Andrea Ypsilanti verdient einen dicken Applaus. Sie war seit langem die erste SPD-Politikerin, die sich nicht bei total “verkommenen Journalisten” angebiedert hat, sondern gegen Springer, Bertelsmann und deren Speichellecker für eine bessere Politik gekämpft hat. Roland Koch hat die Wahl gewonnen. Andrea Ypsilanti hat dafür die Hochachtung all derer gewonnen, die für eine Politik kämpfen, die nicht von transatlantischen Herrschaftsclubs wie der Atlantikbrücke und Seilschaften wie der Tankstelle bestimmt wird.
Wenn ein zum heimlichen Sprachrohr der CIA mutiertes Kommunistenhasserblatt schreibt, Roland Koch könne sich auf einen einfachen Wahlkampf freuen, weil die SPD in Hessen einen “Hinterbänkler” zum Spitzenkandidaten machen wird, kann man getrost davon ausgehen, dass die SPD mit der Nominierung von Thorsten Schäfer-Gümbel eine vernünftige Entscheidung getroffen hat.
![]() |
| Herr Koch, bitte nehmen Sie Platz! |
| CC 2008 Urs1798 |
Nachdem es Jürgen Walter im Frühjahr noch gelungen ist, Dagmar Metzger vorzuschicken, hat Andrea Ypslilanti ihn nun durch ihre angekündigte Kandidatur zur Ministerpräsidentin gezwungen, selbst aus der Deckung kommen. Heute trat der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD im hessischen Landtag vor die Presse und erklärte öffentlich, er werde die hessische SPD-Parteivorsitzende Andrea Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin wählen.
Damit er da nicht so ganz alleine steht, hat er es geschafft, sich neben Dagmar Metzger noch zwei weitere SPD-Abgeordnete öffentlich zur Sabotage ihrer Parteivorsitzenden bekennen zu lassen: Carmen Everts und Silke Tesch. Damit ist nun offensichtlich, was bei näherem Betrachten schon lange kein Geheimnis mehr war: der in Seeheim geborene “Netzwerker” Jürgen Walter ist Roland Kochs bester Mann.
Mein Parteibuch berichtete gestern über www.wortbruch.info, eine verdeckte CDU-Kampagne gegen Andrea Ypsilanti, bei der einflussreiche CDU-Größen wie Bernd Ehinger und Nikolaus Schweickart eine wichtige Rolle spielen, freilich ohne dass auf der Kampagnenseite ihre Eigenschaft als CDU-Funktionäre offengelegt wird. Inzwischen gibt es weitere Lügen dieser generalstabsmäßig organisierten Hetzkampagne.
| Die Initiative |
| Quelle: www.wortbruch.info |
Nachdem die sympatische hessische SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti es gegen den Widerstände von Bild-Zeitung und verkommenen Journalisten endlich hinbekommen hat, den Saboteuren in der hessischen SPD den Kopf zu waschen, sich der Wahl durch die netten Leute der Linken vergewissert hat, eine Koalitionsvereinbarung mit den Grünen abgeschlossen hat, ist der brutalstmögliche Lügner Roland Koch am 4. November endlich reif für die endgültige Abwahl.
Nun ist genau zum strategisch günstigen Zeitpunkt die Webseite www.wortbruch.info wie aus dem Ei gepellt aufgetaucht, die Andrea Ypsilanti Wortbruch vorwirft, weil die SPD nicht nur bei sinnvollen Gesetzen gemeinsam mit der Linken abstimmt, sondern sich im Landtag auch zur Wahl als Ministerpräsidentin stellt. ““Kein Wortbruch in Hessen - Nehmen Sie Einfluss!” ist eine Bürgerinitiative besorgter Menschen.” steht auf der schicken Webseite und weiter heißt es “Wir, die Bürgerinnen und Bürger Hessens müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist!”
Es hätte alles so schön laufen können. Geschickt wurde zum Beleg des demokratischen Anliegens noch eine Suggestiv-Umfrage eingeflochten, derzufolge 72% nicht gut finden, wenn Andrea Ypsilanti sich mit den Stimmen der Linken wählen lässt. Wie viele Roland Koch “nicht gut” finden, wurde natürlich nicht gefragt. Viele Tausend Unterstützer kommen auf der Webseite zusammen, kostenlose Sticker mit der blauen Aufschrift “Kein Wortbruch in Hessen!” werden verteilt und dann greifen die bayerische Bild am Montag, der hessische Kochfunk und andere ähnlich seriöse Medien als Anwalt des kleinen Mannes den Massenprotest auf und machen richtig Druck.
