Wie über die Energieversorger die Allgemeinheit um Milliardenbeträge abgezockt wird, wurde in Mein Parteibuch beispielsweise anhand von einem geplanten 37 Mrd Euro Kredit zur Übernahme von Endesa durch E.ON erläutert.
Die Partei Soziale Alternative für Gerechtigkeit hat eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, in der sie unter anderem die Überführung der Energieversorger in Gemeineigentum fordert:
In der Meldung des Heise-Tickers “Ex-Siemens-Manager legen Geständnisse ab” erfahren Leser, dass Manager des italienischen Energieversorgers ENEL eines ehemals für die Kraftwerkssparte von Siemens verantwortlichen Managers unfaire vier Prozent Schmiergeld haben, weshalb der heldenhafte Siemens-Manager die Auftragnehmer auf das bei Siemens übliche Niveau von einem Prozent Schmiergeld heruntergehandelt hat.
Der Stromkonzern E.ON erhält den größten Kredit aller Zeiten. (Schlaffe 37,1 Mrd. €)
WER BEZAHLT DIE ZINSEN? WOFÜR?
Wie der Stern und Heise.de unter Berufung auf einen Schriftsatz vom März 2003 für das Landesarbeitsgericht Nürnberg berichten, seien dem ehemaligen Abteilungsbevollmächtigten bei Siemens, Rudolf Vogel, “nur wenige Kraftwerksprojekte in den Regionen Südeuropa, Lateinamerika, Naher und Mittlerer Osten bekannt”, bei denen “nicht die Einschaltung Dritter mit entsprechenden Zahlungen erforderlich gewesen wäre”. (more…)
Wie soll die Politik auf die Ankündigung von Norsk Hydro reagieren, kerngesunde und morderne Aluminium-Betriebe in Hamburg und Stade zu schließen? Die Betriebe schreiben schwarze Zahlen und wären möglicherweise sogar eigenständig am Markt überlebensfähig. Dass der Eigentümer Norsk Hydro seine Schließungsabsicht mit zu hohen Strompreisen und Ökosteuer begründet hat, erweist sich als pures Ablenkungsmanöver. Norsk Hydro will die Betriebe auch nicht verkaufen, obwohl de Übernahmekandidaten angeblich Schlange stehen.
Tatsächlich geht es wohl darum, dass die Produktionskapazität der Werke vom Markt genommen wird, damit dem Werksneubau mit großer Kapazität im nahen Osten keine Konkurrenz gemacht wird. Wenn das so ist, halte ich die Besetzung und Beschlagnahme des Betriebes für legitim. Eigentum verpflichtet. Ich meine, die Politik dürfte in diesem Fall durchaus auch mal Sympathie für eine Betriebsbesetzung äußern.
Dass Strom in Deutschland zu teuer ist, habe ich auf meiner Stromrechnung auch schon gesehen. Ich habe deshalb der BEWAG zu meiner Stromrechnung an hübsches Danke-Schön-Schreiben geschickt. Wer die erhöhten Preise bis dato nicht zahlen kann, hat jedoch ein Problem.
Wenn man mal kein Geld hat, seine Stromrechnung zu bezahlen, dann kommt ein sogenanter Sperrkassierer vom Stromversorger zu Besuch und stellt den Kunden vor die Wahl: entweder bezahlen oder der Strom wird abgestellt. Wenn der Sperrkasssierer das, was man ihm geben kann, für zu wenig befindet, dann unterbricht er die Stromzufuhr im Zähler und verplompt ihn. Es wird trotz der überhöhten Preise dringend davon abgeraten, den Strom dann einfach zu klauen. Ein Kunde der EnBW hat den Rat beherzigt und keine Überbrückung des Zählers vorgenommen. Aber dass er stattdessen den Sperrkassierer erschossen hat, verbessert seine Lage nicht wirklich.
Warum steigen die Kosten der Stromerzeugung in Deutschland, wenn es in Süditalien und Südfrankreich eine Hitzewelle gibt?
Eine Hitzewelle führt unter anderem wegen größerer Leistungsaufnahme von Kühlgeräten und Klimaanlagen und vermehrtem Einsatz von Wasserpumpen zu Bewässerung von Pflanzen zu erhöhter Nachfrage nach Strom. Gleichzeitig (more…)
Über die viel zu hohe Stromrechnung der BEWAG vor einigen Tagen habe ich mich anscheinend so geärgert, dass ich vergessen habe, sie zu bezahlen. Deshalb habe ich heute nun eine Mahnung bekommen, die ich auch sofort bezahlt habe. Außerdem habe ich bei verivox power Strompreise verglichen und versucht, zu verstehen, was ich tun kann, um mich bei der BEWAG für dás Glückwunschschreiben zu meinem 16-jährigen Jubiläum als BEWAG-Kunde zu bedanken. Der Strompreis besteht ähnlich wie beim Telefon aus einer Grundgebühr, dem Grundpreis, und einem Arbeitspreis, also dem, was der Verbrauch dann kostet. Tendenziell ist das so, dass, je höher der Grundpreis ist, desto niedriger der Arbeitspreis sein sollte.
Nachdem ich bei verivox einiges geschaut habe, habe ich jedoch festgestellt, dass es Anbieter gibt, die sowohl im Grundpreis als auch im Arbeitspreis preiswerter als die BEWAG sind. Bei einem Wechsel zu solch einem Anbieter kann man also hoffentlich nichts falsch machen. Der Sinn von Ökostrom erschloß sich mir nicht, der Wasserkraftanteil an der Stromerzeugung, den es immer schon gab, wird da meiner Meinung nach einfach nur als Ökostrom mit einem Aufschlag für Gutgläubige zum Nutzen des Stromversorgers vermarktet.
Gerade drüber gestolpert: Wie bei N24 in Berufung auf den Spiegel zu lesen ist, wirft der Geschäftsführer des Verbandes Industrielle Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Alfred Richmann, dem Oligopol der deutschen Stromversorger -Eon, Vattenfall, RWE und EnBW - vor, die Strompreise durch künstliche Verknappung hochzutreiben. Schuld an den viel zu hohen und um 30% gestiegenen Strompreisen sei weder Ökosteuer noch Ölkrise. Die Preisexplosionen an der Leipziger Strombörse EEX von rund 32 Euro je Megawattstunde im vergangenen Jahr auf etwa 43 Euro seien durch “sachliche Gründe nicht zu rechtfertigen.” wird Alfred Richmann zitiert. Dass die hohen Strompreise Arbeitsplätze gefährden, belegt auch ein Artikel im Tagesspiegel.
Ausweislich meiner letzten Stromrechnung zahle ich bei der BEWAG Vattenfall zahle ich hingegen satte 188 Euro pro Megawattstunde. Zeit für das Bundeskartellamt mal den Finger rauszuziehen, meine ich. Und außer mir meinen das wohl auch meint auch der BGH und andere.
Meine Stromrechnung hat mich eigentlich nie viel interessiert, aber nun wollte ich sie hier kurz erwähnen. Und wo ich sie erwähnen wollte, ist mir eingefallen, dass Strom immer noch ein Politikum ersten Ranges ist und Transparency die Energiewirtschaft als die Branche mit der größten wahrgenommenen Korruption ausweist. Und weil ich mich mit Strom auch noch etwas auskenne, ist da nun ein zeimlich langer Artikel draus geworden. (more…)
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