Eines der bemerkenswertesten Untersuchungsergebnisse des als Goldstone-Report bekannten UN-Berichtes über die in Zusammenhang mit der Operation Cast Lead stehenden Menschenrechtsverletzungen ist die Feststellung zum Missbrauch von Zivilisten als menschliche Schutzschilde. Mit dem Kapitel enttarnte die UN-Kommission eine besonders dreiste und schamlose Lüge der zionistischen Propaganda, die an vielen Stellen behauptet hat, die Widerstandskämpfer der Hamas würden “regelmäßig” das Verbrechen begehen, Palästinenser als menschliche Schutzschilde missbrauchen und deswegen kämen bei den israelischen Militäroperationen gegen die Hamas eben viele Zivilisten ums Leben. Die Untersuchung durch die UN ergab das glatte Gegenteil.
Die von Richter Goldstone geleitete UN-Kommission hat einerseits herausgefunden, dass die Widerstandsbewegungsbewegungen in Gaza Zivilisten nicht als menschliche Schutzschilde benutzt haben, und andererseits herausgefunden, dass die israelische Armee palästinensische Zivilisten hingegen als menschliche Schutzschilde missbraucht hat. Die UN-Kommission hat weiterhin herausgefunden, dass der Tod und das Leid möglichst vieler palästinensischer Zivilisten nicht darauf zurückgeht, dass sie von der Hamas als menschlichlie Schutzschilde missbraucht werden, sondern dass größtmögliches Leid unter der Zivilbevölkerung zu verursachen als Kernbestandteil der von der israelischen Führung angewendeten verbrecherischen Dahiya doctrine geplant und gewollt ist.
Auch in der noch jungen Piratenpartei gibt es offenbar so etwas wie eine “Mossad-Fraktion“. Stefan “Aaron” König forderte gerade eben mal als Vorstandsmitglied der Piratenpartei gegenüber der taz, dass bezüglich der Unterwerfung des Iran “alle Mittel eingesetzt werden - von drastischen Wirtschaftssanktionen bis hin zur gezielten Zerstörung des iranischen Nuklearpotenzials.” Also kurz und knapp, Stefan König, der hervorragende Kontakte nach Israel hat, fordert einen Angriffskrieg gegen den Iran, und das, nachdem das gerade kurz zuvor besprochen wurde, dass die Befürwortung eines Angriffskrieges gegen den Iran keinesfalls die Position der Piratenpartei ist.
Herrje, sind die verbrecherischen Kriegsherren der USA peinlich. Da haben sie den Irak überfallen, mal eben so über den Daumen eine Million Menschen umgebracht, dabei den Kampf gegen den irakischen Widerstand verloren, Billionen an Dollar versenkt, und nun jammern sie darüber, dass sie im Irak keiner mehr leiden kann und die US-Agenten im Hunderterpack von den Wahllisten im Irak fliegen.
Wie wäre es zur Abwechselung mal mit einer klaren und vernünftigen Position zu Afghanistan, beschlossen von der UNO und zustimmend zitiert von der Regierung, direkt im deutschen Bundestag:
Wir verlangen den sofortigen, bedingungslosen, und totalen Rückzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan um dem afghanischen Volk zu ermöglichen, eine ihm genehme Regierungsform zu bestimmen und sein ökonomisches, politisches und soziales System ohne Intervention, Subversion oder Zwang von außen zu wählen.
Na also, geht doch! Auch im Bundestag wird manchmal eben von der Regierung ein im Grunde doch recht vernüftiger Satz gesprochen.
Wäre es nicht so tödlich ernst, könnte man darüber herzlich lachen. Vor zwei Wochen noch hat Mein Parteibuch erklärt, dass es dem Frieden im Irak dienlich wäre, wenn die rund 500 Kandidaten, die von der “Kommission für Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit” von den anstehenden Parlamentswahlen ausgeschlossen wurden, weil sie im Verdacht stehen, der Baath-Partei von Saddam Hussein nahestehen, an den Wahlen teilnehmen dürften.
Kaum stand das im Parteibuch, setzte der zur ehrenwerten Gesellschaft der USA gehörende Vizepräsident Joe Biden seinen Allerwertesten Marsch in Bewegung Richtung Irak und machte da den ganzen Einfluss der USA geltend, damit die angeblich der Baath-Partei nahestehenden Kandidaten an den Wahlen teilnehmen dürfen.
Dabei hatte Mein Parteibuch den gar nicht gemeint. Joe Biden ist nun wirklich der Allerletzte, dessen “Ratschläge” irgendjemand im Irak gebrauchen könnte.
