Aus dem Buch “Der Marionettenstaat” von Günter Hannich stammt ein kurzer fiktiver Text mit Titel “Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an - ein Szenario?” Das beginnt so:
Stellen Sie sich folgendes fiktives Szenario vor:
Es treffen sich die reichsten und mächtigsten Personen um zu beraten, wie man das einfache Volk besser kontrollieren und ausbeuten kann.
Der mächtigste Teilnehmer eröffnete die Runde:
“Meine Damen und Herren, es geht heute um ein neues Programm, mit dem Ziel die Arbeitsleistung der Masse zu unseren Gunsten zu steigern und gleichzeitig Widerstand zu minimieren. …”
Nett gemacht, simple Sprache und doch oder gerade deshalb lesenswert.
Vor ein paar Tagen ist im S. Fischer Verlag von Holtzbrincks Tochter Monika Schoeller eine Übersetzung des Mitte 2007 in den USA veröffentlichten Buches von Tim Weiner mit Titel “Legacy of Ashes - The History of the CIA” erschienen. Die deutsche Übersetzung trägt den Titel: “CIA - die ganze Geschichte“. Ein Auszug aus dem Original findet sich hier bei der New York Times, das übersetzte Vorwort hier bei Libri.
Peter Wolter schreibt dazu heute in einem Artikel mit Titel “Unter Giftschlangen” bei der jungen Welt:
“Die Geschichte eines Geheimdienstes zu schreiben, dürfte wohl eine der vertracktesten Aufgaben sein, die sich ein Historiker stellen kann. … Über den US-Geheimdienst CIA liegt jetzt ein solcher Aufklärungsversuch vor. »CIA – Die ganze Geschichte« heißt das im S.Fischer-Verlag erschienene Buch.”
Erstaunlich unkritisch ist Peter Wolter da. Dabei ist die Behauptung, das Buch von Tim Weiner sei ein Aufklärungsversuch, lediglich eine These. An die kann man glauben. Muss man aber nicht. Man kann beispielsweise auch der These nachgehen, dass das Buch der Desinformation dienen soll. Das soll im folgenden getan werden.
Jürgen Todenhöfer ist ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter und als Freund von Hubert Burda stellvertretender Chef beim französisch angehauchten Medienkonzern Hubert Burda Media. Wenn dieser Jürgen Todenhöfer dann nun ausgerechnet bei den Transatlantikern von Bertelsmann ein Buch über den grausamen Krieg gegen den Irak veröffentlicht, dann ist das sicher kein Vorgang, dem Mein Parteibuch weltanschaulich besonders nahesteht.
Trotzdem macht Mein Parteibuch hier nun ganz platt Werbung für das Buch mit Titel “Warum tötest Du, Zaid?“, denn ausgerechnet der CDU-Mann Jürgen Todenhöfer zeichnet darin ein ganz anderes Bild vom Irak als das, was die Massenmedien in Deutschland sonst vermitteln.
In den guten alten Tagen der Operation Mockingbird waren die vielen von der CIA gekauften Journalisten gescheit genug, den legandären Säufer Joseph McCarthy samt seines Komitees für unamerikanische Umtriebe in die Versenkung zu schreiben.
Als der Kommunistenhasser 1953 mit Cord Meyer ausgerechnet eine der Schlüsselfiguren in den Mind-Control-Programmen der CIA auf’s Korn genommen hatte, half es ihm gegen die Propaganda-Agenten der CIA auch nichts, dass er vom schwulen FBI-Direktor J. Edgar Hoover mit Schmutzmaterial über angebliche Kommunisten versorgt wurde. Nach der Übernahme der propagandistischen Lufthoheit durch die Cocaine Import Agency soll Direktor Bill Colby Nachwuchsagenten noch 1988 stolz verkündet haben, dass die CIA jedermann von Wichtigkeit in allen Massenmedien besitzt. Angesichts der Leistungen heutiger Lohnschreiber muss man die guten alte Tage wohl endgültig als passé betrachten. Was kann die Agency schon mit Leuten reißen, die dumm wie Brot sind?
(ter) Es waren Profis – sie drangen in das Gebäude eines Verlages mittels Mastercode der elektronischen Schließanlage ein – deaktivierten die Alarmanlage – durchwühlten Schreibtische – und schlugen mit einem Schlagring auf einen Wachmann ein.
