Mitten in der großen Sozialkrise verschenkt die deutsche Regierung viele Hundert Milliarden Euro an Milliardäre. Untersützt wurde das Geschenk letztlich mehr oder weniger von allen im Bundestag vertretenen Parteien. Auch die Linkspartei machte nicht von der ihr per Bundestagsgeschäftsordnung gegebenen Möglichkeit Gebrauch, das absurde Gesetz wenigstens für eine Weile aufzuhalten. Chef der Hunderte Milliarden Euro schweren Finanzmittelverschwendungsanstalt ist mit Gerhard Stratthaus ein Mann, dessen bisherige Lebensleistung sich wie eine Aneinanderreihung von verantwortungslosen finanziellen Desastern liest.
Für Sozialleistungen und Bildung fehlt ansonsten an allen Ecken und Enden das Geld zum Notwenidgsten, da angeblich der Haushalt saniert werden müsse. Mit 92 Milliarden Euro wurde allein die Hypo Real Estate subventioniert. Die Eigentümer, das sind im wesentlichen der US-Milliardär Christopher Flowers, die Eigentümer dubioser US-Fonds sowie die Eigentümer anonymer Schwarzgeldgesellschaften aus der Karibik, dürfen sich über das Milliardengeschenk freuen.
Durch den Erwerb hochspekulativer AKtien, die derzeit einen Wert von nur wenigen Hundert Millionen Euro darstellen, sind sie, als das Unternehmen insolvent wurde, an die Kontrolle über 92 Milliarden Euro Steuergelder gelangt. Damit, dass sie nun diese gigantische Summe an Steuergeldern - immerhin etwa ein Drittel eines Bundeshaushaltes - kontrollieren, können sie nun die Politik erpressen, entweder im Wege einer Verstaatlichung des Pleiteunternehmens noch mehr Geld in den Rachen von Milliardären zu werfen oder einem Verkauf der mit so unglaubich vielen Steuermitteln bedachten Pleite-Bude an einen Leichenfledderer irgendwo in einer Steueroase zuzuschauen.
Das alles ist empörend. Wäre Deutschland ein funktionierender Rechtsstaat, würden alle Akteure einer Zig-Milliarden schweren Veruntreuung von Steuergeldern sich auf der Anklagebank eines ordentlichen Gerichtes wiederfinden und ergaunerte Vermögen im Wege eines Strafverfahrens eingezogen werden. Bemerkenswert ist jedoch die Ruhe in der Bevölkerung. Während es in anderen Ländern Massenproteste gibt und Regierungen gestürzt werden, passiert in Deutschland nichts, gar nichts. Bei der gerade durchgeführten Landtagswahl wählten sich die Hessen gar wieder die gleichen Metzger.
Wo es so viele Milliarden an Steuergeld für Millionäre und Milliardäre geschenkt gibt, die Eigentümer von Banken sind, wollen natürlich auch andere Milliardäre nicht hinten anstehen und ein Stück vom Kuchen abhaben. Bestes Beispiel dafür ist die Milliardärsfamilie Schaeffler. Mit der überteuert auf Pump gekauften Bude Continental hatte die sich gründlich verzockt. Der dadurch entstandenen Ebbe im Portemonnaie soll nun mit Steuermilliarden abgeholfen werden. Selbst die kritische Öffentlichkeit ist ratlos. Der Oeffinger Freidenker schreibt dazu:
“Nun steht die Firma vor dem Aus, und frech wie Harry wird Staatshilfe verlangt. Warum eigentlich? Welche Verantwortung hat der Staat, einem Unternehmen aus der Patsche zu helfen, das sicherlich keine systemrelevante Funktion innehat, das perfekt gesund war und durch die unverantwortliche Gier seiner Betreiber in den Niedergang gelotst wurde? Einer Familie dazu, deren Reichtum aller Wahrscheinlichkeit nach auf einer Bereicherung am Holocaust beruht? Mir fällt nichts ein.”