Wie die Mainstream-Medien mitteilen, hat die US-Armee nahe der Autobahn 67 zwischen dem Viernheimer Dreieck und der Anschlussstelle Lorsch einen Hubschrauber vom Typ Black Hawk UH 60, von dem die USA gerade trotz heftiger Proteste aus China sechzig Stück an die chinesische Separatisteninsel Taiwan liefern wollen, abgerüstet.
Pakistan hat nun den Preis genannt, den die USA bezahlen müssen, um in Afghanistan weiter Krieg führen zu können. Der erste Satz eines Artikels in der Financial Times mit Titel “Pakistan intelligence offers key to Taliban” von gestern lautet:
Pakistan`s security establishment, which wields influence over the Afghan Taliban, says it is ready to facilitate talks to end the Afghanistan conflict in return for greater US backing in its competition with India for regional influence.
Direkt übersetzt ins Deutsche lautet der Satz:
Das pakistanische Sichehrheits-Establishment, das Macht und Einfluss über die afghanischen Taliban ausübt, sagt, es sei zu Gesprächen über die Beendigung des afghanischen Konflikts bereit, wenn die USA im Gegenzug größere Unterstützung im Wettbewerb mit Indien über regionalen Einfluss leiste.
Ohne Kenntnisse über Hintergründe ist der Satz in seiner ganzen Tragweite trotzdem schwer zu verstehen und aus der Diplomatensprache in Klartext zu übersetzen. Mein Parteibuch beleuchtet deshalb nachfolgend zunächst einige Hintergründe zum “bewaffneten Konflikt” in Afghanistan und übersetzt dann diesen Satz in für jederman verständlichen Klartext.
Die Besatzer von Afghanistan sind angesichts des teuren und nicht zu gewinnenden Krieges inzwischen völlig verzweifelt und so kommen nun endlich mal vernünftige Vorschläge zur Beendigung des Krieges auf den Tisch. Lobenswert tut sich dabei nun ausgerechnet der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hervor. Er fordert, Taliban mit einem Aussteiger-Programm zu finanzieren und den Menschen so eine wirtschaftliche und soziale Perspektive zu geben. Und natürlich soll auch mehr Verantwortung für die Sicherheit in die Hände der Afghanen gelegt werden. Wer sagt’s denn, es geht doch.
Man mag die Baath-Partei im Irak nicht mögen. Und es gibt angesichts dessen, dass die Baath-Partei unter ihrem inzwischen zum Schweigen gebrachten Führer Saddam Hussein zahlreiche schlimme Verbrechen begangen hat, zahlreiche gute Gründe die sich selbst als sozialistisch gesehende Baath-Partei nicht zu mögen. Andere Menschen meinen jedoch, beispielsweise die Rechte der Frauen seien früher besser gewesen als jetzt. Man kann verstehen, dass die Baath-Partei im Irak seit der Eroberung des Irak durch die Koalition der Willigen illegal gemacht worden ist, um das zusammengeraffte Staatsvermögen zu beschlagnahmen. Wenn man aber nun Frieden im Irak möchte, dann ist es ein großer Fehler, Menschen, denen eine Verbindung zur Baath-Partei nachgesagt wird, von den anstehenden Wahlen im Irak auszuschließen.
Toll ist das Leben bei der Bundeswehr. Da kann man was erleben, zum Beispiel eine Reise ins das wunderbare islamische Emirat Afghanistan. Und Spaß macht es. Die deutsche Truppe ist für den höchsten Bierverbrauch von ganz Afghanistan bekannt. Wer eine sadistische Ader hat, kann sie in Afghanistan voll und ganz ausleben. Was gibt es schöneres, als Dutzende von Kindern mit 500-Pfund-Bomben ins Jenseits zu befördern? Viel Spaß macht es Sadisten sicher auch, Kinder nachts aus ihren Häusern zu holen und sie gleich an Ort und Stelle an die Wand zu stellen.
Und wenn Afghanen sich über das Verhalten der Besatzer beschweren und demonstrieren gehen, erschießen Sie sie einfach, genauso wie Sie das mit Leuten tun, die sich an von Ihnen zur Schikane der Bevölkerung eingerichteten Checkpoints nicht devot genug verhalten. Die Leute in Afghanistan sind zwar stinksauer, aber Sie als Besatzer haben einfach die besseren Waffen. Ätsch.
Bei soviel Spaß hat es die Rekrutierungsabteilung der Bundeswehr natürlich einfach. Nachfolgendes Video zu den Karriereperspektiven von Besatzungssoldaten in Afghanistan zeigt die Rekruitierungsabteilung der Bundeswehr Ihnen vermutlich nicht. Es macht Ihnen aber bestimmt Spaß, es sich trotzdem anzuschauen.
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| Trautes Heim |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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