Gestern fragte Mein Parteibuch, warum schon wieder ein kritischer Artikel zum Ex-JU-ler und Lobby-Spezialisten Klemens Joos von deutschen “Qualitätsmedien” wegzensiert wurde. Yvonne Kleinke, Anwältin der berühmten deutschen Zensurkanzlei Schertz Bergmann Rechtsanwälte, hat dem Katzenfreund heute nun eine E-Mail mit Betreff “EUTOP International GmbH ./. www.mein-parteibuch.com (hier SC 1354-09)” geschrieben, in der sie die Frage beantwortet. Gern informieren wir die Öffentlichkeit über die Ansichten von Yvonne Kleinke mit ihren eigenen Worten:
An: Katzenfreund bei mein-parteibuch.com
Von: Kleinke, Yvonne YK bei schertz-bergmann.de
Datum: Fri, June 12, 2009 13:18
Betreff “EUTOP International GmbH ./. www.mein-parteibuch.com (hier SC 1354-09)”Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit zeigen wir Ihnen an, dass wir Herrn Dr. Klemens Joos sowie die EUTOP International GmbH in ihren presserechtlichen Angelegenheiten vertreten. Eine auf uns lautende Originalvollmacht wird anwaltlich versichert.
Unter der von Ihnen betriebenen Website www.mein-parteibuch.com findet sich unter http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/06/12/ warum-werden-artikel-zu-klemens-joos-wegzensiert/ unter der Überschrift „Warum werden Artikel zu Klemens Joos wegzensiert?“ ein Beitrag, der sich mit der Berichterstattung über unsere Mandanten auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang wird ein Artikel, der auf www.spiegel-online.de unter der Überschrift „Skandalkonzert – Lobbyfirma soll überhöhte Honorare an Politiker gezahlt haben – Telekom unter Druck“ verbreitet wurde, wörtlich wiedergegeben. Der Beitrag enthält jedoch zahlreiche falsch Tatsachenbehauptungen über unsere Mandanten, die geeignet sind, unsere Mandanten in erheblicher Weise in ihren Rechten zu beeinträchtigen. Unseren Mandanten stehen insoweit Unterlassungsansprüche zu.
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass die Spiegel-Online GmbH sowie die Autoren des dort erschienenen Beitrags bereits die Unterlassungsansprüche unserer Mandanten anerkannt und den streitgegenständlichen Beitrag vollständig aus dem Online-Angebot entfernt haben.
Ich setzte Sie hiermit von dem rechtsverletzenden Beitrag in Kenntnis und gebe Ihnen Gelegenheit, diesen bis
morgen, 13.06.2006,
12:00 Uhr,
zu entfernen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Yvonne Kleinke
Rechtsanwältin
_____________________________
Schertz Bergmann Rechtsanwälte
Kurfürstendamm 53
10707 Berlin
Tel: 00 49/30/88 00 15-0
Fax: 00 49/30/88 00 15-55
E-Mail: yk@schertz-bergmann.de
Homepage: www.schertz-bergmann.de
Attachment: Word-Document mit Briefkopf und gleichem Inhalt
Wozu das gut sein soll, bleibt im Dunkel des in Deutschland herrschenden Buskeismus verborgen. Via tinyurl.com/lr5mcb ist die Kopie des Spiegel-Artikels, deren Authenizität Yvonne Kleinke mit ihrer E-Mail nun bestätigte, ohnehin weiterhin für jeden lesbar. So kann jeder selbst entscheiden, ob er den Artikel für eines der üblichen Spiegel-Märchen hält oder nicht. Und jeder darf sich selbst eine Meinung dazu bilden, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland bestellt ist.
Mein Parteibuch wird nun schnellstens die Zeitmaschine anwerfen, um sicherzustellen, dass das Vollzitat des Spiegelbeitrages bis morgen, den 13.06.2006, vom Parteibuch entfernt wird. Und dann wird die Redaktion sich daran machen, mal zu schauen, welche Politiker von Eutop Geld für Vorträge bekommen haben.
