Dass die Tagesschau randvoll gestopft ist mit Propaganda, wurde hier schon oft im Detail nachgewiesen. Üblicherweise betreibt die Tagesschau ihr Geschäft der Meinungsmanipulation so subtil, dass viele Konsumenten gar nicht merken, wie die Tagesschau die Wahrheit im Sinne der Transatlantiker systematisch mit einem Spin nach Rechts verdreht.
Christian Thiels macht es im Tagesschau Blog anders. Nachdem Christian Thiels dem deutschen Publikum die Kriege der westlichen Wertegemeinschaft gegen Irak und Afghanistan mit Reportagen vor Ort schmackhaft gemacht hat, schiebt er nun wieder Dienst an der Heimatfront. Sein Artikel “Der Krieg und die Linke” zur Vorstellung des Positionspapieres der Linken zur NATO durch Monika Knoche und Paul Schäfer ist so platte Propaganda, wie man sie sonst nur von der Bildzeitung kennt.
Anstatt die Bevölkerung endlich an prominenter Stelle darüber zu informieren, dass die Tagesschau in Gleichschaltung mit praktisch allen anderen westlichen Medien sie über den georgischen Angriffskrieg belogen hat, versucht die Tagesschau heute in der Topnachicht mal wieder mit platter antirussischer Hetze Stimmung zu machen:
Der russische Präsident Dmitri Medwedjew hat einen weiteren Schritt unternommen, die Amtszeit des Präsidenten von jetzt vier auf sechs Jahre zu verlängern. … Oppositionsführer Boris Nemzow sprach von einer “extrem gefährlichen” Entwicklung. “Sie zielt auf die Bewahrung des Putinismus”, sagte er. Putinismus definierte er als “Korruption, Inflation und internationale Isolation”.
Ja, und? Die Bevölkerung Ruslands könnte sich einen Präsidenten wählen, der ihr genehm ist. So ist das in einer Demokratie. Die andauernde Hetze der Tagesschau ist erbärmlich, peinlich, mit einem Wort, einfach ekelerregend.
Ulrich Clauß ist Leitartikler bei der Welt und hat am 08.11.2008 einen Artikel “Das Internet als Kampagnenmaschine und Desinformationsquelle” im Internet veröffentlicht. Was Ulrich Clauß da geschrieben hat, ist einfach nur noch peinlich. Erstmal schreibt er:
“Unter einer dünnen Schicht redaktionell abgesicherter und namentlich verantworteter Marken-Informationsangebote besteht der weitaus größte Teil der Internetinhalte aus anonymem Meinungswissen, Gerüchten, übler Nachrede und mehr oder weniger professionell organisierter Desinformation.”
Stimmt. Genau deshalb genießt die Welt ja auch so wenig Glaubwürdigkeit. Aber natürlich erwartet auch niemand, der halbwegs bei Verstand ist, von Springers Bild für Intellektuelle ernsthaften Journalismus.
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| Wer ist hier arbeitslos? |
| CC 2008 Urs1798 |
Roger berichtete heute Neues aus der Anstalt, äh, falsch, Arbeitsagentur sagt man ja nun. Die Deutsche Wochenschau, äh falsch, Tagesschau sagt man ja nun, berichtete heute, dass die Arbeitslosenzahl im Oktober 2008 unter Drei-Millionen-Marke gesunken sei und zog nach:
“Bundesarbeitsminister Olaf Scholz sagte, das Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke sei “ein trotziges Signal der Zuversicht” angesichts der vielen schlechten Meldungen von Banken und Börsen.”
Hurra, bald ist nun wohl der Endsieg im Krieg gegen die Arbeitslosen erreicht. Folker Hoffman glaubt nicht daran. Er kommentiert die heutige Sondermeldung trocken:
“Nach Stalingrad gab es keine Sondermeldungen mehr. Die Kriegslügen waren zu offenbar, als das die Menschen ihnen noch Glauben schenkten.”
Da schau her, angebliche Sparzwänge können auch positive Effekte haben. Bei den Ruhrbaronen gab es gestern eine kleine Meldung, derzufolge die WAZ gerade beabsichtigt, die Nachrichtenagentur dpa zu kündigen. Das kann durchaus ernst gemeint sein, denn der verantwortliche Manager Ulrich Reitz hat das bei der Rheinischen Post schon mal gemacht. Heute steht das auch in der Welt. Nette Idee, für solche “nachrichtendienst-nahe” “operative Information” müsste jeder Leser eigentlich ein Schmerzensgeld bekommen. Und eigentlich müssten Zeitungen dafür bezahlt werden, wenn sie solche Propaganda drucken und sich mit sowas total lächerlich machen.
Aber der Unfug der dpa scheint teuer zu sein. Die WAZ will durch den Verzicht auf den Unfug gut vier Millionen Euro jährlich sparen. Da wird die dpa sich wohl etwas “verkleinern” müssen.
