Katze

Mein Parteibuch BlogNo Copyright - Kopieren erlaubt

Ein Internet-Tagebuch mit Katzenbildern

[Mission Statement] [Krieg ist illegal]

[International]   [Headlines]   [Forum]   [Wiki]   [Ticker]   [Mitmachen]

27. April 2009

Uri Avnery, du irrst dich

von @ 21:38. abgelegt unter Außenpolitik, Iran, Israel, Palästina

Offener Brief an Uri Avnery

Lieber Uri,

vor deiner Lebensleistung habe ich allergrößten Respekt. Aus dem vor den Nazis nach Palästina geflüchteten Klassenkameraden von Rudolf Augstein hat sich ein Streiter entwickelt, der sich permanent für Frieden in Palästina einsetzt. Und doch, das gehört für uns bei allem Respekt und bei aller Bewunderung dazu, möchte ich dir, Uri Avnery, sagen, dass du meiner Meinung nach in deinem jüngsten Artikel “Können zwei zusammengehen?” mehreren fundamentalen Irrtümern unterliegst.

1. Ahmadinejad ist nicht, wie in der Presse behauptet wird und wie du es sagst, ein “konsequenter Holocaustleugner.” So hat Mahmud Ahmadinejad in seiner jüngsten Rede in Genf den Holocaust nicht geleugnet, sondern erklärt, dass der Holocaust von Zionisten als Rechtfertigung dafür missbraucht wurde und wird, anderen Menschen schreckliches Leid zuzufügen. Die Rede ist hier nachzulesen.

2. Du schreibst unter Verweis darauf, dass jedes Jahr auf’s Neue der Kampf um das Verteidigungsbudget ausbricht: “ACHMADINEJADS begeistertste Anhänger sitzen im Verteidigungsministerium in Tel Aviv. Was würden sie ohne ihn anfangen?” Dem Eindruck möchte ich widersprechen. Ich glaube, Den Leuten im Kriegsministerium von Tel-Aviv ist es völlig egal, wie Mahmud Ahmadinejad sich verhält oder was er sagt. Wie gerade bei der Rede in Genf deutlich wurde, wird das, was die Leute aus dem Kriegsministerium von Tel-Aviv Mahmud Ahmadinejad sagen lassen wollen, einfach wie üblich von ach so freien westlichen Medien erfunden. Ich denke, es spielt dabei überhaupt keine Rolle, was Mahmud Ahmadinejad wirklich sagt.

3. Du schreibst: “Er arbeitet an der Herstellung einer Atombombe. Und dies ist ernst zu nehmen; denn ein paar Atombomben auf israelische Bevölkerungszentren könnten Israel tatsächlich auslöschen.” Du irst dich. Es spielt für die äußere Verteidigung des Regimes von Tel-Aviv überhaupt keine Rolle, ob der Iran nach Atomwaffen strebt oder nicht. Israel hat so viele Atombomben, dass kein Land der Erde Israel angreifen könnte, ohne dabei selbst vernichtet zu werden. Ob der Iran Atombomben hat der nicht, spielt lediglich bei den Planungen für einen Angriffskrieg auf den Iran eine Rolle. Wenn der Iran Atomwaffen hat, dann fällt der schon lange geplante Angriffskrieg gegen den Iran aus, genau wie der letzte Angriffskrieg gegen den Irak ausgefallen wäre, wenn der Irak Massenvernichtungswaffen gehabt hätte.

