Wer darüber nachdenkt, wie es zum Tod von Deborah Jeane Palfrey, besser bekannt als DC Madam, gekommen ist, muss in den USA offenbar mit Repressalien rechnen. Der Journalist Wayne Madsen berichtete gerade davon, wie er an einem Flughafen in den USA schikaniert wurde.
Im Namen der Sicherheit wurden bei Wayne Madsen zahlreiche unsinnige Fragen gestellt, deren Antworten die Kontrolleure überhaupt nichts angehen und private Daten durchforstet, als ob mit Daten Terroranschläge begangen werden könnten. Im Krieg gegen den Journalismus ist westlichen Demokratien eben jedes Mittel recht.
Wayne Madsen kommt, nachdem er die Kontrollen mit seinen Erlebnissen in Paul Kagame’s Ruanda, in Yoweri Museveni’s Uganda, in Hun Sen’s Kambodia, in Thailand unter der früheren Militärjunta, in der Überwachungsgesellschaft in Singapur und in der muslimischen Monarchie Brunei verglichen hat, zum Schluss, dass die USA ein faschistischer Staat sind.
Deutsche und andere Europäer tun allerdings gut daran, nicht hochmütig auf die USA herab zu blicken. (more…)
Tagesschau.de echauffiert sich darüber, dass der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als Nachfahrin Hitlers beschimpft habe. Das hat er jedoch nicht gesagt. Laut Schweizer Fernsehen hat Hugo Chavez wörtlich gesagt:
“Sie gehört der deutschen Rechten an, der selben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat. Das ist die Kanzlerin des heutigen Deutschland.”
Hätte das jemand im freien Deutschland gesagt, so hätten freie und unabhängige deutsche Richter eine solche Äußerung sicherlich verboten. In Venezuela gelten die großzügigen Regeln der real existierenden deutschen Demokratie zur Meinungsfreiheit jedoch nicht. So erklärt es sich wohl, dass die Tagesschau nun aus der Äußerung von Hugo Chavez ihre ganz eigene Form von Wahrheit fabriziert.
Die Tagesschau feierte den 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel mit einer extralangen Ausgabe der Tagesthemen. Thomas Hinrichs erläuerte anschließend im Tagesschau-Blog: “60 Jahre Israel war uns extrem wichtig heute.” Mit Nachrichten hatte das, was die Tagesschau da gesendet hat, wenig zu tun. Lobeshymnen und Hofberichterstattung von stolzen Militärparaden verbindet man sonst mit Diktaturen.
Der Medienkonzern Bertelsmann und die hinter ihr stehende Bertelsmann Stiftung sind in Deutschland bestens bekannt. Ob der Oberboss Reinhard Mohn wirklich ein guter Kumpel von Ronald Reagans CIA-Chef Bill Casey war und die ganze Bude eine Tarnfirma der CIA ist, sei mal dahingestellt, denn auch sonst ist die Bertelsmann-Stiftung für die Aushebelung der Demokratie durch intensiven Lobbyismus genauso berüchtigt wie die unter der Regie von Bertelsmann erscheinenden Medien seit vielen Jahrzenten für ihre plumpe Propaganda verspottet werden.
In der FAZ fand sich vor ein paar Tagen ein - nun, da es nicht als Werbung gekennzeichnet war, soll man wohl sagen - Artikel von Heike Goebel zur Bertelsmann Stiftung und ihren tollen Chef Gunter Thielen. Heike Goebel schreibt in ihrem tollen Artikel, dass die Stiftung in etwa eineinhalb Jahren in Peking einen Brückenkopf in Asien schaffen will. Das ist sicher eine gute Idee. Hoffentlich bleibt die Bertelsmann Stiftung dann gleich da, verschwindet aus Deutschland und nimmt ihre Propagandamaschine auch gleich mit.
Als die Grünen 1980 zur Partei wurden, sind sie mit dem Anspruch angetreten, es besser machen zu wollen als die etablierten Parteien. Inzwischen ist Petra Kelly tot und ihre grüne Anti-Parteien-Partei wurde zu einer Kommandoorganisation des alternativen Lobbyismus für die Kriegspolitik von NATO-Transatlantikern. Von Werten wie “sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei” ist bei der Führungsebene nicht mal ein Schamgefühl übrig geblieben.
Vom 18. Jahrhundert an bis tief ins 20. Jahrhundert hinein haben westliche Großmächte schwächere Staaten mithilfe von Kriegsschiffen dazu gebracht, sich ihnen zu unterwerfen. Sogenannte Kanonenboote, kleinere Kriegsschiffe mit einem schweren Geschütz als Hauptbewaffnung, wurden vor den Küsten, vor den Häfen und in großen Flüssen aufgefahren, um damit Bewohner und Regierungen fremder Länder einzuschüchtern.