Verharmlosung eines Verbrechens mittels Formulierung
Das Bundeskriminalamt bezeichnet die Tat als „Einbruchdiebstahl.“ Ich wage dieser Bezeichnung zu widersprechen – es war juristisch eindeutig ein „räuberischer Diebstahl“ – ein Kapitalverbrechen – welcher bis HEUTE nicht aufgeklärt ist.
Bereits die falsche juristische Bezeichnung – mit dem ein Kapitalverbrechen zu einem „harmlosen“ Vergehen des Einbruchdiebstahls gemacht wird – durch einen Kriminaloberkommissar des BKA - lässt ahnen, dass hinter dem Fall Hintergründe vermutet werden, die möglicherweise im nachrichtendienstlichen Milieu liegen.
Buchbesprechung von “Abänderung Kindesunterhalt”
Der Bericht von Stephan Gertei schildert einen “Höllentrip durch die Instanzen“ der deutschen Rechtsprechung.
Der beschriebene Fall ist seit 14 Jahren rechtshängig und bis heute nicht abgeschlossen. Es handelt sich “nur“ um einen ganz gewöhnlichen Fall einer Unterhaltsabänderungsklage bei einer Minderjährigen, die inzwischen eine volljährige, leistungsfähige Frau mit Berufsausbildung ist. Der rechtsinteressierte Leser erfährt dabei, welche Fallen und Gefahren bei einer juristischen Alltagssache die Existenz eines Menschen weitgehend vernichten können.
Weil die Unabhängigkeit der Richter in Deutschland in der realen Rechtsprechung höher als die Gesetze gewertet wird, sind unkorrigierte Fehlurteile möglich. Die meisten Geschädigten bewältigen diese Problematik aus gerechtfertigter Angst vor der Justiz kaum. Sie sind dann lebenslang verbittert und zweifeln Demokratie und Rechtstaatlichkeit an.
Selten kommt es vor, dass Mein Parteibuch mal ein Mitglied der Bundesregierung lobt. Aber nun muss Mein Parteibuch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen mal ein dickes Kompliment machen.
Mit dem Indizierungsantrag ihres Ministeriums gegen das Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel. Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen” sorgt Ursula von der Leyen nun dafür, dass das wichtige Kinderbuch wider dem religiösen Wahn von Michael Schmidt-Salomon vermutlich schon recht bald vom bisherigen Platz 3 ganz an die Spitze der deutschen Büchercharts stürmt.
Der republikanische Anwaltsverein hat zu den Erfahrungen seiner Lgeal Teams beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm ein Buch herausgegeben, dass den zurückhaltend formulierten Titel “Feindbild Demonstrant - Polizeieinsatz, Militäreinsatz, Medienmanipulation” trägt.
Wer nochmal im Detail nachlesen möchte, wie die Polizei die Deeskalationsstrategie mit Agent Provocateur und andere nicht in eine Demokratie gehörende Repressionsmaßnahmen in Heiligendamm umgesetzt hat, wird da sicher fündig werden.
Wie deutsche Soldaten im Jahr 2002 festgestellt haben, ob Gelände, auf denen sie Ausrüstung lagern wollten, vermint ist, beschreibt der KSK-Soldat Achim Wohlgethan in seinem gerade erschienenen Buch “Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht” angeblich wie folgt:
Die Soldaten hätten Äpfel ins Gelände geworfen. „Dann warteten sie ab, was passierte. Wenn die Kinder losliefen, um sich die Äpfel zu holen, und es keinen Knall gab, wurde dieses Feld als geklärt und unvermint betrachtet. Sollte keines der Kinder auf das Gelände mit den Äpfeln laufen, markierten sie diesen Bereich rot…“
Es mag Menschen geben, die nicht verstehen, wie es passieren kann, dass Menschen heutzutage Terrorist werden. Einen Einblick in das Denken eines Terroristen bietet das Buch “Geständnis eines Terroristen” von Jörg Drescher. Jörg Drescher, der dem Terrorismus abgeschworen hat und nn in der Ukraine lebt, beschreibt in dem auch im Internet kostenlos als pdf verfügbaren Buch aus seiner subjektiven Perspektive, wie er zum Terroristen geworden ist.
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| Schulmilch |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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