Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat bekannt gegeben, dass sie in der 608. Sitzung am 04.12.2008 beschlossen hat, das Internetangebot ana-hanna-blogspot.com in Teil C der Liste der jugendgefährdenden Medien einzutragen. Natürlich ist das großer Unfug, denn es gab unter der Adresse ana-hanna-blogspot.com nie ein Internetangebot. Um zu wissen, was mit der Indizierung gemeint ist, muss man sich die Indizierungsentscheidung näher anschauen. Gemeint ist, wie sich aus der ausführlichen Begründung der Entscheidung ergibt, das zwischenzeitlich gelöschte Blog ana-hanna.blogspot.com. Mein Parteibuch wurde damit um die Chance gebracht, das erste Blog zu werden, dass in Deutschland per Indizierung beworben wird.
Wie sich aus der Sperrnotiz zur Google-Suche in Deutschland nach Seiten von ana-hanna.blogspot.com ergibt, sind staatliche Stellen in Deutschland bereits seit mehr als drei Jahren mit dem Kampf gegen die 18 Blogeinträge beschäftigt.
Natürlich sind damit weder die Seiten noch die Gedanken aus der Welt geschafft. Schließlich hat die BPjM keine Möglichkeit, zu verhindern, dass Beiträge des gelöschten Blogs, von denen sich sieben noch im Cache der US-Google-Suche nach Seiten von ana-hanna.blogspot.com befinden, woanders wieder auftauchen. Und welche Passagen psychologisch besonders wirksam und verwerflich sind, kann nun jeder in der Entscheidung der BPjM nachlesen.
Die BPjM führt mit der Indizierung des Blogs Ana Hanna und der Pflege einer Liste verbotener Bücher im 21. Jahrhundert genau den gleichen Schildbürgerstreich vor, dessen kontraproduktives Ergebnis in vergangenen Zeiten sogar die katholische Kirche vom Index Librorum Prohibitorum abrücken ließ. Ein Verbot funktioniert nur, wenn öffentlich bekannt ist, was verboten ist. Ist aber öffentlich bekannt, was verboten ist, so wurde damit das Ziel verfehlt, die zu zensierende Information der Öffentlichkeit vorzuenthalten.
So muss die BPjM ihre Bemühungen um Geheimhaltung der Liste indizierter Medien damit konterkarrieren, dass sie diskret veröffentlicht, was indiziert ist, weil sonst niemand weiß, was verboten ist. Natürlich lässt sich eine Information, die an einen unbestimmt großen Kreis von Empfängern gerichtet ist, nicht geheimhalten. Mit einer simplen Datei-Suche nach “zensierte” und “verbotene” kann sich jeder davon überzeugen. Erschwerend kommt für Zensoren hinzu, dass Listen verbotener Schriften auf viele Leute wie Werbung wirken. Nichts anderes hat auch die BPjM in Bezug auf das Blog Ana Hanna erreicht: sie hat Werbung gemacht für die Webseite, in dem sie sie indizierte. Die BPjM kann komplett abgeschafft werden, denn dass die BPjM mal irgendwas Sinnvolles tun würde, ist ohnehin nicht zu erwarten.
Wie Heise Online berichtet, sollen auf der indizierten Webseite “Bilder der sichtbar unterernährten Ana-Ikone Nicole Richie” gewesen sein, von denen eines davon ein Cover der in einer Auflage von mehr als 150.000 Exemplaren erscheinenden Zeitschrift Vogue gewesen sein soll. Da die BPjM jahrelang mit dem Kampf gegen ein paar schnell zusammengeschriebene und kaum besuchte Internetseiten beschäftigt ist, können kranke Massenblätter der Industrie des Magerwahns ungestört an Kiosken verkauft werden, anstatt in die Schmuddelecken von Sexshops verbannt zu werden.