4. Du schreibst: “Nun - Gott sei Dank - gibt es die iranische Bombe. Sie stellt eine existentielle Bedrohung für Israel dar. … Netanyahus Vorgänger wandten genau diesen Trick auch an. … Nun gab es keine Zeit mehr, um an anderes zu denken. Die Bombe steht oben auf unserer Agenda. Die Bombe ist unsere Agenda.” Auch da irrst du. Benjamnin Netanjahu ist es sicher herzlich egal, ob eine reale Gefahr existiert oder nicht. Gibt es keine Gefahr, dann kann sie einfach unter falscher Flagge selbst gemacht werden. Als ehemaliges Mitglied der Irgun solltest du eigentlich wissen, wie False-Flag-Terror funktioniert. Es war eine Arbeitsgruppe von Benjamin Netanjahu, die erst im Interesse Israels einen “Regime-Change” im Irak forderte, dann im Interesse der USA erklärte, die weitere Kriegspläne der USA brauche ein katalysierendes Ereignis wie Pearl Harbour. Kaum ein Jahr später attackierte “Al Kaida“, ein Geheimdiensttrupp mit erstaunlich guten Beziehungen zu Israel, das World Trade Center und zwei Jahre später war der von Benjamin Netanjahu geplante Regime Change im Irak Realität. Benjamin Netanjahu sagte dazu später lapidar, wir - er meinte damit Israelis - hätten von den Anschlägen profitiert.

5. Du schreibst, als Lieberman behauptete, dass “die USA alle unsere (Israels) Entscheidungen akzeptieren” würden, dass das bedeute: wir beherrschen Amerika; Obama würd das tun, was wir ihm sagen und solch eine Rede würde Israels Popularität im Weißen Haus nicht gerade vermehren. Lieberman hat nichts neues gesagt. Dass der Schwanz mit dem Hund wedelt, hat kurz nach den False-Flag-Anschlägen auf das WTC Schimon Peres von Ariel Scharon so lautstark erklärt bekommen, dass es nachher in der Presse nachzulesen war. Der Rassist Avigdor Lieberman hat schon viele verwerfliche Dinge gesagt und getan, aber was soll an dieser Äußerung verwerflich sein? Lieberman hat diesmal nichts weiter getan, als dem gemeinen Volk zu erklären, wer die Welt regiert. Im Weißen Haus ist man sich der Situation ohnehin bewusst.

Lieber Uri, ich befürchte, du machst dir Illusionen. Israel ist ein durch und durch rassistischer Terrorstaat. Der Faschismus ist in Israel genauso beheimatet wie er in Deutschland seit der Zeit, wo du emigriert bist, nie verschwunden ist. Ich denke, Deine rote Warnlampe hat leider versagt.

Und trotz dessen, dass ich die Situation anders beurteile als du, wünsche ich dir um des Friedens willen noch viel Kraft um weiter zu machen.

Mit besten Grüßen
Ein Katzenfreund
Redaktion
www.mein-parteibuch.com

7 Kommentare zum Beitrag “Uri Avnery, du irrst dich”

  1. nemetico sprach

    Ich las Avnerys Artikel auch schon und dachte, was redet Uri denn da nun zusammen?
    Wahrscheinlich darf man seinen Text nicht als politische Analyse lesen - als solche ist sie mehr als schwach - sondern als eine Art nötigungsorientierte Appellation an die Landsleute, die Liebermann gewählt haben, etwa in dem Sinne: Ahmedinedschad ist gewiss schlimm, aber Liebermann ist genau so schlimm.
    Der offene Brief vom Parteibuch ist trotzdem sinnvoll und notwendig.
    Für so tapfere israelische Oppositionelle wie Averny muss es wirklich alptraumhaft sein, nach so vielen Jahren aufrechten Kampf für einen Frieden in Nahost die Faschisierung Israels so erleben zu müssen.
    Insofern tut er mir wirklich leid, denn er ist eine große und sehr ehrenwerte Persönlichkeit, auch wenn sein letzter Artikel dürftig ist.

  2. Alexa69 sprach

    @6
    Also eine Sklavenhaltergesellschaft ist für mich pervers und primitiv. Da unterscheiden sich die Begriffe nicht viel. Das ist auch nicht antiwestlich, auch eine US-Amerikanische Sklavenhalterkultur in den US-Südstaaten ist pervers und primitiv. Nur dass die Amis nach einem Bürgerkrieg damit aufgehört haben, die islamische Welt teilweise bis heute nicht.

