| Ergebnis Hessen 08 | ||
| Partei | % | Sitze |
| CDU | 36,8 | 42 |
| SPD | 36,7 | 42 |
| FDP | 9,4 | 11 |
| Grüne | 7,5 | 9 |
| Linke | 5,1 | 6 |
Die beste Nachricht des gestrigen Wahlabends hat lange auf sich warten lassen: Roland Koch wurde abgewählt. Seine Tankstellen-Connection hat auch zusammen mit ihren Hilfstruppen von der hessischen Rechtsanwaltspartei FDP keine Mehrheit. Mit dem Einzug der Linkspartei in den Landtag von Hessen wurde verhindert, dass Roland Koch für seinen Wahlkampfgriff in die Nazikiste mit dem Ministerpräsidentenamt belohnt wurde.
Nun gilt es für die Spitzenkandidatin der SPD, Andrea Ypsilanti, Farbe zu bekennen.
Von Wolfgang Clement kann man halten, was man will. Viele Menschen halten spätestens seitdem er die Hartz-IV-Gesetze verbrochen hat nicht besonders viel von ihm. Dass Wolfgang Clement nach seiner Abwahl nahtlos in Aufsichtsräte von RWE & Co gerutscht ist, hat seiner Beliebtheit auch nicht gerade Flügel verliehen. Wofür Roland Koch steht, wissen die Menschen. Seine Tankstellen-Seilschaft beherrscht in Hessen die Justiz und deckt Kriminelle. Dass es Roland Koch trotzdem gelungen ist, mit seinem Griff in die Nazikiste die Schlagzeilen des Wahlkampfes in Hessen zu beherrschen, beweist nichts anderes als dass der Journalismus in Deutschland hoffnungslos verkommen ist. Man kann sich nun gut vorstellen, wie die Wahlkampfstrategen der SPD gegrübelt haben, wie sie es schaffen, ihrem Wahlkampfthema Energiepolitik trotzdem Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Der CNN Partnersender n-tv und eine Reihe anderer Medien und Zeitungen verbreiten unter Schlagzeilen wie “Umfrage zur Hessen-Wahl - Kochs Thron wackelt” gerade ein Umfrageergebnis zur Landtagswahl 2008 in Hessen, demzufolge Roland Koch dabei abgewählt werden könnte.
Manch einer, der den hessischen Filz pappedickesatt hat, mag sich schon vorsichtig freuen, doch am Ende zählt keine Umfrage, sondern nur die Stimmen, die am Wahltag auf dem Papier sind.
Mein Parteibuch liest diese Umfrage jedoch ganz anders und möchte Lesern deshab anhand dieser Umfrage vor Augen führen, wie mit geschickten Wahlumfragen - rein hypotetisch natürlich
- Wahlen ganz erheblich beeinflusst werden können.
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| Mit allen Mitteln |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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