Nachtrag: Die E-Mails an die Katzenfreund-Redaktionsadresse vom Parteibuch gehen ja alle bekanntlich automatisch an eine riesige Verteilerliste. Irgendjemand von den Empfängern hat das Word-Dokument, mit dem Yvonne Kleinke die Redaktion beglückt hat, nun offenbar auch bei Wikileaks gepostet. Die Redaktion ruft weiterhin alle Zensuranwälte in Deutschland auf, der Redaktion nette E-Mails zu schreiben. E-Mails von Zensuranwälten werden von der Redaktion prompt mit der gebotenen Gründlichkeit bearbeitet und wenn Sie ein bisschen Humor haben, dann haben Sie die Chance, genauso berühmt zu werden wie Yvonne Kleinke.
| Wurde die Untersuchung von 9/11 manipuliert? | |
Ja |
74% |
Nein |
16% |
Weiß nicht |
10% |
Abgegebene Stimmen: 16449 Abstimmen |
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] Zitat des Spiegel-Artikels wurde nach Erhalt einer E-Mail von Dr. Yvonne Kleinke von der berüchtigten Zensurkanzlei Schertz Bergmann […]
War die Email denn wenigsten digital signiert, so dass man ihre Echtheit überprüfen kann?
So eine Email ist schnell geschrieben und fälschen ist nicht schwer. Es ist allerdings schwieriger, digitale Signaturen zu fälschen.
Yvonne Kleinke war bis vor kurzem tätig in der Kanzlei des Prof. Weberling - www.presserecht.de -, welche sich vehement gegen die Zensur stellt. Jetzt hat sie die Seiten gewechselt, und vermutlich mehr Spaß am Zensieren als sich gegen de Zensur zu stellen.
Sie ist nicht die Einzige, welche die Seiten wechselt. Bei den Zensurkammern ist es manchmal lustig zu beobachten, wie sich die Richter wundern, wenn bestimmte Anwälte auf einmal auf der Klägerseite sitzen.
Es ist nicht fernliegend daraus eine allgemeine Tendenz ableiten zu wollen, eine Entwicklung zu mehr Zensur und mehr Diktatur.
Weitere aktuelle Zensurversuche der Anwältin Yvonne Kleinke http://www.zers...ILD/klage02.pdf und http://www.zers...ILD/klage01.pdf zu finden auf der Seite ihres Mandanten.
@housetier
Deutsche Zensuranwälte signieren ihre Mails? Wovon trÄumst Du nachts? Das wäre ja geradezu ein Beweis für eine Fälschung. Zensuranwälte schreiben ihren Unfug natürlich mit Microsoft Word ™. Man erkennt sie an der Sprache.
Nur die allerwenigsten deutschen Juristen sind prinzipientreu, wenn es um ihre eigene Karriere geht.
Der Nordstern.
Mich interessiert, wie hoch die Rechnungen sind, die Rechtsanwältin Kleinke an Mandanten schickt. Derartig treusorgende Dienste haben ihren Preis. Außerdem
Ich bin der Auffassung, dass es “Rechtswissenschaften” gar nicht gibt. Das Wort ist ein Widerspruch in sich.
Man muss ja viel Kohle scheffeln, damit der Schönheitschirurg bezahlt werden kann.
Moin,
ich bin ebenfalls in gleicher Sache abgemahnt worden. Das die Sache für den Betroffenen zunächst kostenlos ist, ist ja schonmal ein Vorteil.
Wieviel Geld die Kanzlei kostet dürfte im Vergleich zu dem, was hier an Summen im Umlauf ist, eher gering sein. Was mich nur enttäuscht ist, dass es keine Gegendarstellung gibt (weder vom Spiegel, noch vom vermeintlich Rechtsverletzten). Aber vermutlich ist letzterer auch nicht interessiert daran, dass die Strukturen seiner Firma offenliegen.