Wie die Schweizer Tagesschau vorgestern berichtete, hat der Bundesrat der Schweiz auf Bitten der USA eine “Aktion Reißwolf” angeordnet, mit der Akten zu einem Strafprozess wegen Schmuggels von Atomtechnologie nach Libyen frisiert wurden.
In den deutschen Massenmedien werden Libyen und sein Staatschef Muammar Gaddafi seit Jahrzehnten geradezu als der Inbegriff des bösen Terrorstaats dargestellt. Immer wieder wird dabei auf das Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 verwiesen, bei dem 270 Menschen starben und die Schuld Libyens angeblich zweifelsfrei festgestellt worden sei und durch Libyen durch Zahlung von mehr als zwei Milliarden Dollar Kompensation für das Handeln seines nachrichtendienstlichen Vertreters eingestanden worden sei.
Das ist erstaunlich, denn seit Jahren ist klar, dass der Prozess gegen die angeblichen Attentäter, mit dem die Schuld Libyens “zweifelsfrei” festgestellt wurde, in wesentlichen Punkten gravierende Unstimmigkeiten aufweist. Mit der nun bekanntgewordenen Zeugenaussage von Ulrich Lumpert von der Firma Mebo wird nun deutlich, dass das Einzige, was der Prozess gegen die Lockerbie-Attentäter bewiesen hat, die Verkommenheit von Polizei und Justiz ist.
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