Noch bezeichnender für die Ratlosigkeit ist ein Kommentar dazu:
Seh ich ähnlich. Aber wie kommt man aus der Scheisse raus? Immerhin beschäftigen die 66.000 Mitarbeiter. Ansonsten wär der Fall klar.
Das ist verblüffend. Nahezu die gesamte kritische Öffentlichkeit lässt sich von der Propaganda einlullen, die Veruntreuung von Steuergeldern in Form von milliardenschwerer Sozialhilfe für Milliardäre sei alternativlos und praktisch niemand kommt auf die Idee, zu fordern, dass einfach die bestehenden Gesetze angewendet werden.
Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über ein recht flexibles Insolvenzrecht, das erst kürzlich gründlich modernisiert wurde. Dieses Insolvenzrecht erlaubt nach einer Insolvenz die Fortführung von wirtschaftlich dem Grunde nach gesunden Betrieben, die durch Überschuldung kaputt gewirtschaftet wurden. Der Insolvenzverwalter kann die Erfüllung jedes Vertrages nach Belieben verweigern. Angefangen bei Bankschulden, die einfach nicht mehr bedient werden, über ein unfähiges Management, das das Unternehmen ruiniert hat, bis hin zu irgendwelchen Beratungsverträgen von teuren Beratern, die niemand braucht, kann er all den Gläubigern, von denen er meint, dies sei im Interesse des Fortbestandes des Unternehmens sinnvoll, einfach mitteilen, sie mögen ihre Ansprüche zur Tabelle anmelden. Das heißt soviel wie, dass sie nur noch zu einem Bruchteil des Nominalwertes befriedigt werden.
Es ist im Insolvenzverfahren auch möglich, ein Unternehmen im Ganzen oder in gesunden Teilstücken an eine oder mehrere private oder staatliche Auffanggesellschaften zu verkaufen. Falls es staatliche Auffanggesellschaften gibt, könnte damit der Staat gesunde und wirtschaftlich arbeitende Unternehmensteile aufkaufen und so dafür sorgen, dass die dort vorhandenen Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung erhalten bleiben. Wenn der Staat dann Eigentümer des Unternehmens geworden sein sollte, kann er beispielsweise dafür sorgen, dass die dort vorhandenen Arbeitsplätze nicht aus kurzfristigen Profitinteressen heraus ins Ausland verlegt werden.
Das gesetzlich vorgesehene Verfahren einer entschuldenden Insolvenz mit anschließender Weiterführung der Geschäftstätigkeit sinnvoller Unternehmensbereiche ließe sich prinzipiell auf Banken genauso anwenden wie auf produzierende Unternehmen. Das würde dann vermutlich weges des Domino-Effektes der gegenseitigen spekulativen Kreditversicherungen, also der Zockerei, bei der alle mitgemacht haben, zu einem weitgehend in staatlichem Besitz befindlichen Bankensektor führen. Angesichts dessen, dass unverantwortliches Handeln und blinde Profitgier der von den Eigentümern beauftragten Manager dieser Banken Ursache der jeweiligen Pleite sind, wäre das auch ohne Zweifel sinnvoll. Auch die Botschaft für die Zukunft wäre klar: wer sein Eigentum verzockt, der ist es los.
Für milliardenschwere Eigentümer und Gläubiger von Banken und produzierenden Unternehmen ist das alles natürlich ein großer Alptraum. Denn diese Herrschaften verlieren dadurch, dass sie mit ihren gigantischen Spektulationen ihr Unternehmen in die Pleite gewirtschaftet haben, im Insolvenzverfahren einen erheblichen Teil ihres Vermögens. Diese Folge unverantwrtlichen Handels ist aber genau so gewollt und soll dafür sorgen, dass private Eigentümer von großen Vermögen damit verantwortlich umgehen. Mit der milliardenschweren Sozialhilfe für Milliardäre veruntreut der Staat also nicht nur Zig Milliarden Euro an Steuergeldern, die andereswo dringend gebraucht würden, sondern sorgt obendrein dafür, dass unverantwortliches Handeln belohnt wird.
