Eigentlich ist da ja nichts gegen einzuwenden, wenn die Bevölkerung eines Teilgebietes eines Staates einen eigenen Staat ausruft und so vor Ort sinnvollere Gesetze beschließen kann als es irgendwo in einer weit entfernten Hauptstadt geschehen kann. Wenn allerdings die Staatsmacht in dem frisch errichteten Staat dann als erstes Grenzposten aufbaut und die Bevölkerung quasi in ihrem Gebiet einsperrt, dann kann man durchaus verstehen, dass das dem einen oder anderen nicht gefällt.
Wie in der österreichischen Zeitung “Der Standard” zu lesen ist, haben Staatsanwälte am UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag jeweils 25 Jahre Haft für den ehemaligen UCK-Kommandeur und Ministerpräsidenten des Kosovos, Ramush Haradinaj, sowie zwei Mitangeklagte gefordert. In der deutschen Presse ist davon hingegen nichts zu lesen und auch sonst wenig über den Kosovo zu lesen. Richtig so, denn warum soll man auch die deutsche Bevölkerung mit Fakten zum Hintergrund des Einsatzes der derzeit rund 2500 Bundeswehr-Soldaten im Kosovo verunsichern!
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