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| Abgefärbt |
| CC 2008 Urs1798 |
Heute gab es mal wieder eine lustige Ankündigung der Firma Microsoft. Nach anderen US-Firmen möchte nun auch Microsoft, dass Unternehmen aus aller Welt zukünftig das “Internetbetriebssystem” Microsoft Azure nutzen und ihre Daten auf Servern von Microsoft ablegen und verarbeiten.
Gespannt darf man schon jetzt sein, wie die Firma aus dem Reich des Bösen, die bisher vor allem in ihrer “FUD” genannten Kommunikationsstrategie Exzellenz bewiesen hat, demnächst um das Vertrauen der Menschen buhlen wird.
Das proprietäre Multimedia-Format Flash der Firma Adobe Systems, mit dem sich lustige Videos auf Plattformen wie Youtube und Google-Video anschauen und in Webseiten einbinden lassen, gehört zu den größten Ärgernissen der derzeitigen Internet-Landschaft.
In der proprietären Adobe-Software Flashplayer, die zum Abspielen der in Flash programmierten Multimedia-Inhalte notwendig ist, wurde konsequent das Prinzip umgesetzt, dass der Benutzer von der Software entmündigt wird. Einstellungen wie die Regulierung von Cache und die Erlaubnis zur Nutzung des Mikrofons lassen sich beim Flashplayer nur über die Webseite von Adobe vornehmen. Während Werbetreibende sich freuen, dass in Flash programmierte Reklame nicht einfach abgeschaltet werden kann, dürfen Internetnutzer sich darüber ärgern, dass sich der Flashplayer nicht stoppen lässt.
Zu allem Überfluss ist nun auch noch eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Flashplayer aufgetaucht, durch die Virenprogrammierer den eigenen Computer dadurch hijacken können, dass mit installiertem Flashplayer eine falsche Webseite aufgesucht wird. Das wirft glücklicherweise endlich mal in einem breiten Rahmen die Frage auf, wie sich Monstersoftware von Adobe bändigen lässt.
Vollverschlüsselte Festplatten führen bei Leuten, die von Berufs wegen ungebeten in fremde Wohnungen eindringen, um sich in Besitz der auf den Computern enthaltenen Daten zu bringen, zu Ratlosigkeit. Kriminelle Einbrecher und hausdurchsuchende Strafverfolger gehen bei Menschen, die Computer mit sämtlich vernünftig vollverschlüsselten Datenträgern verwenden, völlig leer aus. Sie können ihren Opfern dann zwar noch die Hardware klauen, aber überhaupt nichts damit anfangen.
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| USS Jimmy Carter |
In den letzten Tagen sind ja nun einige auf dem Meeresgrund verlaufende Telekommunikationskabel kaputt gegangen, die für den Anschuss des nahen Ostens an das Internet nicht unwichtig sind. Dadurch kam es in einigen Ländern der Region wie dem Iran, Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch in Indien zu Problemen mit der Internetverbindung. Insgesamt erweist sich das Internet allerdings als recht standfest. Die Verbindung von Mein Parteibuch nach Europa wird übrigens über die USA geroutet und ist deshalb bisher glücklicherweise nicht von den Störungen durch die Kabelschäden betroffen. Verlässliche Informationen zu den Störungen sind Mangelware.
Nachdem Dieter Wiefelspütz vor ein paar Wochen erklärt hat, dass die SPD demnächst bei der heimlichen Online-Durchsuchung einknicken will, hat es, wie bei Henlich zu lesen ist, gestern bei Brigitte Zypries schon mal einen Probelauf der deutschen Staatssicherheitsbehörden gegeben.
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| Bundesministerium der Lügen |
Wie IT-Sicherheitsexperte Fefe in seinem Weblog berichtet, verbreitet das Bundesinnenministerium in einem FAQ seit geraumer Zeit Fragen und Antworten zum Thema “Online-Durchsuchungen” auf seiner Webseite. Dass das Innenministerium zugibt, es gehe bei der heimlichen Online-Durchsuchung darum, die Rechner von investigativen Journalisten zu hacken, um mit einem Keylogger vor einer Hausdurchsuchung an deren Passwörter - beispielsweise für verschlüsselte Festplatten - zu kommen, war natürlich nicht zu erwarten, aber was das BMI da bietet, ist wirklich eine Klasse für sich. Fefe meint zu den Antworten des Innenministeriums zutreffenderweise, dass da “jede einzelne Antwort eine Lüge” ist.
Da die selbst von DAUs leicht erkennbaren Lügen inzwischen überall im Netz für Spott und Hohn sorgen und deshalb zu erwarten ist, dass das Bundesinnenministerium seine Lügen nun bald von der Webseite löscht, hat Mein Parteibuch sie im nachfolgenden dokumentiert:
Nachdem im Sommer der TOR-Admin Karsten N. ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten ist und im Herbst ein weiterer TOR-Admin Besuch vom BKA hatte, scheinen nun frostige Zeiten für deutsche Betreiber von Anonymisierungsdiensten anzubrechen. Wie auf or-talk zu lesen ist, durfte sich nun Mirko T. vor dem Amtsgericht Tübingen rechtfertigen.
Inzwischen scheint auch dem BKA klar gewordenzu sein, dass das Konzept der heimlichen Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner und staatlichem Hackerangriff zum Ausspähen von Passwörtern nicht nur rechtliche, sondern auch technische Probleme bei der Totalüberwachung missliebiger Personen mit sich bringt. Unlösbar scheint beispielsweise das technische Problem zu sein, mittels heimlicher Online-Durchsuchung an Passwörter eines Computers heranzukommen, der gar keinen Netzwerkanschluss hat.
Zum aktuellen Stand der Überwachungstechnik bietet beipsielsweise dieser gerade erschienene Heise-Artikel. Wo für die Computerüberwachung bereits ein Budget von gut 130 Millionen Euro zur Verfügung steht, muss dafür natürlich für profane technische Probleme eine Lösung her. Nun hat BKA-Präsident Jörg Ziercke Medienberichten zufolge “Remote Forensic Software” als überraschende Lösung für das Problem präsentiert. Das BKA soll demzufolge nicht nur heimliche Online-Durchsuchungen vornehmen, sondern auch auf das bewährte Mittel heimlicher Wohnungseinbrüche zurückgreifen.
Mitten im Sommerloch hat Angela Merkel die Maske fallen gelassen.
Die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda und jetztige Bundeskanzlerin ist in den letzten zwei Jahren durch intensives Nichtstun, angestrengtes Nichtssagen und wortreiches Positionsvermeiden Umfragen zufolge zur populärsten Politikerin Deutschlands geworden.
Nun, wo sich kaum noch jemand erinnert, wie sich Angela Merkel von der Dosenpfandministerin bis ins Bundeskanzleramt hochgemerkelt hat, hat Angela Merkel deutlich Position bezogen und erklärt, dass ihr die Möglichkeit von “Online-Durchsuchungen und ähnliches” für das BKA “am Herzen” liegt.
In einem hingemerkelten Bandwurmsatz sagte sie im ARD-Sommerlochinterview mit Ulrich Deppendorf folgendes:
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| Ein Sauzüchter sieht rot |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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