Wo bleibt die laute und sichtbare Empörung all derer, die in Deutschland Opfer dieser gigantischen Abzocke sind? Arbeiter, Angestellte, Rentner, Schüler, Studenten, Arbeitslose, Beamte und kleine Unternehmer, alle sind sie Opfer dieser gigantischen Umverteilung. Es scheint der Propaganda von Milliardärspresse und Märchenschau wirklich gelungen zu sein, den Menschen in Deutschland soviel Sand in die Augen zu streuen, dass sie glauben, Hunderte von Milliarden Euro schwere Hilfspakete für Milliardäre seien alternativlos.
Nachtra: Hier noch ein Stück Realsatire aus dem täglichen Programm der Volksverdummung von n-tv
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Mir tun die Mitarbeiter von Schäffler sehr leid, wenn diese Firma in den Ruin getrieben wird. Diese Mitarbeiter stehen auf der Straße und haben nichts. Ich find es traurig, wenn der Staat da einfach nur so zu schaut. aber ich denke, falls der Staat wirklich Schäffler pleite gehen lässt dann betrifft das mehrere Firmen, die mit in die Insolvenz gerissen werden und die Autoindustrie massiv einstürzt. Ich bin gespannt, ob sich Frau Merkel dessen bewusst ist.
Der Hypo Real Estate wurde bisher mit über 102 Mrd. Eur Bürgschaften geholfen. Wieso kann dann Schaeffler nicht auch staatliche Hilfen bekommen ? Bei Schaeffler ist die Lage ja nur wg. der Finanzkrise so dramatisch, und für die haben schliesslich die weltweiten Finanzsysteme gesorgt. Außerdem geht es hier nicht nur um die Arbeitsplätze bei Schaeffler-Conti, sondern auch um sehr viele bei den Zulieferern. Und es waren schon an mehr als 4 Standorten tausende Menschen auf der Straße um zu demonstrieren und um der Politik zu zeigen: “Auch wir sind Schaeffler !” Näheres zur Schaeffler-Demo am Standort der Zentrale ist auf meiner website.
@Thomas und gehli
Schon vergessen? Wir haben Markwirtschaft!! Eigentum verpflichtet! Wenn eine Frau Schäffler meint, sie muss sich so einen Brocken kaufen, kann dann aber hinterher nicht die Zinsen für den Kredit aufbringen, dann haftet sie mit ihrem Privatvermögen, erst wenn das aufgebraucht ist, könnte sie mal nach dem Staat rufen, ABER erst dann. Jeder kleiner Unternehmer und Handwerker haftet mit seinem ganzen Privatvermögen gegenüber der Bank. Schon mal das GmbH-Gesetz gelesen. Man verkleistert uns massiv die Augen. Jeder Handwerker oder Kleinbetrieb der nicht wirtschaftlich arbeitet geht in Konkurs und die Leute verlieren ihre Arbeit. NUR weil das bei Schäffler und Opel gleich tausende sind und wir Wahljahr haben, kümmern sich die Politiker darum.
Und was heißt hier weltweite Finanzkrise (wir sind ein Teil dieser Welt), alle tun immer so, dass an der Krise die Amerikane schuld sind, dem ist nicht so, sie wurde dort ausgelöst (das stimmt), aber wir haben ein globales Finanzsystem und unsere deutschen Banken haben eine Riesenanteil an dieser Krise. DEUTSCHE Politiker haben den Weg für Headfonds freigemacht.
Ackermann war nur mit einer Rendite von 25% zufrieden. Den Deutschen Banken wurde nicht in einer Nacht- und Nebelaktion faule Kredite in den Tresor gelegt, NEIN sie haben sie, in ihrer Gier bewusst eingekauft.
