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28. Dezember 2009

Wenn die Märchenschau über den Krieg im Jemen berichtet

von @ 23:21. abgelegt unter Tagesschau.de, Medienmanipulation, Krieg, Jemen
Houthi mit Hinweis: Ab hier gilt Äußerungsfreiheit
Houthi im Kampf gegen US-Dominanz

Monatelang hat die deutsche Märchenschau zum grausamen Vernichtungskrieg gegen die jemenitischen Houthis geschwiegen. Nun hat sie ihren Kairo Hörfunk-Korrespondeten Peter Steffe in den Jemen geschickt. Über die “Operation Verbrannte Erde” zur Vernichtung der Houthis berichtet der heute auf der Webseite der Märchenschau folgendes:

“Im Norden des Landes kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen Truppen der sunnitischen Zentralregierung in Sanaa. Ein rechtsfreier Raum ist dort entstanden, der den Extremisten die Möglichkeit bietet, sich frei und weitgehend unbehelligt bewegen zu können.”

Das ist alles, was die Tagesschau zum Krieg gegen die Houthis schreibt.

Davon, dass schon der Name “Operation Verbrannte Erde“, den die jemenitische Regierung ihrer Offensive gegen die Houthis gegeben hat, auf einen völkerrechtswidrigen Vernichtungskrieg im Stile der Nazis hinweist, erfahren Konsumenten der Tagesschau nichts. Von den von jemenitischen Regierungstruppen, saudischer Luftwaffe und US-amerikanischen Killereinheiten an den Bewohnern der Gegend von Sadah verübten Bomben- und Raketen-Massakern, denen Hunderte oder Tausende von Menschen zum Opfer gefallen sind, erfahren die Konsumenten der Tagesschau nichts. Vom Kampf gegen US-Dominanz als Hintergrund des Aufstandes der Houthis erfahren die Konsumenten der Tagesschau nichts. Von den geopolitischen Implikationen des schiitischen Aufstandes auf der ölreichen arabischen Halbinsel erfahren die Konsumenten der Tagesschau nichts. Davon, dass der Krieg inzwischen auch auf saudischem Boden ausgetragen wird, erfahren die Konsumenten der Tagesschau nichts. Davon, dass Saudi-Arabien zugegeben hat, dass beim Feldzug gegen die Houthis seit November bereits 73 saudische Soldaten ums Leben gekommen und einige weitere in Gefangenschaft geraten sind, und der internationale Krieg gegen die Houthis in Anbetracht dessen, dass in Afghanistan im gleichen Zeitraum 50 Besatzungssoldaten ums Leben gekommen sind, der weltweit tödlichste Kriegsschauplatz ist, erfahren Konsumenten der Tagesschau nichts. Davon, dass die Houthis bereits mehrere Kampfbomber abgeschossen haben, erfahren Konsumenten der Tagesschau nichts. Davon, dass die USA im Jemen einen Flugplatz eingerichtet haben, von dem aus sie gemeinsam mit der jemenitischen und der saudischen Luftwaffe die Bewohner der Region Sadah bombardieren, erfahren Konsumenten der Tagesschau nichts.

Stattdessen legt die Märchenschau den Schwerpunkt der Berichterstattung darauf, dass die längst marginalisierte sunnitische Terrorgruppe “Al Kaida” im Jemen “stark vertreten” sei. Davon, dass Söldner dieser CIA-Kollaborateurstruppe gemeinsam mit der Regierung des Jemen, amerikanischen Special Forces, der CIA und Saudi Arabien gegen die schiitischen Houthis kämpfen, deren Kämpfer die der ägyptischen Regierung nahestehende Webseite Al-Ahram 2007 unter Berufung auf jemenitische Regierungskreise auf 3000 bezifferte, erfahren Konsumenten der Tagesschau trotzdem nichts. Stattdessen wird das Märchen kolportiert, die vom schiitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh geführte sunnitische jemenitische Regierung und die USA würden im Jemen gegen eine handvoll - die Zeit spricht von 100 - 200 Kämpfern - sunnitischer Extremisten von Al Kaida kämpfen.

Ist das lächerlich. Und diese Tageschau will den Menschen weißmachen, sie sei nicht etwa ein Nachfahre von Goebbels Deutscher Wochenschau, sondern der gebührenfinanzierte Leuchtturm der freien Medienlandschaft im freien Deutschland. Was für eine Farce.

14 Kommentare zum Beitrag “Wenn die Märchenschau über den Krieg im Jemen berichtet”

  1. peter s. sprach

    Das diese sogenannte, von unseren Fernsehgebühren bezahlte Tagesschau noch eine Märchenschau genannt wird, ist doch schon sehr untertrieben.

    Auch als Lügenschau trifft es nicht den Kern.

    Es wird in unerträglicher Weise täglich gelogen, verdreht oder unterschlagen. Dabei wird die Propaganda wie zu Goebbels-Zeiten auf unerhebliche Themen gelenkt oder Groß-Deutschlands Träume und Wünschen werden thematisiert - von Information kann da schon lange keine Rede mehr sein.
    z.B die Berichterstattung über die Proteste in Tibeth, Iran u.a.w. gegenüber den Protesten in den deutschen Hochschulen.

    Hinzu kommen sogar die Unterhaltungssendungen - z.T mit eingebauter Kriegsberichterstattung aus den zu befreienden Gebieten der Welt… (Afghanistan u.a.)
    mit Problemen der Herrenmenschen. die nicht wären, wenn sie in unserer Heimat blieben…

    p.s. bei Leserbriefen (mails) an diese Anstalten, wird einfach nicht mehr reagiert, obwohl in einem noch harmlosen Ton geschrieben.

