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9. Oktober 2009

Glückwunsch, Barack Obama!

von @ 22:41. abgelegt unter USA, Medienmanipulation, Krieg, Barack Obama
Der Messias
Der Messias
Copyleft 2009 Urs1798

Den Friedensnobelpreis erhält nun wirklich nicht jeder. Jetzt bist du ein ganz Großer, Barack Obama. Deine Überraschung kann ich nicht verstehen. Schließlich ist doch bekannt, an was für Persönlichkeiten der Friedensnobelpreis vorzugsweise verliehen wird.

Man denke nur an Henry Kissinger, zu dessen Friedensarbeit in Südamerika Dieter Hillebrenner gerade ein paar Worte verloren hat. Und selbst da wurde seine historische Leitung, den Angriffskrieg gegen Vietnam aus wahltaktischen Gründen um sechs Jahre verlängert zu haben, nicht einmal erwähnt.

Während man in Russland denkt, der Preis für dich sei noch mal ein Schlag in den Magen des Massenmörders George W. Bush gedacht, der in deinem Amerika immmer noch frei herumlaufen darf, hat in Deutschland manch ein Mensch bei der Nachricht, dass Du den Friedensnobelpreis bekommen hast, erstmal spontan an eine Ente oder an einen Aprilscherz im Oktober gedacht.

Dabei hast du doch auch schon einiges an Friedensleistungen auf dem Kerbholz zu verbuchen:

Fortgesetzte Aggression im Irak …..
Fortgesetzte Aggression in Afghanistan …..
Fortgesetzte Unterstützung für Genozid und Apartheid in Palästina …..
Orchestrierung des Putsches in Honduras …..
Es gibt mehr ……

Stimmt. Zum Beispiel das Anheben der Militärausgaben der USA auf einen neuen Rekordstand. Den Versuch, im Iran einen Bürgerkrieg zu entflammen. Unruhen in Westchina schüren. Alles große Leistungen.

Klar, bis du das Pensum eines Serien-Kissingers erreichst, hast du noch viel zu tun. Aber das schaffst du schon noch. Damit, dem Iran mit einer 14 Tonnen schweren Superbombe zu drohen, hast du ja gestern auch schon einen guten Anfang auf dem Weg zu Kissingers Leistungen gemacht. So schnell geht das beim Nobelpreiskommitee, schon heute hast du die Lorbeeren für die geplante Friedensmission gegen den Iran - der Abwurf der Superbombe wird doch sicher Friedensmission genannt werden - eingefahren.

Also nochmal: Glückwunsch, Barack Obama!

Krieg ist Frieden.
Mein Parteibuch

20 Kommentare zum Beitrag “Glückwunsch, Barack Obama!”

  1. ThomasDietz sprach

    Ja, klar hat Obama den Friedensnobelpreis verdient! Vollkommen zurecht.
    Obama setzt konsequent den “Friedenskurs” seines Vorgängers, G.W. Bush fort.
    Obama bescheißt seine Anhängerschaft in j e d e r Beziehung, enttäuscht konsequent die Erwartungen jener, die ein Ende des Wettrüstens erwarten.
    Obama ist eine Marionette des globalen Kapitals und erfüllt die Erwartungen der Elite.
    Obama ist einfach nur zum KOTZEN!
    Obama ist alles andere als ein Friedensengel. Das werden wir [leider] nur zu sehr zu spüren bekommen.
    Dieses gottverdammte Arschloch ist ´nichts als eine Rockefeller/Rothchild-Marionette!

    http://aufwachen.info

  2. Der Nordstern sprach

    Da hat wohl jemand die Verleihung der Oscars mit den Nobelpreisen durcheinandergebracht? Den Preis für den besten Schauspieler hat Obama auf jeden Fall verdient.

    Aber vermutlich hat man in Schweden gehofft, weil der Mann ja soviel Hoffnung ausstrahlt, dass sich das mit der Verleihung des Preises dann auch gleich von selbst in die Realität “umsetzt”.

    Ziemliche Schande für das Kommittee. Aber andererseits ein deutliches Zeichen, dass auch die entweder eindeutig befangen oder definitiv Idioten sind.

    Der Nordstern.

  3. Womblog [Worte oder mehr] sprach

    Glückwunsch, Barack Obama!…

    Von Redaktion | Mein Parteibuch Blog | – Den Friedensnobelpreis erhält nun wirklich nicht jeder. Jetzt bist du ein ganz Großer, Barack Obama. Deine Überraschung kann ich nicht verstehen. Schließlich ist doch bekannt, an was für Persönlichk…

  4. Sepp Aigner sprach

    ThomasDietz:
    Der Ausdruck Marionette suggeriert den Hampelmann, der sich bloss bewegt, weil andere an Faeden ziehen, die ihn eben bewegen. Von diesem Bild ist es nicht weit zu den diversen Verschwoerungs-Behauptungen. In Wirklichkeit ist der Mann nicht eine Marionette, sondern ein REPRAESENTANT, und zwar nicht Repraesentant von “Rockefeller/Rothschild, sondern Repraesentant der gegenwaertigen “Mehrheitsfraktion” der US-Monopolbourgeosie.
    - Knapp vorbei ist auch daneben. Da gibt es zwei Moeglichkeiten: Man zielt schlecht. Oder man zielt ABSICHTLICH daneben. Wie ist das in ihrem Fall ?