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| Haltet den Wahnsinn auf |
Die moralische Bankrotterklärung der transatlantischen Geheimdienstpostille “Die Zeit” ging gestern Mittag per dpa raus und trug den bemerkenswerten Titel “US-Neokonservative setzen sich von Irak-Krieg ab” (Screenshot). In der dpa-Meldung wird behauptet, der neokonservative Vordenker Richard Perle hätte zum Krieg gegen den Irak gesagt, er “hätte nie geglaubt”, dass sie “das so böse verpatzen würden”. Der von 2001 bis 2005 als “Under Secretary of Defense for Policy” eingesetzte Neocon Douglas Feith hat der Meldung zufolge gesagt, sie hätten “einen schrecklichen Preis bezahlt, aber nicht wegen des Krieges als solchen, sondern weil er so schlecht gelaufen ist”.
Was die einst führenden Neocons damit sagen wollen, macht die Aussage des Ex-Vize-Verteidigungsministers Paul Wolfowitz deutlich. Der dpa-Meldung zufolge sagte Paul Wolfowitz der Zeit nun, er sei “nicht der Drahtzieher” des Angriffs auf den Irak gewesen, sondern die Entscheidungen habe Kriegsminister Donald Rumsfeld getroffen. Paul Wolfowitz weiß dabei natürlich ganz genau, dass er mitverantwortlich ist für das von amerikanischen Kommentatoren mit Hitler’s “Mein Kampf” verglichene Strategiepapier “Rebuilding America’s Defenses“, wo zum Beispiel über ein neues Pearl Harbour als Katalysator zur Rechtfertigung höherer Rüstungsausgaben nachgedacht wurde. Das sieht schon ein wenig sehr deutlich danach aus, als würde Paul Wolfowitz bereits jetzt seine Verteidigung medial vorbereiten für den Fall, dass er nach den Wahlen in den USA zusammen mit seinem Präsidenten, seinem Vizepräsidenten und seinen Komplizen vom Project for a new American Century angeklagt wird wegen Massenmord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Vorbereiten und Führen zweier Angriffskriege.
Wenn Claus Christian Malzahn sich im Rechts-außen-Propagandablatt “Der Spiegel” über die Politik so richtig ärgert, dann kann man gemeinhin davon ausgehen, dass irgendein Politiker ausnahmsweise mal eine vernünftige Entscheidung getroffen oder was richtiges gesagt hat. Den Artikel “Cem Özdemir: Die Rache des Pietcong” hat Claus Christian Malzahn so hetzerisch geschrieben, dass man auf eine Glanzleistung der grünen Basis schließen kann.
Als Herbert Wehner seine aus Pietät und Vietcong gebildete Wortkreation Pietcong einst erschuf, klang das durchaus nach einem Kompliment. Auch wenn er die Frömmigeit seines Parteifreundes Erhard Eppler nicht besonders mochte, so konnte er dennoch seine Kampfeskraft als Guerilla-Kämpfer für die gerechte Sache bewundern. Schließlich hat der vietnamesische Widerstand einem fürchterlichen Angriffskrieg der USA getrotzt.
Aus dem Munde des bekannten Grünen-Bashers und Amerika-Freundes Claus Christian Malzahn ist die Bezeichnung der grünen Basis von Baden-Württemberg als pietistische Version der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams nichts weiter wie eine platte Beleidigung.
Und darum geht’s: Die grüne Basis von Baden-Würtemberg hat dem grünen Politiker Cem Özdemir keinen sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl 2009 gegeben.
Manche Menschen aus China haben eine lose Zunge. Für im Ausland lebende Chinesen kann das gefährlich werden. Das gilt ganz besonders dann, wenn sie Deutsche in ihrer Ehre kränken. Denn anders als in China, wo es eine einigermaßen funktionierende Rechtsprechung und ein vergleichsweise freizügiges Äußerungsrecht gibt, herrschen in Deutschland strikte Zensur und blanke Willkür.
Im Weblog Blöde Geschichten gab es kürzlich einen kurzen Artikel mit Titel “Die deutsche Päpstin des Verbietens”. Dort wurde mit einem Link darauf hingewiesen, dass die “Vorsitzende der 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln”, Margarete Reske, 3. Stellvertreterin des Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes Nordrhein-Westfalen e.V. ist. Dort ist sie laut Webseite des DRB NRW, auf der auch ihr Foto gezeigt wird, neben der Mitgliederwerbung unter anderem zuständig für “Juristenausbildung” und “Rechtskundeunterricht”.
Hoffentlich ist das nur ein “Schreibfehler”. Wer sich nun fragt, wo dabei der Witz ist, dem sei ein heute bei Telepolis erschienener Artikel empfohlen, in dem es um “Das Landgericht Köln und das Geheimnis der E-Mails” geht.
Bekanntlich ist der Spiegel eines der wichtigsten Propaganda-Outlets der Jünger der transatlantischen Freundschaft in Deutschland. Um sich die schönen Erfolge bei der Gehirnwäsche der Bevölkerung nicht kaputtmachen zu lassen, löscht der Spiegel bekanntlich in seinem Internet-Forum alle Beiträge, die ein auch nur annähernd realistisches Bild der USA und ihrer Freunde zeichnen. Im Forum Spontanum haben sich einige Forumsteilnehmer zusammengeschlossen und entwickeln Strategien gegen die beim Spigel übliche Zensur. Nachdem bisherige Briefe leider nur unbefriedigende Ergebnisse brachten, hat das Action Board des Forum SPONtanum nun dem gerade frisch eingesetzten Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe geschrieben. Auch Mein Parteibuch veröffentlicht das schon bei Spiegelkritik online gestellte Schreiben gern.
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