  2. cankar sprach

    die märchennacherzähler sind natürlich in der akustischen medienpropaganda ebenso unterwegs,radionachrichten durchdrangen mein schüttelndes hirngefäß ; unfassbar was für einen , mit verlaub , sch… die erzählen.
    Das Schema, welches die transatlantischen Kriegstreiber mit ihren menschenverachtenden,verblendenden vernichtungsstrategien an den tag legen fällt doch mittlerweile auf? Wie können die sprecher eigentlich so n mist überhaupt vorlesen ohne zu lachen bzw. weinen?

  3. Der Nordstern sprach

    Derzeit treibt hier mal wieder ein bezahlter Mörderkomplize sein Unwesen, der gern Namen klaut. (Logisch, wer lügt, stiehlt auch.)

    Locker bleiben und löschen, liebe Redaktion. Nur ein weiterer Beweis, dass die Wahrheit manchen Verbrechern doch sehr unbequem ist.

    Der Nordstern.

  4. Peter Weigelt sprach

    Die gesammte gebührenfinanzierte Medienlandschaft ist doch heute in diese Propaganda voll eingespannt. Journalisen, die sich nicht an den Vorgaben halten werden von den “Fleischtöpfen” verbannt. So funktoniert diese gesteuerte “Demokratie”.

    Die (wenigen), die man zur Unterhaltung und als Feigenblatt verwendet, sind mir offen gesagt noch suspekter als die “Nachplapperer”.

    Warum? Weil die Nachplapperer es in den meisten Fällen einfach nicht besser wissen. Ihnen kann man also lediglich Dummheit vorwerfen.

    In diese Rubrik fallen leider zu viele, auch aus der Familie.

    Ich wünsche dennoch allen ein erfolgreiches 2010 - damit ich hier wenigstens noch etwas vernünftiges zu lesen bekomme. ;-)

  5. kucaf sprach

    Ist schon eine Leistung, unter der Vorgabe „unabhängige“ Berichterstattung zu garantieren, wird der Bürger per Gesetz dazu verpflichtet, die Lügen, Halbwahrheiten und Belanglosigkeiten, welche ihm Tag für Tag aufgetischt werden, auch noch zu bezahlen!
    In diesem System wird alles zu einer Ware gemacht, auch die Information und so trifft hier auch zu, was F. Engels schon über die Geschichtsschreibung schrieb:
    „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“

  6. Revolution auf der arabischen Halbinsel? » mein-parteibuch.com sprach

    […] Kriegskoalition zur Verteidigung der Feudalherrschaft von Gnaden der USA Tausende mit Panzern, Artillerie und Flugabwehrraketen bewaffnete antiamerikanische Widerstandskämpfer schiitisch-zaiditscher […]

  7. Der Norstern sprach

    ** Antideutscher Spam entfernt **

  8. Der Nordstern sprach

    “Der Norstern”?

    Unser Namensdieb und Mörderkomplize scheint wohl schon dem Silvestersuff erlegen zu sein. Noch nicht einmal mit dem Abschreiben seiner Propaganda vom Blatt ist er fertig geworden.

    Andererseits, für diesen Drecksjob im Auftrag von Faschisten und Mördern sind Alkoholiker und Asoziale sicherlich die erste Wahl.

    Der Nordstern.

  9. Wie viele Al-Kaida-Kämpfer gibt es im Jemen? » mein-parteibuch.com sprach

    […] dass sich im Jemen “bis zu 300″ Al-Kaida-Leute verstecken würden. Die für ihre jemenitischen Geschichten aus 1001 Nacht bekannte deutsche Märchenschau fand auch das zu wenig, und erklärte nun, “westliche […]

  10. Mein-Parteibuch.org » How many Al Qaeda fighters are there in Yemen? sprach

    […] Al-Qaeda people hiding. For the state run German news programm Tagesschau, which is very well known for it’s stories from 1001 nights about Yemen, this number also was too little, and so they told their audience about the strength of Al Qaeda in […]

  11. Mein-Parteibuch.org » How many Al Qaeda fighters are there in Yemen? sprach

    […] Al-Qaeda people hiding. For the state run German news programm Tagesschau, which is very well known for it’s stories from 1001 nights about Yemen, this number also was too little, and so they told their audience about the strength of Al Qaeda in […]

  12. Fake der Israel-Lobby sprach

    ** antideutscher Spam gelöscht **

  13. Ahura Mazda sprach

    Der Gipfel der Fars ist:
    Al Qaida hat drei offizielle Feinde (das Wissen auch die westlichen Nachrichenagenturen):

    USA,Israel

    Ungläubige (nicht Muslime welche sich in muslimischen Konflikten auf
    muslimischen Territorium einmischen [bei einigen
    Fanatikern geht das natürlich noch darüber hinaus!])

    & SHIIETEN

    Na bemerkt jemand den Haken mit den :D shiietischen Houthis? Lmao#lol#^birds

    P.S. Haben auch versucht die Pasdaran (iranische Hizbollah Miliz) in Verbindung zu AL Qaida zu stellen. (Irak, Afghanistan) Ging aber in den Medien unter…

    Und Morgen verbünden sich Punks (Anarchisten) mit Nazis um den Autonomen Bund zu jagen…. ALLES KLAR ;)

  14. Ahura Mazda sprach

    P.S. Tagesschau sprach von Al Qaida nahen Grupierung (unter Houthis) und Al Qaida kämpfer!

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