  3. K. Argast sprach

    Oh, eine neue Verkleidung?
    Wars doch zu brachial?
    Dann werden wir mal sachlich, meine Herren von der CIA.
    “Der Islam” ist eine Religion und keine “Gesellschaft”. Ebenso ist das “Christentum” eine Religion und keine Gesellschaft.
    Die Gleichsetzung von “Islam” mit “Sklavenhaltergesellschaft” ist also ein faschistischer Ettikettenschwindel, ausgebrütet in den Gedärmen irgendeiner Hirnschissagentur.
    Es ist zwar richtig, dass es auch islamisch geprägte Sklavenhaltergesellschaften gab, aber das gilt für Christentum auch.
    Diese Gleichsetzung ist also demagogisch und damit eindeutig als US-CIA-Hirnschiss zu erkennen.
    Alexa69 ist auch keine Frau, auch das ist ein Schwindel.
    Aber es wird allmählich langweilig, sich mit diesem ekelhaften Gesindel herumzuschlagen. Ich schlage der Redaktion vor, weitere faschistische Kommentare aus US-CIA-Gedärm einfach zu löschen.

  4. Redaktion sprach

    @K.Argast
    Es lohnt sich nicht, auf den antideutschen Kindergarten in irgendeiner Form einzugehen. Die spätpubertären Dummköpfe posten hier seit Wochen immer die gleichen sinnleeren Versatzstücke.

  5. peter s. sprach

    diesem offenen brief an einen gewiß humanistisch denkenden uri avnery ist auch meinerseits voll zuzustimmen.

    die friedensfreunde in vielen ländern der erde verbreiten sehr oft eine zutiefst humanistische und ehrenwerte meinung, die jedoch den kern der sache und einige fakten außer acht läßt.

    ich erinnere nur an die friedensfreunde von den grünen, die mit kerzchen quer durch unsere republik gegen die atomraketen in diesem unserem lande demonstrierten. als sie in der spezialdemokratisch-grünen regierung saßen sind sie zu kriegstreibern mutiert.
    jugoslavien wurde völkerrechtswidrig von der landkarte eliminiert. und die amerikanischen atomraketen stehen immer noch in unserem land !

    auch viele israelischen friedensfreunde (tauben) von einst sind heute sogenannte falken (kriegstreiber).

    mir scheint , von vielen humanistisch denkenden menschen wird die situation in der welt sehr oft zu blauäugig gesehen - die wirklichkeit ist meist viel schlimmer.

    peter s.
    bürger westberlins

  6. Suse sprach

    Ja, mir und meiner Freundin erging es genauso, als wir den Artikel von Uri Avneri lasen. Wir waren sehr verwundert.

    Danke, dass Du diesen Antwortartikel formuliert hast. Er trifft das, was wir auch dachten.

  7. Ossi sprach

    Zwölf konventionelle Lügen

    Uri Avnery

    1. „Barak hat jeden Stein umgedreht, um Frieden zu machen“

    Barak hat nicht einen Quadratmeter besetztes Land zurückgegeben. Die Wahrheit ist, dass er jeden Stein umgedreht hat, um Siedlungen zu bauen. Seit seinem ersten Tag im Amt hat er das Tempo beschleunigt, um unter dem Vorwand, bestehende Siedlungen zu erweitern, neue Siedlungen zu errichten, Land zu enteignen, palästinensische Häuser zu demolieren, und „Umgehungsstraßen“ zu bauen, deren Hauptzweck es ist, palästinensisches Land den „Siedlungsblocks“ hinzuzufügen, die er für Israel annektieren will. In all diesen Aktivitäten hat Barak mehr getan als Netanyahu.
    Auch auf politischem Terrain hat Barak Netanyahu die Schau gestohlen. Bibi hat wenigstens den größeren Teil der Stadt Hebron an die Palästinenser zurückgegeben.

