie von Mein Parteibuch berichtet, das preiswerte russische Musikportal allofmp3 durch rechtliche Schritte letztes Jahr intensiv beworben haben, scheint allofmp3 nun technische Probleme zu haben. (more…)
Die Gruppe Jazz up bietet auf ihrer Homepage Proben ihres Schaffens von kaum mehr als einer Minute Länge zum Download an. Komisch, dass niemand halbe Lieder hören will. Und weil niemand halbe Lieder hören will, kennt die Gruppe kaum jemand, und auch mit Präsenz im TV und im Radio ist es wohl eher Essig.
Die Grup Tekkan hat hingegen mit Wo bist Du mein Sonnenlicht ein ganzes Video einfach kostenlos zum Anschauen in die Tube gestellt. Darüber redet nun die ganze Welt und es wäre sicherlich nachvollziehbar, wenn Jazz up ein bißchen neidisch darauf wäre. Heute morgen hat dann ein Martin in Mein Parteibuch gleich zweimal dieselbe Werbung für Jazz Up als Kommentar reingeschrieben.
Dann bin ich trotzdem so nett gewesen und habe Martin erklärt, dass ich es sinnlos finde, auf die Webseite von Jazz up zu gehen, weil ich Geräusche nicht mag, die unter einer so befremdlichen Lizenz vertrieben werden, wo ich als Fan nachher noch damit rechnen muß, ins Gefängnis zu gehen, wenn ich die Musik kopiere. Stattdessen sauge ich mir Musik viel lieber ganz legal und kostenlos von Opsound.org.
Ach, hätte ich doch den Spam einfach nur gelöscht. Nun hat Martin von Jazz-up einen Fanbrief an Mein Parteibuch geschrieben: (more…)
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