Feynsinn fragt sich, wie Blogger mehr Einfluss auf die Politik gewinnen können:
Wie können wir Einfluß nehmen in dem Sinne, daß eine neue Qualität der öffentlichen Diskussion zustande kommt?
Der Oeffinger Freidenker hat den Diskussionsansatz bereits aufgegriffen. Mein Parteibuch hat dort dazu ein paar Vorschläge auch schon als längeren Kommentar hinterlassen. Nun haben wir uns gedacht, unsere Vorschläge könnten vielleicht unsere Leser auch interessieren und so haben wir uns entschlossen, unsere Vorschläge dazu, wie Blogger mehr Einfluss auf die Politik nehmen können, nachfolgend hier im Parteibuch auch als Blogbeitrag zu veröffentlichen.
In den als anouphagos bekannten Seitenhieben von Dennis Schmolk ist gerade ein kurzer Beitrag mit Titel “Die Arroganz der etablierten Medien” erschienen. Auf den dummen Versuch der deutschen Nationalbibliothek, mehr oder minder das ganze deutsche Internet über alle Zeitachsen auf Kosten der Webseitenbetreiber in Form einer Bibliothek spiegeln zu wollen, lohnt es nicht, noch weiter einzugehen. Aber die Diskussion der Frage, welche Publikationen Journalismus, Wissenschaft und dem Web 2.0 selbst als Quelle dienen können, die ist es Wert, da nochmal näher was zu zu sagen.
Es wird mal wieder viel über Journalismus geschrieben. Stefan Niggemeier hat mal wieder was zum Online-Journalismus geschrieben. Seine zentrale These lautet:
Die Verlage und Sender probieren im Internet gerade aus, ob es nicht auch mit weniger Journalismus geht.
Die Nachrichten aus Rorkvell erklären dazu, dass Blogger sowieso einen ganz anderen Anspruch als Online-Journalisten haben. Susanne Härpfer fragt sich stattdessen bei Telepolis mit Bezug auf die richtigen Journalisten, wann die Bankrott-Erklärung der Vierten Gewalt kommt.
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| Blasen |
Telegehirn aka Sascha Klein ist bekanntlich ein antideutscher Neuköllner Blogger. Wer seine Blogs das erste mal sieht, könnte denken, Telegehirn sei besonders mutig. “Commmander der Bomber Harris Gedächtnisbrigade” tönt es da oder “Wir räuchern aus”.
Wer sich dann mit Sascha Klein näher beschäftigt, stellt dann aber schnell fest, dass sich der Austausch von Nettigkeiten wohl auf E-Mails beschränkt und das Telegehirn persönlich nicht so gern in Erscheinung tritt. Besonders gern verwendet das Telegehirn in seinen E-Mails offenbar Paragrafen-Zeichen.
Microblogging ist bisher vor allem durch die proprietäre Anwendung Twitter bekannt und zeichnet sich im Gegensatz zu Blogggen durch sehr kurze Textnachrichten aus. So ist es kein Wunder, dass Kurznachrichten aus dem privaten Bereich, mit denen Microblogger soziale Kontakte pflegen, das Microblogging dominieren.
Mein Parteibuch hat gerade eine E-Mail bekommen, dass mit Bleeper vor kurzem ein deutschsprachiger Microblogging-Dienst online gegangen ist, der auf die von Identica bekannte offene Software Laconica mit offenen Standards und Möglichkeiten zu dezentraler Datenhaltung setzt. Mein Parteibuch stellt sich die Frage - und möchte seine Leser an den Überlegungen teilhaben lassen - , ob ein auf offene Standards setzendes Microblogging nicht auch für politische Blogger interessant sein könnte.
| Hinter dem Spiegel |
Der Spiegel hat sich diesmal Mühe gegeben und gleich drei Autoren an den dreiseitigen Artikel über politische Blogs in Deutschland gesetzt. Das war auch bitter nötig, denn hätte der Spiegel die “Generation Doof” oder einen Blindgänger wie Bernd Graff von der Süddeutschen an das heikle Thema gesetzt, dann hätte er nichts anderes bewirkt, als ausgelacht zu werden und die politische Blogosphäre zu stärken.
Wie die Zugriffe zeigen, hat der eine oder andere bereits bemerkt, dass es im Parteibuch Blog und einigen anderen Blogs unten rechts seit ein paar Wochen einen Parteibuch Counter gibt, der auch Dritten zur Benutzung offensteht. Seit heute lässt sich Parteibuch Stats auch als anonymer Counter benutzen, der die IP-Adresse von Webseitenbesuchern nicht an den Server überträgt.
In Kenntnis der Geschichte der USA vermuten einige naive Zeitgeister die Achse des Bösen in Washington oder Langley in den USA. Das ist jedoch genauso falsch wie die gängigen Alleintätertheorien.
*Wie wir wissen, ist der Topjournalist Udo Ulfkotte ein großer Tierschutzfreund. So steht er wacker auf, wenn die “Moslems” die armen Tiere leiden lassen. So zitiert ihn das Portal:
http://www.jesus.ch/index.php/D/article/152-International/
36771-Neue_deutsche_Partei_-_gegen_die_schleichende_Islamisierung/
Zum Beispiel die Grünen. Sie sagen, sie seien für Tierschutz. Aber keiner steht auf, wenn täglich hunderte Tonnen geschächtetes Fleisch in Deutschland eingeführt und an die Dönerbuden geliefert wird. Weil
Moslems das tun, drückt man beide Augen zu, obschon die Tiere beim Töten nachweislich stark leiden.
Durch eine hübsche Aktion im Stile der Yes Men ist gerade aufgeflogen, dass die “flippige” ARD-Fernsehsendung Polylux zur Unterhaltung des Publikums ausgemachten Quatsch verbreitet. Würde polylux nicht so viel Quatsch verbreiten, sondern ernsthaft recherchieren und damit “hochgestellte” Transatlantiker in Bedrängnis bringen, würde die Sendung in einem Saftladen wie der ARD sofort abgesetzt werden.
Tita von Hardenberg, die die journalistisch verkleidete Ulksendung verantwortet, freut sich über die vielen Presseberichte, gibt zu, dass sie von einem falschen O-Ton-Geber reingelegt worden ist und ist sich ansonsten keines Fehverhaltens bewusst. Warum auch? Schließlich machen das ja auch selbst vollseriöse Magazine laufend so, dass sie sich am grünen Tisch irgendwelche ersponnenen Plots ausdenken und dann zum O-Töne fixen losziehen.
Mein Parteibuch hat darüber beispielsweise im Beitrag “Scientology-Connection im ARD-Mittagsmagazin” berichtet und die Forensuche der Redaktionen nach in ihre Plots passenden “Internetopfern” und ähnlichen Leuten auch mit einem Screenshot dokumentiert. Nichts anderes hat polylux auch gemacht, nur dass polylux an jemanden geraten ist, der nachher erklärt hat, dass sein Auftritt in der Sendung Quatsch war.
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| Schulmilch |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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