Die sinnlose Verschwendung von Resourcen der deutschen Zensurbehörden im Kampf gegen Windmühlen kann allerdings auch positiv gesehen werden, denn sie verhindert, dass die Schildbürger anderswo ähnlich großen Schaden wie der Buskeismus anrichten. Webseiten mit unerwünschten politischen Inhalten gegen herrschende Illusionen bleiben dadurch bei der Zensur der BPmJ erst mal außen vor. Insgesamt ist die Indizierung mal wieder typisch für Deutschland, denn wer auch immer das Blog Ana Hanna erstellt hat, braucht sicherlich weder Werbung noch Zensur, sondern eher Liebe und Hilfe. Aber das hat Deutschland nicht im Angebot.
| Wurde die Untersuchung von 9/11 manipuliert? | |
Ja |
74% |
Nein |
16% |
Weiß nicht |
10% |
Abgegebene Stimmen: 16448 Abstimmen |
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Das Parteibuch hat wieder mal mit zwei kurzen Sätzen das wahre Gesicht Deutschlands beschrieben.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um mein Abendbrot gebracht. Ich möchte kotzen und dabei bin ich doch gar nicht magersüchtig.
“Webseiten mit unerwünschten politischen Inhalten bleiben bei der Zensur erst mal außen vor”.Aber wie lange noch wenn es so weitergeht?Ich halte nichts mehr für sicher,die sind schon viel zu weit gegangen um noch umsteuern zu können,wenn sie zulassen das Deutschland demokratisch wird landen sie hinter Gittern und wenn sie Deutschland nicht in eine Diktatur verwandeln in der die Menschen nur noch zittern wird das Volk bald auf die Straße gehen und dann landen sie auch hinter Gittern,wohin sie auch gehören.Bleibt für die,die in Deutschland zur Zeit die Macht ausüben eigentlich nur eins,das Volk restlos unterwerfen.Aber weltweit brodelt es,die Menschen haben von Kapitalismus,Krieg und Ausbeutung die Schnauze voll.
Es hiess doch laut Prüfstelle das auf dem Blog Magersucht verharmlost wurde.
Stimmt das nicht?
Sry für die Frage, aber ich kenne (kannte) die Seite nicht.
Ansonsten wieder ein Topartikel von Mein Parteibuch.
Firma dankt
Ist es nicht die Regierung, die Magersucht verherrlicht?
Das Volk soll doch seit 30 Jahren
den Gürtel enger schnallen.
Hinter der Zensur liegt wohl der gleiche Grund, aus dem Nazischriften verboten sind; der geneigte Leser könnte wohl zu viele Parallelen entdecken.
[…] Die sinnlose Verschwendung von Resourcen der deutschen Zensurbehörden im Kampf gegen Windmühlen kann allerdings auch positiv gesehen werden, denn sie verhindert, dass die Schildbürger anderswo ähnlich großen Schaden wie der Buskeismus anrichten. Webseiten mit unerwünschten politischen Inhalten gegen herrschende Illusionen bleiben dadurch bei der Zensur der BPmJ erst mal außen vor. Insgesamt ist die Indizierung mal wieder typisch für Deutschland, denn wer auch immer das Blog Ana Hanna erstellt hat, braucht sicherlich weder Werbung noch Zensur, sondern eher Liebe und Hilfe. Aber das hat Deutschland nicht im Angebot. (Quelle: Mein Parteibuch) […]
Ja die Publizität des Verbotsindex ist schon eine blöde Sache. Aber nicht verzagen, mit dem neuen KiPo-Terror Filter wird alles besser!
Damit kann das Internet dann endlich still und leise auf Parteilinie getrimmt werden.
Die Fahne hoch, den Router fest geschlossen!1!!
Ob dann auch Buskeismus dicht gemacht wird? Diese total krasse Darstellung der Gerichtsrealität da könnte ja durchaus dazu führen, dass aus den Kleinen dann langhaarige Anarschisten werden statt glatt durchgeshavte Verbindungsmänner!
Ich finde es schon gut das solche seiten von netz genommen werden.
Das problem bei solchen aktionen ist wo ist das ende welche seite wird als nächstes vom netz genommen ?
Wer meint, der BPjM und dessen Bemühungen brauchen wir im Netz nicht, kann auch gleich schreiben, das Jugendschutzgesetz brauchen wir auch nicht. Die Inizierung kann man eben nur über das Jugendschutzgesetz, nach dessen Auslegung ja Iniziert wurde, diskutieren. Nur ist das hier dann wohl nicht der richtige Platz.
,,Täter” haben vor Gerichtimmer irgendwelche Gründe, warum das bestehende Gesetz nicht für sie gilt.
In diesem Fall, Rosa Luxenburg vs. Jugendschutzgesetz?
