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14. Juni 2009

Die taz, Bascha Mika und die Propaganda der Systemmedien

von @ 23:49. abgelegt unter Presseschau, Gedankenkontrolle, Deutschland

Wer heutzutage einen Blick in die taz wirft, der mag sich wundern, wie aus einem kritischen Zeitungsprojekt, das eine Geschichte als eine Art Gegeninformationsbüro zu den Lügen und Auslassungen der Mainstream-Medien aufweist, das geworden ist, was sie heute ist: ein Abklatsch der Mainstream-Medien, wo mit ein bisschen Umweltschutz garniert die gleiche verlogene Propaganda serviert wird wie in den Mainstream-Medien.

Mein Parteibuch hat viel darüber geschrieben, wie westliche Medien von westlichenen Geheimdiensten gesteuert werden und sich gewundert, dass der taz-Mitgründer und taz-Hausanwalt Jony Eisenberg auch Anwalt des Bundesnachrichtendienstes ist. Eine hinreichende Erklärung dafür, dass Lesern von der taz fast dieselbe Propaganda serviert wird, die auch die Mainstream-Medien ihren Konsumenten servieren, ist das natürlich nicht.

Nun erschien im Berliner Straßenfeger 11/2009 ein Interview mit der langjährigen taz-Chefredakteurin Bascha Mika, in dem ihr folgende Frage gestellt wurde: Wie schaffen Sie es als Chefredakteurin einer Tageszeitung, tagesaktuell zu bleiben und dabei gleichzeitig urteilssicher in den vielen politischen Themen von heute zu sein? Die Antwort von Bascha Mika auf die Frage ist bezeichnend für den Zustand der taz.

Ihre Antwort lautete:

“Ich muss auf dem neuesten Nachrichtenstand sein. Das beginnt morgens nach dem Aufstehen, indem die Radios eingeschaltet werden. Damit meine ich mehrere: In der Küche läuft “Inforadio”, im Bad “Deutschlandfunk” und im Schlafzimmer sehe ich dann ab und an noch das Morgenmagazin von ARD und ZDF, um zu bestimmten Ereignissen auch die Bilder mitzunehmen.”

Also im Klartext: taz-Chefredakteurin Bascha Mika zieht sich morgens eine volle Dröhnung verlogener Systempropaganda rein und geht dann in die taz, um für “eine kritische Öffentlichkeit” zu sorgen, wie es im Redaktionsstatut der taz heißt. Natürlich kann man nun sagen, Gegnerbeobachtung ist auch wichtig. Doch Mascha Mika spricht nicht von Gegnerbeobachtung, sondern davon, sich auf den neuesten Nachrichtenstand zu bringen. Wer von der Annahme ausgeht, Bascha Mika würde die verlogene Propaganda der Mainstream selbst glauben, den verwundert es dann auch überhaupt nicht mehr, dass Bascha Mika zu den Unterzeichnern des absurden Heidelberger Appells gehört, mit dem finanzkräftige Verleger ihre Monopolpfründe gegen die Bedrohung durch das freie Wissensmodell Open Access sichern wollen.

Heute, ganz aktuell, ein zufälliger Tag, serviert die taz beispielsweise im Chor mit der jahrelangen Propaganda der Springerpresse das längst entlarvte primitive Chavez Bashing von Knut Henkel und ist sich auch nicht zu schade dafür, die auch in der Springerpresse übliche reichlich verlogene CIA-Propaganda vom angeblichen Wahlsieg der “grünen Welle” über Mahmud Ahmadinejad wiederzukäuen.

Und so braucht sich niemand mehr wundern, wenn die taz das grüne Bataillon der NATO bei den “Heldentaten” zur Verteidigung Deutschlands am Hindukusch unterstützt.

Praktisch ist allerdings, dass die taz gleich neben der Springerpresse sitzt. Das erspart nicht nur Journalisten der taz lange Wege, die ihre Elaborate auch der Springerpresse anbieten wollen, sondern ermöglicht es auch, falls mal wieder irgendwelche Demonstranten wie die 68er Springer blockieren und dann ein alternatives Zeitungsprojekt ins Leben rufen wollen, die taz als kleine geistige Schwester der Bild-Zeitung gleich mitzublockieren.

Nachtrag 25.06.2009: Da schau her. Kaum schreibt Mein Parteibuch was zu Bascha Mika und schon isse weg. Wenn das doch bloß bei Politikern auch so schnell gehen würde. Mit Ines Pohl hat sich die taz dafür nun eine bewährte Journalistin der konservativen Systempresse geangelt. Taz-Gesellschafter Kai Dieckmann wird es freuen.

7 Kommentare zum Beitrag “Die taz, Bascha Mika und die Propaganda der Systemmedien”

  1. landbewohner sprach

    nichts neues von der taz - oder?
    für mich ist sie seit 88? oder wars eher amtliches mitteilungsblatt der neogrünen.

  2. Roger Beathacker sprach

    “Praktisch ist allerdings, dass die taz gleich neben der Springerpresse sitzt.”

    Und noch praktischer ist, dass die Springerpresse laengst in der taz sitzt.

  3. Die taz, Bascha Mika und die Propaganda der Systemmedien >> Quellennachweis , Mika, Bascha, Springerpresse, Propaganda, Mainstream-Medien, Mein, Parteibuch >> Womblog [Worte oder mehr] sprach

    […] Redaktion | Mein Parteibuch Blog | – Wer heutzutage einen Blick in die taz wirft, der mag sich wundern, wie aus einem […]

  4. Vergessen, den Widerstand gegen sich selbst zu organisieren » mein-parteibuch.com sprach

    […] eintretende Grüne Bataillon der NATO zu formen. Bei der im Umfeld der Grünen entstandenen ehemals lesenswerten Tageszeitung taz ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten Mitbegründer Jony Eisenberg, […]

  5. Name²³ sprach

    Das: http://www.spie...eo-1037913.html …habe ich heute hier: http://www.tita...Hash=679f62c388 gefunden. Soll angeblich lustig sein.

  6. Travidian sprach

    Die taz ist in meinen Augen ähnlich einer grüne Parteizeitung geworden.

  7. Rü88 (Israelophiler Nazi) sprach

    Systemmedien? Wer das Wort benutzt, ist ein Nazi. Und überhaupt: alle Nazis, außer Mutti.

    (Anmerkung: Der Kommentar des unter falscher Flagge postenden Trolls mit der für Nazis typischen 88 im Nick wurde leicht korrigiert und das Pseudonym des Hitler-Verehrers zur Klarstellung ergänzt.)

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