Doch daraus wird nun wohl nichts. Denn nun wurde die Aktion als verdeckte Propaganda der CDU entlarvt.
![]() |
| Die Linke - Eiszeit |
Das Kunststück ist vollbracht. Die populärste Politikerin von Hessen, Andrea Ypsilanti, kneift und stellt sich im Parlament nicht der Wahl zur Ministerpräsidentin von Hessen.
Mein Parteibuch gratuliert den transatlantischen Seilschaften und Genossen wie Jürgen Walter, Johannes Kahrs, Peter Struck, Hubertus Heil, Susanne Kastner und Last-not-Least Dagmar Metzger zum wieder einmal gemeinsam mit der Springerpresse errungenen Sieg der Kanalarbeiter in der SPD über die Demokratie.
Der brutalstmögliche Lügner Roland Koch darf sich aufgrund seiner zahlreichen Fans in der SPD nun also Hoffnungen machen, Hessen mit seiner Tankstellen-Connection weiterhin ausbeuten zu können. (more…)
Dagmar Metzger haben die SPD-Fans des Kochschen Klüngels in Hessen also nun vorgeschickt. Ihr fällt nun als Kochs bester Frau die Rolle zu, dem verblüfften Publikum zu erklären, dass sie ihre Parteivorsitzende Andrea Ypsilanti im Landtag nicht zur Ministerpräsidentin wählen will. Der Grund dafür liegt auf der Hand: in der SPD möchten rechte Seilschaften ganz dringend, dass in Hessen nach dem Wahlsieg von Andrea Ypsilanti kein Politikwechsel stattfindet und Roland Koch weiter Ministerpräsident bleibt, damit ihr eigener Klüngel nicht auffliegt.
Bei der Landtagswahl in Hessen wurden in acht Orten NEDAP-Wahlcomputer eingesetzt. Der CCC hat dort Wahlbeobachter koordiniert und dabei trotz massiver Behinderungen bei der Ausübung ihres gesetzlich garantierten Rechtes zur Wahlbeoabachtung gravierende Probleme aufgedeckt. Noch gestern hat der CCC eine Presseerklärung zu den ersten Berichten der Wahlbeobachter herausgegeben:
| Ergebnis Hessen 08 | ||
| Partei | % | Sitze |
| CDU | 36,8 | 42 |
| SPD | 36,7 | 42 |
| FDP | 9,4 | 11 |
| Grüne | 7,5 | 9 |
| Linke | 5,1 | 6 |
Die beste Nachricht des gestrigen Wahlabends hat lange auf sich warten lassen: Roland Koch wurde abgewählt. Seine Tankstellen-Connection hat auch zusammen mit ihren Hilfstruppen von der hessischen Rechtsanwaltspartei FDP keine Mehrheit. Mit dem Einzug der Linkspartei in den Landtag von Hessen wurde verhindert, dass Roland Koch für seinen Wahlkampfgriff in die Nazikiste mit dem Ministerpräsidentenamt belohnt wurde.
Nun gilt es für die Spitzenkandidatin der SPD, Andrea Ypsilanti, Farbe zu bekennen.
Von Wolfgang Clement kann man halten, was man will. Viele Menschen halten spätestens seitdem er die Hartz-IV-Gesetze verbrochen hat nicht besonders viel von ihm. Dass Wolfgang Clement nach seiner Abwahl nahtlos in Aufsichtsräte von RWE & Co gerutscht ist, hat seiner Beliebtheit auch nicht gerade Flügel verliehen. Wofür Roland Koch steht, wissen die Menschen. Seine Tankstellen-Seilschaft beherrscht in Hessen die Justiz und deckt Kriminelle. Dass es Roland Koch trotzdem gelungen ist, mit seinem Griff in die Nazikiste die Schlagzeilen des Wahlkampfes in Hessen zu beherrschen, beweist nichts anderes als dass der Journalismus in Deutschland hoffnungslos verkommen ist. Man kann sich nun gut vorstellen, wie die Wahlkampfstrategen der SPD gegrübelt haben, wie sie es schaffen, ihrem Wahlkampfthema Energiepolitik trotzdem Aufmerksamkeit zu verschaffen.
![]() |
| Urlaub |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
[23 queries. 1.396 seconds. 10 level2 caches. Top ]