@Ralf
So ein Unfug. Die BPjM ist im Netz vollständig überflüssig. Sie schadet den von ihr vorgeblich vertretenen Zielen mehr als dass sie ihnen dient. Dieser Fall zeigt das - anstatt die Seiten aus dem Netz zu bekommen, hat sie für die Verbreitung der Inhalte gesorgt. Das andere Ende der Welt, auf das die BPjM ohnehin keinen Zugriff hat, ist nur ein Mausklick entfernt. Anstatt Minderjährigen zu helfen, die von zynischen Sadisten und Geschäftemachern mit dem Hungerkult in den Tod getrieben werden, drangsalisiert die BPjM die Jugendlichen.
3 Jahre hat es gedauert, das Verbot durchzusetzen. 60 Sekunden dauert es, die Seiten woanders wieder anzulegen. 25 Jahre steht nun die Webadresse auf der Verbotsliste. Wer stricht die Seite denn nun von der Liste, wo der Inhalt da nicht mehr ist? Wer packt nun die Tausenden von anderen Seiten in die Liste, wo genau so hässliches und jugendgefährdendes Zeugs steht? Wer sorgt dafür, dass die Seiten dann zeitnah wieder aus der Liste entfernt werden, wenn das Zeug da nicht mehr steht? Wenn aber praktisch im Sekundentakt Seiten auf den Index gesetzt werden, wer kontrolliert dann, dass dabe nicht unerwünschte politische Inhalte entfernt werden?
Was die BPjM macht, ist ein Schildbürgerstreich, der zur Wirksamkeit entweder einer umfassenden Firewalls nach chinesischem Vorbild für das Ausland braucht, oder aufgrund des Werbeeffektes kontraproduktiv wirkt.
Damit befördert die BPjM das, was sie eigentlich bekämpfen sollte und sie behindert - man siehe das Beispiel “das kleine Ferkel” - was sie fördern sollte. So eine inkomptente verantwortungslose Behörde braucht niemand.
Natürlich kann man hier darüber diskutieren, was am Jugendschutzgesetz falsch ist. Wir vertreten die Meinung, dass die Zuständigkeit der BPjM für die Zensur des Internets grundsätzlich falsch und eine Gefahr für die zur Demokratie notwendige Informationsfreiheit aller Menschen ist. Du berufst dich darauf, dass es Gesetz ist. So haben Täter vor 75 Jahren auch argumentiert.
Und: Natürlich haben Täter, die Demokratie und Informationsfreiheit abschaffen wollen, dafür immer Gründe. 1933 war dabei der Kampf gegen die Gefahren des Kommunismus der Grund, heute ist es der Jugendschutz.
@Redaktion
Irgendwie habeneinige Bloger mehr Angst um ihren Blog, als um ihre,anderer Kinder. Es ging in diesem Fall um Magersucht. Unterrubrick PRO ANA. Nicht um irgendeine inzinierung. Vieleicht solle man sich doch erst einmal über dieses Thema informieren. Magersucht ist eine tödliche Sucht. Nicht immer aber für die Betroffenen schlimm genug.
Würdest du auch hier schreien, wenn jemand in seinem Blog deinen Kindern blumig schreibt, wie toll doch Heroin ist. Und man solle es doch auch einmal ausprobieren? Kinder sind beeinflußbar. Besonders von ihrern Altersgenossen.
Werbung für diesen Blog durch die Inizierung? Das Netz war voll davon. Nun wird man etwas vorsichtiger.
Wenn man etwas nicht weiß, ist es nicht schlimm. Gibt zu viel um alles aufnehmen zu können. Aber man sollte es versuchen.
http://www.mage...ucht-online.de/
Zensur ist die Waffe der Dummheit, sie setzt sie ein, saobald ihr die Argumente ausgehen. Es ist die Waffe der “Guten”, derjenigen, die wissen mit welchem Wissen andere nicht umgehen können.
Zusammengefasst; eine Herrscgaftswaffe.
Stichwort: Schmutz- und Schund-Paragraph
Johnny Haeusler zum Thema
http://www.spre...indiziert-blog/
@Ralf
Du bist mit keinem Wort auf meine Fragen eingegangen, die die ganze Absurdität der Zensiererei aufzeigen. Hole das doch mal bitte nach, sonst halte ich dich womöglich noch für einen sturen Propagandisten von Repression.