Der deutsche Kaiser Wilhem II. hat die sogenannte Kanonenbootdiplomatie in seiner abscheulichen Hunnenrede, die er zum Auslaufen der deutschen Flotte im Jahr 1900 zur Niederschlagung chinesischen Widerstandes gegen die Kolonialisierung durch den Westen gehalten hat, auf den Punkt gebracht:
“Die Chinesen haben das Völkerrecht umgeworfen, sie haben in einer in der Weltgeschichte nicht erhörten Weise der Heiligkeit des Gesandten, den Pflichten des Gastrechts Hohn gesprochen. Es ist das um so empörender, als dies Verbrechen begangen worden ist von einer Nation, die auf ihre uralte Kultur stolz ist. … Kommst ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer euch in die Hände fällt, sei euch verfallen! Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch euch in einer Weise bestätigt werden, daß es niemals wieder ein Chinese wagt, einen Deutschen scheel anzusehen!”
In China erinnert man sich nun, wo der als Boxeraufstand bekannte chinesische Befreiungsversuch zwar schon 100 Jahre, aber noch keine Tausend Jahre her ist, an die Kanonenboote des Westens noch gut. Bemerkenswert ist an der Rede von Kaiser Wilhem II. nicht nur, dass er sich selbst um die laschen damals gültigen Kriegsrechtskonventionen einen feuchten Dreck scherte, sondern auch, dass er außerdem hehre Werte wie das Völkerrecht dazu benutzte, um den deutschen Angriff auf China zu rechtfertigen. Erschreckend deutlich sind die Parallelen zur heutigen Politik.
Allmählich wird klar, wie die staatstragende Berichterstattung der meisten Medien über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan zustandekommt. Nachdem der Fernseh-Journalist Ulrich Tilgner am Donnerstag (24. April) die Vermutung geäußert hat, dass auch er vom Bundesnachrichtendienst (BND) widerrechtlich überwacht worden sein könnte, ergeben sich weitreichende Folgen für eine kritische Betrachtung der Pressefreiheit in Deutschland.
Diese Offenheit ist verblüffend. Die ORF zitiert den früheren israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu:
“Wir profitieren von einer Sache, und das sind die Angriffe auf die Zwillingstürme und das Pentagon sowie der amerikanische Kampf im Irak”, sagte Netanjahu einem Bericht der israelischen Tageszeitung “Ma’ariv” zufolge bei einem Vortrag an der Bar-Ilan-Universität. Diese Ereignisse hätten die öffentliche Meinung in den USA “zu unseren Gunsten umschwenken lassen”, sagte der Chef des rechtsgerichteten Likud demnach.
| “Desinformation” |
| Quelle: Tagesschau.de |
Michael Castritius berichtet aus dem ARD-Hörfunkstudio Mexiko über die von der konservativen “Regierung” geplante Aufnahme privaten Kapitals bei der staatlichen Erdölfirma Pemex in Mexiko und schließt dabei mit den Sätzen:
“So droht in Mexiko eine von allen Experten als existenziell angesehene Reform durch Desinformation zu scheitern, am Widerstand gegen eine Privatisierung, die gar nicht zur Diskussion steht. Dass die Regierung den Tiefsee-Reichtum für Krankenhäuser, Schulen und den Ausbau von Straßen verwenden will, ändert daran nichts.”
Der Witz ist gut. Wenn die Tagesschau von Desinformation berichtet, dann ist das etwa so, als würde Baron Münchhausen erklären, dass andere Leute Lügengeschichten erzählen.
Über die Hetzkampagne des dem Likud nahestehenden zionistischen Vereins Honestly Concerned gegen den Mitarbeiter der bpb Ludwig Watzal hat Mein Parteibuch bereits am 16.03.2008 ausführlich berichtet. Die Kritik von Ludwig Wetzal am Verhalten der israelischen Regierung ist in diesen Kreisen offenbar so unerwünscht, dass sie dafür sorgen wollen, dass Ludwig Watzal seinen Job bei der bpb verliert. Die von Honestly Concerned organisierte Hetzkampagne eines Netzwerks zionistischer, antideutscher und konservativer Blogger, Publizisten und Journalisten zeigt nun Wirkung. Ludwig Watzal hat auf seiner Webseite unter “Absender gesucht” eine anonyme Morddrohung veröffentlicht, die ihm am 06. April anonym per E-Mail geschickt wurde. Hier ist der Text der E-Mail, deren Absender, der Ludwig Wetzal offenbar weiß machen will, er käme nicht aus dem deutschen Sprachraum, dringend gesucht wird:
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| Bloggerfrei |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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