  5. Name²³ sprach

    … vielleicht wurde gedacht, daß im Namen eines Friedensnobelpreisträgers zukünftig leichter Krieg zu führen ist. Die Militärausgaben von über 600 Milliarden $ ( http://www.tren...eit/2009/09/24/ ) müssen ja auch irgendwie wieder eingespielt werden - im nächsten “friedensbringenden Krieg”.

  6. peter s. sprach

    allen friedensfreunden in der welt bleibt zwar die spucke weg …

    doch bedenken sollte man bei allem:
    auch barack obama wird vom militärisch-industriellen komplex in den usa gesponsert/gelenkt.

    ich hoffe nur, das damit endlich seine sprüche wahr werden:
    -atomwaffenfreie welt - sofortiger abzug aller us-atomwaffen aus deutschland
    -friedensschaffende maßnahmen - abzug aller us-truppen aus allen teilen außerhalb der usa
    -verhandlung, statt kriege - abzug israels aus den besetzten gebieten und keine drohungen gegen iran, nordkorea und kuba
    u.s.w.

    wir werden sehen, wie der imperialismus seine handlungen verkauft. einen vorgeschmack dazu lieferten ja schon schröder, fischer,scharping zum NATO-krieg gegen jugoslavien.(ihre propaganda-schlimmer als auschwitz, deshalb hilfe/friedensmission)
    man sollte keine illusionen hegen ….

  7. LinksOnly sprach

    Nominiert für den Friedensnobelpreis wurde im Jahr 1939… :
    http://nobelpri...amp;showid=2609

  8. LinksOnly sprach

    Gerhard Wisnewski: Friedensnobelpreis für Obama bedeutet Krieg
    http://info.kop...utet-krieg.html

  9. slob sprach

    @ Sepp Aigner,

    Obwohl ich Ihnen prinzipiell zustimme, dass es besser ist, etwas allgemeiner/fairer zu formulieren, habe ich dennoch direkt verstanden, was ThomasDietz meinte. Diese Netzwerke sind kompliziert, und enthalten leider beide Komponenten, “Rothschild” und “Rockefellers”. Ich persönlich spreche gerne von der Waffenlobby u.ä. Dass die Israellobby ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt, ist hingegen nicht abzustreiten.

    MfG

    slob

  10. Ric Albrecht sprach

    @Redakteur

    Vorsicht – Vorsicht – Vorsicht - auch mit dem, was sich hier “LinksOnly” nennt: ich las den Svenska-MdR Brandt-Brief Jänner 1939 im Netz (http://ivarfjeld.wordpress.com/2009/08/22/sweden-%C2%ABgive-neville-chamberlain-the-nobel-peace-price%C2%BB), der sich auf den Vorschlag zahlreicher seiner MdR-Kollegen, den begehrten Friedennobelpreis 1939 dem brit. Prime Chamberlain zuzusprechen, bezog … Fakt ist: 1939/43 wurden keine FNP´s vergeben, 1938 erhielt den FNP das Internationale Nansen-Flüchtlingskomité und 1944 das Internationale Rote Kreuz …

    Gruß

    Ric Albrecht

  11. Sepp Aigner sprach

    Ric Albrecht:
    Ganz richtig gevor-sichtet. “Lechts und rinks kann man nicht verwechsern - werch ein Illtum”, wusste sogar Ernst Jandl. Und in manchem RinksOnly wird ein rinkser Autor eines lechtsradikalen Verlags zitiert.

  12. LinksOnly sprach

    @Ric Albrecht
    Vorsicht - Vorsicht - Vorsicht - vor mir?
    Fakt ist, daß 1939 Hitler nominiert wurde, aber: “The nomination was withdrawn in a letter of February 1, 1939.”
    Weitere Nominierte, welche nie den Nobelpreis erhielten sind neben Gandhi eben auch Hitler, Stalin oder Winston Churchill. Zu finden auf der OFFIZIELLEN Nobelpreiswebsite: http://nobelpri...shortfacts.html . Weiß nicht, warum dieses unwahr sein sollte.

    @Sepp Aigner
    Wer Ulfkotte oder Grandt im “lechtsradikalen”-Verlag (LOL^^) liest ist selbst schuld. Engdahl und Wisnewski sind politisch weder rechts noch radikal. Von Elsässer kann man halten, was man will.

  13. Sepp Aigner sprach

    LinksOnly:
    Kopps Verlagsprogramm hat seinen Schwerpunkt in politiserender, d.h. rechter bis kryptofaschistischer, Esoterik, Verschwoerungs-Schmarren, Okkultismus, Apokalypse-Prophezeiungen etc. . Das dazwischen auch ein paar Autoren vorkommen, die sich nicht in diese Linie einordnen, aendert nichts an der eindeutig vorherrschenden Tendenz dieses Verlags.

