In der ganzen Welt ärgern sich Machthaber in Diktaturen darüber, dass es im Internet für jedermann frei zugänglich Informationen gibt. Besonders gefährlich sind die Archive, denn wenn von Machthabern eine Version des Zeitgeschehens einmal als wahr veröffentlicht wurde, kann die Geschichtsschreibung von Diktaturen später nur unter erheblichen Glaubwürdigkeitsverlusten korrigiert werden.
Die Gebühreneintreiber für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben in in jüngster Zeit wenig ausgelassen, um sich in der real existierenden deutschen Demokratie noch unbeliebter zu machen als es die Stasi in der DDR je war.
Wenn heute berichtet wird, dass in China 25 Begriffe zum Parteitag gesperrt worden seien, dann muss sich die chinesische Führung sagen lassen, dass sie da bis zur Weltspitze noch einiges zulegen muss, denn das kann in Deutschland schon allein die GEZ mit den 28 Begriffen wie “GEZ-Gebühren”, die Akademie.de jüngst verboten werden sollten, locker toppen.
Anlässlich des Löschens der Webinhalte zum ZDF-Beitrag “Heiler statt Arzt?” von Joachim Bublath nach Massenprotesten von Gläubigen und Profiteuren der Paramedizin hat der Chefredakteur von Zeit-online, Gero von Randow, etwas bemerkenswertes zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk öffentlich geschrieben:
Die öffentlich-rechtliche Struktur eines Senders garantiert mitnichten, dass die journalistische Ethik durchgehalten wird.
Nachdem die Rundfunkgebührenpflicht für Internetnutzer nun traurige Realität ist, beschreitet die Unterhaltungsindustrie mutig weiter den Weg, sich bei immer größeren Teilen der Kundschaft unbeliebt zu machen. Über ein digitales Rechte-Management für das TV-Signal soll es nun strafbar werden, TV-Sendungen gegen den Willen der Content-Industrie aufzuzeichnen.
Letztens sind wir alle noch von der Staatsanwaltschaft informiert worden, wie die GEZ die von ihr erhobenen Zwangsgebühren im Puff verfeiert hat. Und nun ist in Köln Karneval.
Offener Brief an die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer
Roland weist auf der Webseite Vereine in Not darauf hin, dass die widersinnige und lebensfremde GEZ-Gebühr für internetfähige PCs existenzbedrohend für viele Vereine werden kann. Besonders lobenswert finde ich, dass Roland in die SPD eingetreten ist, und nun als Genosse beabsichtigt, unserem Parteivorsitzenden Kurt Beck und dem Rest des Vorstandes zu sagen, was er von der Gebühr der GEZ auf PCs hält.
Da der Protest inzwischen erste Wirkung zeigt, wollen sich die Regierungschefs der Länder am Mittwoch, dem 18. Oktober, in Bad Pyrmont treffen, um noch einmal über die Einführung der bereits beschlossenen widersinnigen und lebensfremden GEZ-Gebühr auf alle internetfähigen Computer zu beraten, worunter beispielsweise auch Geldautomaten fallen. Wie PC-Protest mitteilt, findet am 15.10.2006 in Bad Pyrmont eine Domonstration gegen die zum 01.01.2007 geplante Einführung von GEZ-Gebühren auf Computer statt.
Am 16.03.2005 hat die SPD-Abgeordnete Birgit Kipfer im Landtag von Baden-Württemberg die Position der Südwest-SPD erläutert und die Pflicht zur Zahlung von Fernsehgebühren auf Handys und andere Internetgeräte als gerechtfertigt bezeichnet, was im Landtagsprotokoll (pdf 471 kB) auf Seite 6225 (27 von 80) nachzulesen ist: (more…)
Die Proteste unterschiedlichster Formen und Richtungen gegen die bereits beschlossene Einführung der Rundfunkgebühren auf PCs zeigen offenbar erste Wirkung. Nach Heise berichtet nun auch Golem unter Bezug auf einen Artikel im rechten Käseblatt Der Spiegel, dass sich die Rundfunkreferenten der Länder und der Justiziare von ARD und ZDF auf Gebühren wie für ein Fernsehgerät (17,03 Euro monatlich) auf PCs verzichten wollen und dafür nun für PCs Gebühren wie für ein Radio (5,52 Euro monatlich - auch wenn das Käseblatt Der Spiegel 5,53 Euro schreibt) verlangen wollen. (more…)
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| Ratloser Vmann |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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