„Revisionismus“
„Debatten“, „Positionierung“, „rechts“, „in den obersten Zirkeln“, „Eliten“, „Kritiker unserer Ansichten“, „Deutschland“, „Begriff“, „profitieren“, „profitieren“, „Ähnlichkeit“, „links einordnen“, „originär linke Bewegung“, „neue Linke“, „sehr verschiedenen“, „alten Linken“, „überholten Ismen“, „Ismen“, „gehabtem Schaden“, „Natur- und Menschenrecht“, „echte Vision“, „Netzwerken“, „Rechts-Mitte-Links-Denken“, „rechte Ziele“, „Mainstream“, „richtig“, „fragwürdigen“, „Deutsche Wiedervereinigung“, „in Ruhe weiter arbeiten zu lassen“, „Wirtschaftskraft“, „einfach zu existieren aufgehört“, „so völlig anders dargestellt“, „Wirtschaftsverfassung des Lissabon-Vertrags“, „ist man halt völlig anderer Meinung“, „globale Agenda“, „Ölkrise & Neoliberalismus“, „naiv-gläubige“, „selektiv-ignorante“, „Wille zur und Wunsch nach Abgrenzung“, „Rechtskeule“, „missionieren“, „Recht behält“, „Positionierung“, „Rechts“, „Mitte“, „Links“, „Revisionismus“, „Deutschland war ja auch an allem Schuld“, „politisch korrekte“, „Wiederbelebungs- oder sonstige Bestrebungen nationalsozialistischer oder rein deutsch-nationalistischer Art“, „privaten Internetdebatte“, „Ist-Zustands“, „rechten“, „zensieren“, „Verhalten“, „geheimdienstlich anmutenden“, „neutralen Artikeln“
Wer nun meint, ihm kämen die Worte dieses künstlerisch komponierten Gedichtes zum Thema Revisionismus aus dem neuen Beitrag von Moltaweto mit Titel “Streitpunkte: BRD, Linke und „Revisionismus“ – ein Schlusspunkt” bekannt vor, hat Recht: das Gedicht besteht aus nichts anderem als einer Aneinanderreihung der in Anführungszeichen gesetzten Textpassagen eben jenes Artikels.
Was hat es mit den Anführungszeichen auf sich? Da könnte man zum Beispiel mal die Einleitung vom Artikel zu Anführungszeichen in der Wikipedia lesen:
Anführungszeichen sind Satzzeichen, die am Anfang und Ende der direkten Rede, eines wörtlichen Zitats oder des zitierten Titels oder Namens eines Werkes stehen. Im letzteren Fall können sie entfallen, wenn der Titel oder Name zum Beispiel aufgrund der Bekanntheit des Werkes auch ohne sie als Titel erkannt werden kann (z. B. bei Bundesgesetzblatt, Strafgesetzbuch, Meyers Konversations-Lexikon).
Anführungszeichen können außerdem verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen und Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, zu denen man Stellung nehmen möchte, über die man eine Aussage machen will oder von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte.
Anführungszeichen können also laut Wikipedia verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen und Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, … von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte. Man könnte fast sagen, das kleine Gedicht zum Amselgesang sei eine Sprachkollage zur Redefinition der Sprache im modernen Geschichtsrevisionismus.
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| Ornothologie |
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Wer erwartet hätte, in dem Gedicht käme der deutsch-polnische Grenzvertrag von 1990 vor, wird enttäuscht. Der kommt auch in dem dem Gedicht zugrundeliegenden Text nicht vor, obwohl doch die - ausgerechnet in einer Solidaritätsnote für an sich linke Blogs, die Moltaweto mit ultrarechtem Revisionismus kontaminiert hat - bekräftigte ultrarechte Forderung nach dessen Revision in der Tradition der “Heim ins Reich”-Propaganda der Hauptpunkt der jüngst geäußerten scharfen Kritik an Moltaweto war.
Genausowenig kommt in dem Gedicht und dem zugrundeliegenden Text die in den Nahbereich der Reichsleier der “kommissarischen Reichsregierungen” passende Forderung Moltawetos nach einer “Staatsbürgerschaft Deutschland” vor, mit der Moltaweto-Blogger Hans-D. Ziran Mein Parteibuch und andere linke Blogs zu kontaminieren und zu links und rechts mixenden revisionistischen Propaganda-Stationen, was einen aus der Geschichte bekannten übel stinkenden Vereinnahmungseffekt auslöst, umzudrehen versucht hat.
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| Es wollt ein Vogel |
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Stattdessen erklärt Moltaweto nun zwischen allerlei Geschwafel, nicht links zu sein, einen Schlusspunkt in der Debatte zu setzen und sich aus angedachten Netzwerken herauszuhalten. Das ist schon mal was, doch angesichts dessen, dass Moltaweto keinen Millimeter von seinen Zielen wie der Revision des deutsch-polnischen Grenzvertrages abrückt, reicht das nicht. Schließlich erklärt Moltaweto gleichzeitig, dass das “den privaten Kontakt mit jenen Menschen, die wir auf rein zwischenmenschlicher Ebene als Freunde kennengelernt haben, in keinster Weise tangiert”.
Da “privater Kontakt” jedoch gerade eine wesentliche Schiene ist, mit der die revisionistische Propaganda vom “ultrarechten” Rand in linke Blogger-Netzwerke hineingekommen ist, wird, wenn nciht mit Moltaweto, dann über Moltaweto, darüber weiter zu reden sein, und zwar solange, bis keine revisionistische Propaganda von Moltaweto mehr in linke Blog-Netzwerke reinkommt, die sie defacto zu einem Teil eines großen faschistischen Querfront-Netzwerkes umzudrehen droht und ihr Ziel damit pervertiert. Solidarität ist wichtig, aber eine Solidaritätsnote von Moltaweto würde Mein Parteibuch als etwa so unerfreulich ansehen wie eine Solidaritätsnote der NPD.
Über Versuche der Anstiftung zur Verbreitung von rechtem Revisionismus muss genauso umfassend diskutiert werden, wie wenn jemand versucht, Demonstranten auf einer gemeinsamen Friedensdemo zum Steine werfen zu animieren.
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| Bloggerfrei |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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