    2. „In Camp David ging Barak weiter als jeder frühere Premierminister“

    Selbst wenn dies wahr wäre, bedeutet es sehr wenig. Wenn ein Marathonläufer (Netanyahu) nach einer Meile aufgibt und ein anderer (Barak) erst nach drei Meilen aufgibt, ist der Unterschied zwischen ihnen wirklich nicht bedeutsam. Was bedeutsam ist, ist dass keiner von beiden – nach 26 Meilen – sich dem Ziel genähert hat.
    Baraks Vorschläge in Camp David waren weit entfernt vom notwendigen Minimum, um mit dem palästinensischen Volk und der ganzen arabischen Welt Frieden zu schließen: die palästinensische Herrschaft über Ost-Jerusalem und besonders über den Bereich der beiden Moscheen (Haram Al-Sharif).
    Barak deutete in Camp David an, dass er einige kosmetische Korrekturen in Betracht ziehen würde (wobei er tatsächlich einige israelische Tabus gebrochen hätte) aber in Wirklichkeit lehnt er die palästinensische, die arabische und die muslimische Herrschaft über den Bereich der heiligen Moscheen und die größeren arabischen Stadtteile ab. Genau deshalb war der Gipfel ein Fehlschlag und die Eskalation begann und führte zur Al-Aksa-Intifada.

    3. „Arafat ließ den Camp David Gipfel platzen“

    Am Vorabend seines Abfluges zum Gipfel, verkündigte Barak fünf „rote Linien“, die er unter keinen Umständen überschreiten wolle. Unter diesen waren die israelische Herrschaft über ganz Jerusalem, keine Rückkehr zu den 1967er Grenzen, 80% der Siedler sollten dableiben, wo sie sind; keine Rückkehr eines einzigen Flüchtlings nach Israel !!! Danach hat er einige dieser Standpunkte etwas korrigiert, aber nicht so, um in die Nähe einer Übereinkunft zu kommen.

    4. „Wir haben immer nur gegeben und gegeben – Arafat dagegen hat nichts gegeben.“

    Als die Palästinenser sich mit einem Friedensabkommen einverstanden erklärten, das auf der Grenze von vor 1967 basiert – die Grüne Linie – hatten sie schon im voraus 78% des Landes zwischen dem Meer und dem Jordan aufgegeben. Sie waren bereit, ihren Staat in den restlichen 22% zu errichten. Unsere Regierung wünschte einen „Kompromiss“ über dieses Gebiet in dem Sinne: „was mein ist, ist mein und was euer ist, darüber wollen wir reden“.
    (Der sachliche Hintergrund am 29. November 1947 gab der UN-Teilungsbeschluss dem jüdischen Staat 55% und dem arabischen Staat 45% von Palästina. In dem sich anschließenden Krieg – den die Araber begannen – eroberten wir die Hälfte des Landes, das den Arabern zugesprochen war. So kam es zur „Grünen Linie“ und ließ 78% des Landes in unserer Hand.)
    Das Problem wird nicht nur mit Prozenten ausgedrückt. Barak scheint nur um 10% der besetzten Gebiete zu handeln. In Wirklichkeit sind es nahezu 30%, wenn man die Gebiete berücksichtigt, die er dem Jerusalemer Bereich und dem Jordantal anzuschließen und unter seiner „Sicherheitskontrolle“ zu bringen wünscht. Es ist sogar noch schlimmer: auf der den Palästinensern vorgelegten Karte sind die Prozentteile des Landes von Osten nach Westen und vom Norden zum Süden zerschnitten, sodass der palästinensische Staat aus einer Gruppe von Inseln besteht, die jede von israelischen Siedlern und Soldaten umgeben ist.

