Wie die Schweizer Tagesschau vorgestern berichtete, hat der Bundesrat der Schweiz auf Bitten der USA eine “Aktion Reißwolf” angeordnet, mit der Akten zu einem Strafprozess wegen Schmuggels von Atomtechnologie nach Libyen frisiert wurden.
Am 19. Febraur fragte Mein Parteibuch, wer bloß Juergen Grossmann sein mag und berichtete davon, dass die auf den Cayman Islands ansässige Tochter der Schweizer Bank Julius Bär der Whistleblower-Seite Wikileaks den DNS Service abschalten lassen hat. In der Begründung behauptete die Bank Julius Bär sinngemäß in etwa, die bei Wikileaks eingestellten Dateien seien gefälscht, von einem ehemaligen leitenden Angestellten Rudolf Elmer geklaut und Wikileaks verstieße mit der Veröffentlichung der Dateien gegen ein Urheberrecht, dass der Bank Julius Bär an den weit verbreiteten Dateien zustehe. Am 20. Februar legte die Bank Julius Bär noch einen drauf und ließ Wikileaks in den USA mit maximalem Streisand-Effekt praktisch komplett verbieten.
Jedes Land auf dieser Welt hat sein Kreuz zu tragen. Einige mussten mehrfach vor deutschem Größenwahn zu Kreuze kriechen und andere benutzen das Kreuz wie ein Schwert, oder haben gar mehrere darin verborgen. Kreuz ist normalerweise etwas, was man sich nicht aussucht sondern aufgelastet bekommt.
Der lustige United States District Richter Jeffrey S. White hat eine zweite juristische Attacke gegen das Whistleblower-Wiki Wikileaks gestartet. Nachdem der Streisand-Effekt mit dem simplen Verbot der Namensauflösung von wikileaks.org langsam aber sicher einsetzt, beglückte Euer Ehren Scherzbold zwischenzeitlich alles und jeden, der bei Wikileaks Daten verändern könnte, (”anyone else with access to modify the website”) mit einer neuen fröhlichen Anordnung, die den Betreibern von Wikileaks seiner Anordnung folgend offenbar an die mit seiner letzten Anordnung dekonnektierte E-Mail-Adresse bei wikileaks.org zugestellt werden soll.
Nur wenige Monate nachdem Sebastian Wieschowski im Rheintaucher von seiner Recherche-Reise in die Schweiz berichtete, hat auch Spiegel Online einen Artikel von Sebastian Wieschowski zur Schweizer Webabzocke gebracht. Dafür, dass Spiegel Online die Geschwindigkeitsvorteile des Internets gegenüber dem Print-Bereich damit voll ausgereizt hat, gebührt Mathias Müller von Blumencron sicher großes Lob.
Schon vor über einem Jahr hat der Schweizer Journalist Christian Bütikofer sich des unerfreulichen Themas Webabzocke aus der Schweiz im Schweizer Tagesanzeiger unter dem Titel “Nepp im Web: «Ermittlungsverfahren läuft seit Monaten»” angenommen. Christian Bütikofer berichtet, dass Petra Lehmann vom Dienst für Wirtschaftsdelikte der Kriminalpolizei Zug bestätigte, dass gegen die Firma IFK Holding AG (früher IFK Institut für Konsumforschung AG) seit Monaten ein Ermittlungsverfahren läuft.
Nachdem Mein Parteibuch zur Abofalle Movie-Tester der Avansyst AG und Verwaltungsrat Jürg Kramer schon mal ein bisschen googelt hat, wies ein Kommentator inzwischen darauf hin, dass auch in einer neuen dubiosen Geschichte mal wieder ein Jürg Kramer mitmischt. Bei Presseanzeiger.de wird erklärt, dass ein Jürg Kramer als Vorstandsvorsitzender einer Schweizer Firma “Ask AG” eine Webseite unter umfragenscout.com betreibt. Mit den in Deutschland berüchtigten Scout-Marken hat die da vorgestellte Masche vermutlich aber nichts zu tun.
Mein Parteibuch fragt sich, wie jemand dazu kommt, eine “Setup-Gebühr” von 99 Euro für die Aufnahme in ein Adressengrab zu verlangen oder freiwillig zu bezahlen.
Heute bin ich zur Abwechselung mal mit einem unerbetenen Werbeanruf aus der Schweiz belästigt worden. Frau P. rief mich im Namen von Glennfield Financials aus Zürich an, um mir eine noch nicht ausgegebene Aktie von einer Firma namens Raisel Technologies aus Kanada zu empfehlen.
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