Ich kann zwar die Rufe nach dem Staat verstehen, aber ich habe mir 40 Jahre anhören müssen: keine staatliche Einmischung in die Wirtschaft/Banken, der Markt regelt sich alleine, nur die Marktwirtschaft ist überlebensfähig! Jetzt wo viele sehen, das dem nicht so ist, rufen alle wieder nach dem Staat und vergessen dabei völlig: Der Unternehmer trägt Verantwortung für seine eigene Firma, auch in schlechten Zeiten! Fragt mal euren kleinen Handwerker vor Ort!!
Solange Frau Schäffler auch noch einen müden Cent privat besitzt, keine staatliche Hilfe für die Frau!
Zur Autoindustrie,
wir tun immer so, Öl ist unbegrenzt vorhanden. (ja ja die Umweltfreaks, ich weiß). Jahrzehntelang produzieren die Autos, wo Spritverbrauch völlig egal ist. Ein deutscher Durchschnittswagen ohne viel Schnickschnak kostet runde 20000€ (40000DM). Die Leute haben doch keine Autos mehr gekauft, nicht aus dem Umweltgedanken heraus, sondern weil es sich die Masse schlichtweg keines mehr leisten konnte. Jetzt durch die Abwrackprämie (die wir übrigens alle finanzieren) kaufen sich die Leute wieder ein Auto, aber ein kleines mit weniger Spritverbrauch. (Auf Kleinwagen muss mann jetzt schon warten) Komisch die Autoindustrie baut immer noch prozentual große Autos. Keine Forschung in alternative Fortbewegungsvarianten. Das Stromauto was VW und Herr Steinmeier so stolz vor 6 Monaten vorgezeigt haben, stand schon 25 Jahre bei VW im Museum. Nochmal zum Mitschreiben 25 JAHRE! Was glaubt ihr wer Marktführer in Hybrid und Elektromotoren ist. Genau die Asiaten. Fast alle Caddyfahrzeuge für Golfplätze weltweit, kommen aus China. Wenn die deutschen Autokonzerne jetzt nicht sterben und das müssten sie nach Marktgesetzen (wer am Markt vorbei produziert, geht pleite, kann auch wieder jeder Handwerker bestätigen) dann sterben sie in fünf Jahren, einfach weil sie keine alternativen Antrieb vorweisen können.
Marktwirtschaft fragt nicht danach, wieviel Arbeitsplätze sind im Unternehmen, nein Markwirtschaft gilt für ALLE. Ich fahre mit unseren Zweitwagen (9 Jahre alt) am Tag nicht mehr als 60km, der wird nur dann abgeschafft wenn ich dafür ein Auto bekomme was mit Strom fährt. Aus die Maus.
Dieser Beitrag ergänzt sehr schön meinen 3. Kommentar.
[…] schon recht gut. Nachdem Angela Merkel nun also zugegeben hat, dass sie die Staatskasse hemmungslos und jeglichen Rechtsnormen widersprechend ausgeraubt hat, um sich und ihr korruptes System an der Macht zu halten, wäre es nun eigentlich an der […]
Die Milliardäre/ Reichen sollten mal ihren Kopg gebrauchen und sich wehren.
Wollen Sie, dass das volk gegen sie aufsteht, weil die nwo-faschisten durch Provokation so gerne chaos erzeugen möchten?
Möchten die Polizisten, Soldaten und Richter mit solchen Zuständen konfrontiert werden? Doch wohl eher nicht.
Möchten die 2Reichen”, wie in anderen Ländern, in eingezäunten Knasts leben und ihre Kinder nur noch mit Bodygard zur Schule schicken müssen?
Damit wären sie Straftätern, die enorm eingeschränkt sind, gleichgestellt.
Wie wollen wir leben - doch nicht unter solch extremen bsedingungen.
Und nur um noch mehr Geld zu bekommen
[…] unabhängige Zeitung “Mein Parteibuch” schrieb zu diesem gigantischen Betrug am 3.Februar: “Die Bundesrepublik Deutschland […]