    5. „Wie kann man mit den Palästinensern Frieden machen, wenn sie jedes Abkommen brechen?“

    Nun, die palästinensischen Verletzungen sind im Vergleich zu unsern nur geringfügig. Vor dem Ende der 5jährigen Interimsperiode (Mai 1999) hätte die IDF sich von der ganzen West Bank und aus dem Gazastreifen zurückziehen sollen, mit Ausnahme „spezifischer militärischer Bereiche“, den Siedlungen und Jerusalem. Barak weigerte sich, dies selbst zu diesem späten Termin zu tun. Außerdem sollten vier sog. sichere Passagen zwischen der Westbank und dem Gazastreifen schon seit langem in Betrieb sein. In Wirklichkeit wurde nur eine geöffnet und diese eine kann nur nach vielen Schikanen von den Palästinensern benützt werden.

    6. „Barak ist der Erbe Rabins.“

    Weit entfernt. Innerhalb weniger Monate gelang es ihm nicht nur das, was Rabin erreicht hat, zu zerstören, sondern auch Begins Werk. Er hat das Oslo-Abkommen begraben, (das er von Anfang an ablehnte) und zerstörte die Beziehungen, die mit großer Mühe zwischen Israel und einer Anzahl arabischer Staaten aufgebaut worden war. Er hat Unruhe selbst unter den Arabern Israels geschaffen. In vieler Hinsicht hat er uns auf die Zeit von 1948 oder sogar 1936 zurückgeworfen.

    7. „Der Lynchmord in Ramallah zeigt, dass die Araber wie Tiere sind.“

    In einer Konfrontation wie dieser zeigt jeder auf die Greueltaten, die die andere Seite begeht, und „vergisst“ die Greueltaten, die die eigene Seite begeht. Israel zeigt das abscheuliche Lynchen, die Palästinenser zeigen das Töten des 12jährigen Muhamed Al-Dura in den Armen seines Vaters und die besonders tödlichen Hochgeschwindigkeitsgeschosse, die von den israelischen Scharfschützen gegen Steine werfende Kinder benützt werden. Unsere Gewalttaten seien die Antwort auf die Aktionen der Palästinenser – ihre seien die Antwort auf unsere. Es ist ein Teufelskreis.

    8. „Die palästinensischen Medien sind ein Instrument der Aufwiegelung“

    Das ist wahr, aber unglücklicherweise gibt es in dieser Hinsicht keinen großen Unterschied zwischen ihren und den unsrigen. Unsere und die ihrige haben dieselbe Sprache, die den Richtlinien von oben gehorchen. Wenn palästinensische Fernseh-Shows immer wieder das Bild von dem sterbenden Jungen in seines Vaters Armen zeigen, dann ist das Aufwiegelung. Wenn unser Fernsehen Dutzende Male am Tag, Tag um Tag das grässliche Lynchen in Ramallah zeigen, dann ist das Aufklärung.

    9. „Sie schießen auf uns – und die israelische Armee übt sich in Selbstbeherrschung“

    Es ist seltsam, dass während der zwei Wochen
    „Selbstbeherrschung“ über 110 Palästinenser und 3 israelische Soldaten getötet worden sind. Kein israelischer Offizier hat erklärt oder wurde nach einer Erklärung dieses eigenartigen Verhältnisses gefragt.
    (Die Erklärung ist natürlich, dass die israelische Armee schon lange im voraus Scharfschützen trainiert hat, um eine Person unter den Demonstranten auszuwählen, durch ein Teleskop genau diese als Ziel anzupeilen und mit einer speziellen tödlichen Kugel von hoher Geschwindigkeit zu treffen. Statt das Gebiet zu befrieden, wie beabsichtigt, hat diese Methode das Gebiet noch mehr in Aufruhr gebracht. Jedes Begräbnis führte zu einer neuen Konfrontation)

    10. „Die Araber schicken ihre Kinder gegen unsere Armeeposten, damit sie getötet werden können, um Bilder für die Weltmedien zu produzieren.“

