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27. Mai 2009

Ist die Pressefreiheit in Deutschland ein Schertz?

von @ 23:45. abgelegt unter Deutschland, Zensur
Schweinchen
Schweinerei
Copyleft2009 Lurusa Gross

“Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.” (Peter Scholl-Latour)

Selbst in der reaktionären FAZ ruft der sich in Deutschland seit einiger Zeit wieder kontinuierlich verschärfende Totalitarismus zwischenzeitlich vorsichtige Kritik hervor. So ist in der FAZ nun zu lesen:

Einzelne Anwaltskanzleien haben sich darauf spezialisiert, Medien Abmahnschreiben zu schicken, noch bevor diese überhaupt einen unliebsamen Artikel über einen prominenten Mandanten drucken können. Geradezu perfide ist, dass dieselben Advokaten den angegriffenen Redaktionen dann auch noch gerichtlich verbieten lassen, über die juristischen Attacken gegen sie zu berichten. Eine Methode, die an Zensur grenzt. Die Pressefreiheit, im Grundgesetz garantiert, ist dadurch bedroht.

Auf das Nennen der Namen der “einzelnen Anwaltskanzleien”, die mit vorbeugenden Abmahnschreiben Presseberichte und Berichte über Rechtsstreitigkeiten im Presserecht verhindern, verzichtet die FAZ in ihrem Artikel natürlich.

Pressefreiheit in Deutschland ist schließlich bloß eine Illusion. Oder sollte man besser sagen, Pressefreiheit in Deutschland sei ein Schertz?

Jeder, der es möchte, kann die in Deutschland üblichen kafkaesken Anwaltslitaneien trotz der intensiven kollektiven Zersetzung von Anwälten und Politjustiz auf der Webseite zum Buskeismus, über die, wie in der FAZ nachzulesen, in Deutschland nicht einmal mehr berichtet werden darf, mit immer noch sehr vielen Details nachlesen.

Rätseln darf die interessierte Öffentlichkeit derweil, ob es dem deutschen Schweinejournalismus in Zukunft noch möglich sein wird, Bilder von Schweinchen zu veröffentlichen, ohne das sich ein Psychopath oder Anwalt darauf wiederzuerkennen glaubt.

7 Kommentare zum Beitrag “Ist die Pressefreiheit in Deutschland ein Schertz?”

  1. Rebell sprach

    Die Rechtschreibung der Redaktion ist ein Scherz.

  2. looking beautyfull sprach

    @ Rebell
    Es soll Anwälte geben, die schreiben sich mit “t”, kein Scherz.

  3. BigWhoop sprach

    Die Pressefreiheit in Deutschland ist auch deshalb in einem schlechten Zustand, weil Journalisten und Verleger keine Eier haben. Zum anderen ist es auch hausgemacht. Jeden Müll als “wichtige Information” ans infotainment-verstrahlte Volk zu bringen muß sich ja mal rächen. Wer sich seinen Anzeigenkunden verpflichteter fühlt als seinen Lesern hat kein Mitleid verdient. Der sollte sicher erstmal beweisen.

  4. Rolf Schälike sprach

    Gebt doch mal bei Google “Verfügung gegen Benaissas ” “Eine Schere im Kopf ist schmerzvoll.” Dann erfäht man mehr über die Zensur.

    Ich darf über zwei Anwälte nicht mehr konret, geaschweige denn namentlich berichten, wie diese gegen mich vorgehen, weil es angeblich eine rein privatrechtliche Auseinadersetzung ist, die niemanden etwas angeht. Auch über gewonnene Prozesse muss ich de facto schweigen.

    Sogar die Veröffentlichung anonymisierter Gerichtsentscheidugnen wird verboten, weil über die Aktenzeichen bei Google und wo anders zu finden ist, welcher Anwalt gemeint ist.

    Bei jeder Unterdrückung, einschließlich Zensur, haben die Unterdrücker immer Argumente, welche auch bei den Massen greifen.

    Jeder Unterdrücker trifft auch die eigenen Leute. Das ist typisch für Ditaturen.

    Jetzt wehren sich Springer, die F.A.Z., der Focus gegen die sie ergreifende Zensur.

    Wenn sich dem Springer, Focus, der F.A,Z, gegenüber kristisch bis feindlich eingestellte Menschen darüber freuen, dass es die getroffen hat, dann dürfen sie nicht vergessen, die Zensur trifft alle.

    Die sich heute freuen, möchten vielleicht slebst zensieren, aber anders.

    Der nächste Zensurtermin ist beim Landgericht Berlin (Tegeler Weg) am 04.06.09, 13:00, Raum 143, Az. 27 O 216/09.

  5. t.ennen sprach

    Apropos Zensur:

    Dieses immerwiederisrael nervt.
    schariaundco sind genauso kandidaten.

    ich frage mich, ob blogger sich einfach aus angst zurückhalten.
    das lässt tief blicken.

  6. Lurusa Gross sprach

    Buskeismus bei Zapp…

    Da knn ich gleich ein paar alte Bilder ausgraben, da war doch  was. Und Zapp- Bericht+ Video von der Sendung

    und

    und dies  gehört nicht hier hin?
    Fliegender Gerichtsstand

    ……

  7. Weiter Abmahnerei und Klägerismus in der deutschen Politjustiz » mein-parteibuch.com sprach

    […] schlecht informierten Kreisen umlaufende Gerücht zurück, es gäbe im Berliner Theater Schweinchen zu sehen. Dabei handelt es sich ganz bestimmt nur um einen […]

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