  14. LinksOnly sprach

    @Sepp Aigner
    Ein bißchen übertrieben, aber wahr. Trotzdem lese ich nicht den “Kopp-Verlag”, sondern eben nur einzelne Autoren. Wischnewski gehört in die Schublade der Verschwörungs-Theoretiker :D. Mit “Grandt” hatte ich schon zweimal Schriftwechsel und dem die Realität um die Ohren gehauen - nach unbegründeten billigen Antworten gibt es für mich keinen Grund(t) mehr “Grandt” zu lesen.

  15. Sepp Aigner sprach

    LinksOnly:
    Also fast FriedeFreudeEierkuchen. Zur Vertiefung noch ein Link: http://blog.eso....php?itemid=266

  16. LinksOnly sprach

    @Sepp Aigner
    Das “We’ll blow your mind”-Cover ist ja lustig.
    FriedeFreudeEierkuchen = Ich lese Wisnewski & Engdahl gerne und Du kannst ruhig der Meinung sein, daß mich deren Texte verblöden ?! …

  17. Ric Albrecht sprach

    @redakteur
    @sepp aigner

    Zugegeben: Ich kenne mich “nur” aus in der Vulgärrhetorik des letztamtierenden Herrn Reichskanzler Deutschlands (-> http://www.shak...8-3-8322-6695-0), hab aber gleichwohl Zweifel, ob Brandt´s Hitler-fürn-Friedensnobelpreis-Vorschlag dat. 27. Jänner 1939 je ernst gemeint war, er klingt, grad weil er so platt lobt, recht sarkastisch, könnte damit, im Bloch ´schen Sinn, diese “Friedenspolitik” zur Kenntlichkeit bringen … aber bitte, urteilen Sie, selbst:

    ” […] «It is than very likely, that Hitler, if he is not disturbed by war loving enemies, will in a peaceful manner, fulfill his highest wishes, to see a pacifistic Europe and may be the whole World».

    «Unfortunately, there are many people, who are not able to see the greatness in Adolf Hitlers effort to bring peace. And I herewith suggest that you as soon as possible give him the Nobel Peace prize, since another group of Parliamentarians in Sweden have suggest another candidate, the Prime Minister of England, Neville Chamberlain».

    «Such a suggestion does not seems to be well taught through. It is of course correct, that Chamberlain from the goodness of his heart, and his understanding of Hitlers work for peace, have contributed to save Europe from war. But the final hard work and approval, was not with Chamberlain, but with Hitler. It is Hitler, and no one else, who have safeguarded World peace, and whom we have to trust for as the keeper of peace in Europe».

    «It has to be admitted, that Chamberlain have contributed to peace in Europe, and that you should consider giving him a minor part oft he prize. But see through that the name of the British Prime Minsters do not be permitted to cast shadows on the greatness of Hitler. Adolf Hitler is the greatest leader of our times, a man of God`s mercy, the prince of peace, in whom millions of people have put their trust».

    Stockholm, 27th of January 1939
    E. G. C. Brandt. Member of the Parliament of Sweden”

    (-> http://ivarfjel...ace-price%C2%BB

    Gruß Ric Albrecht

    PS./cc Vorschaufunktion wär m.E. nützlich.

  18. Martin sprach

    Ob Herr Obama den Friedensnobelpreis schon nach so kurzer (Bekanntheits-)Zeit verdient hat ist wirklich fraglich. Keine Frage, auch ich finde ihn sehr interessant, bewundere seine Einstellung und seinen Einsatz in der Politik. Es gibt aber viele andere Personen die den Titel meiner Meinung nach viel mehr verdient hätten. Trotzdem wünsche ich ihm alles Gute.

  19. LinksOnly sprach

    @Martin: Obama selbst hält den Preis für fraglich!

    Vielleicht “darf” ich aus Ric Albrechts Kommentar 17 zitieren:
    “… It is Hitler, and no one else, who have safeguarded World peace, and whom we have to trust for as the keeper of peace in Europe». … Hitler is the greatest leader of our times, a man of God`s mercy, the prince of peace, in whom millions of people have put their trust».”
    Wenn man anstatt “Hitler” “Obama” sowie statt “Europe” “U.S.A.” einsetzt, würde es das “sog.” öffentliche Meinungsbild widerspiegeln - OHNE Sarkasmus.

  20. Sepp Aigner sprach

    LinksOnly:
    Da ist was dran. Aber Obama ist nicht Hitler und die USA heute sind nicht Nazideutschland. Selbst zwischen der verkommensten buergerlichen Demokratie und dem Faschismus besteht noch ein gewisser Unterschied, der immerhin ueber Leben oder Tod entscheiden kann.Die (mehr oder weniger) verdeckte Diktatur der Bourgeoisie und ihre offene Diktatur nicht zu unterscheiden, laeuft leicht auf eine verniedlichende Vorstellung von offen faschistischer Herrschaft hinaus. (Ich schreib das, obwohl ich selber manchmal dazu neig, die auch unter buergerlich-demokratischen Verhaltnissen bereits terroristischen Elemente dieser Herrschaft faschistisch zu nennen, weil es einfach Wut macht.)Aber es ist schon richtiger, das auseinander zu halten.

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