    Das ist eine abscheuliche Anklage, die einen widerlichen Rassismus verrät. Sie lässt glauben, dass es arabische Eltern gleichgültig lässt, wenn ihre Kinder sterben.
    Im Kampf, der von unseren Untergrundorganisationen vor 1948 und von unserer Armee während des Unabhängigkeitskrieges, ausgetragen wurde, spielten Jungen und Mädchen eine wichtige Rolle. Das Waffentraining der palästinensischen Jungen heute ist nichts anderes als das unserer Gadna-Jugend-Bataillons. Der Junge, der 1948 im Kibbuz Degania einen syrischen Tanker zerstörte, ist ein Nationalheld geworden. Wenn ein Volk um seine nackte Existenz und Freiheit kämpft, geht es nicht anders, als dass die Jugend mit daran teilnimmt. (Ich trat der Irgun, die von den Briten als terroristische Organisation definiert wurde, im Alter von 14 ½ Jahren bei. Mit 15 trug ich Pistolen)
    Übrigens, Johanna von Orleans war 16 Jahre alt, als sie die französische Armee in die Schlacht führte.
    Die Siedler bringen ihre Kinder und Säuglinge, normalerweise ohne zu zögern, in gefährliche Situationen

    11. „Noch einmal wird bewiesen, dass die ganze Welt gegen uns ist. Sie sind alle Antisemiten.“

    Die öffentliche Weltmeinung ist immer auf Seiten der Unterdrückten. In diesem Kampf sind wir Goliath und sie sind David.
    In den Augen der Welt kämpfen die Palästinenser einen Befreiungskampf gegen eine feindliche Besatzung. Wir sind in ihrem Land – nicht sie in unserem. Wir siedeln auf ihrem Land – nicht sie auf unserem. Wir sind die Besatzer, sie sind die Opfer. Dies ist die objektive Situation und kein Propagandaminister (wie Herr Nachman Shai) kann dies ändern.

    12. „Wir haben keinen Partner für den Frieden“.

    Stimmt, wir haben keinen Partner für einen Frieden, den die Palästinenser als eine Kapitulation gegenüber israelischen Ultimatums sehen. Tatsächlich hätten wir einen Partner für einen Frieden, der auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt beruht.
    Die Lösung ist ganz klar: der Staat Palästina muss innerhalb der vor 1967er-Grenze errichtet werden mit Jerusalem als der Hauptstadt von zwei Staaten: Ost-Jerusalem mit dem Harm Ash-Sharif muss zu Palästina gehören – West-Jerusalem mit der Klagemauer und dem jüdischen Viertel muss zu Israel gehören. Wenn diese Lösung im Prinzip akzeptiert wird, können Verhandlungen über die andern Probleme beginnen: Sicherheit, die auf Gegenseitigkeit beruht, Austausch von Gebieten, eine moralische und praktische Lösung für die Flüchtlinge, Wasserzuteilung usw.

    Dieser Frieden wird zustande kommen – weil die einzige Alternative für beide Seiten die Hölle bedeutet.

Kommentieren (Erlaubte Tags)

Doch von Gestern
Doch von Gestern
Copyleft2007 Lurusa Gross

Mirrors

Recherche

Net News Global

Net News Global

Netradio

Aktionen

Parteibuch Forum

Letzte Kommentare

Ältere Beiträge

Archiv

April 2009
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Literaturtip

Tod im Milliardenspiel

Umfrage zu 9/11

Werbung

NPD - made by
Verfassungsschutz

Kapitel

Sonstiges

Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei

Sponsored Links

RSS-Feeds

Infos zu Honduras

Information zu Gaza

Termine

Neu im Parteibuch Wiki

Parteibuch Ticker (Feed)

International (Feed)

Media News Clips

Counter & Stuff

[18 queries. 13.310 seconds. 10 level2 caches. Top ]