Du schreibst, Kinder sind beeinflußbar. Da hast Du Recht, und genau deswegen sollte sich Deutschland um seine Kinder kümmern. Und dies bitte schön nicht mit einem ebenso aufwendigen wie aussichtslosen Kampf gegen die Windmühlenflügel des Internets, sondern mit Liebe und Hilfe.
Hätten sich diejengen, die über die Sperrung von Ana Hanna beraten, beschlossen und entschieden haben, ihre für die Zensierei aufgewendete Energie für die Kinder verwendet, dann hätten sie wirklich meine Hochachtung. Doch so haben sie nichts weiter als einen für Demokratie und Informationsfreiheit gefährlichen Schildbürgerstreich begangen.
Was Johnny Haeusler dazu schreibt, ist mir bekannt. Er irrt - aber er merkt das vermutlich erst, wenn sein Blog mit guten oder schlechten Begründungen verboten wird.
Sorry Redaktion
Aber nur so, wie du es möchtest?
Magersucht ist eine psychische Krankheit. Nicht zuletzt ausgelösst, durch Pro ana Seiten. Reingekommen über leichtes Übergewicht. Und plötzlich kann man mit dem abnehmen nicht mehr aufhören.
Dir geht es anscheinend doch nur um dein Blog. Und weil der um 5000 Ecken jetzt in Gefahr schwebt, kann man ihn auch mit den Haarsträbensten Argumenten verteidigen. Ich mein, die USA stehen auch im Irak und versuchen nur ihr Land zu verteidigen.
Hier mal ein bekanntes, nachzueiferndes Bild einer Magersüchtigen. Dann kannst du dein Blog weiter verteidigen. Nur auf wessen kosten. Ach ja, das Mädchen fühlt sich dick und hungert weiter bei pro ana.
http://ledeblog...04/pro-ana1.jpg
@Ralf
Nein, Ralf, antworte wie Du willst. Nur, wenn Du erwartest, hier zu diskutieren, dann geh auch auf Fragen ein. Wenn es Dir nur darum geht, vorgefertigte Propagandahäppchen per Copy und Paste zu verbreiten, dann mache das bitte auf deinem Blog.
Mir ist sehr wohl bekannt, was die Propagandisten von Schönheit durch Verhungern anrichten. Die Opfer brauchen Hilfe, der Propaganda kann nur durch Aufklärung un Gegenpropaganda wirksam entgegengewirkt werden. Wenn die Modelle in Zeitschriften wie Vogue 60 bis 70 Kilo wiegen, dann waren solche Bemühungen erfolgreich. Da passiert aber viel zu wenig.
Mir ist aber auch bekannt, was für ein Unfug es ist, dagegen mit dem Versuch von Internet-Zensur vorzugehen. Der Versuch der Zensur ist kontraproduktiv, weil er wie Werbung wirkt und ist gefährlich für Demokratie und Informationsfreiheit, weil nur eine umfassende Zensur wie in China den Werbeeffekt aufwiegen kann.
Dieses Wissen scheint dir zu fehlen. Deshalb hier noch mal die Fragen an Dich, die du partout nicht beantworten willst:
3 Jahre hat es gedauert, das Verbot durchzusetzen. 60 Sekunden dauert es, die Seiten woanders wieder anzulegen. 25 Jahre steht nun die Webadresse auf der Verbotsliste. Wer stricht die Seite denn nun von der Liste, wo der Inhalt da nicht mehr ist? Wer packt nun die Tausenden von anderen Seiten in die Liste, wo genau so hässliches und jugendgefährdendes Zeugs steht? Wer sorgt dafür, dass die Seiten dann zeitnah wieder aus der Liste entfernt werden, wenn das Zeug da nicht mehr steht? Wenn aber praktisch im Sekundentakt Seiten auf den Index gesetzt werden, wer kontrolliert dann, dass dabe nicht unerwünschte politische Inhalte entfernt werden?
Übrigens, wir machen uns keine Sorgen um das Blog hier, das könnt ihr ruhig indizieren, das Werbegeschenk nehmen wir gern an. Wir haben genug Spiegel, genau wie im übrigen auch chinesische Dissidenten. Selbst da funktioniert die Zensur nicht wirklich überzeugend. Wirklich besorgniserregend ist allerdings die Dummheit der Bürokraten in Deutschland, die aus der Geschichte des Index Librorum Prohibitorum offenbar überhaupt nichts gelernt haben.
Vielleicht denken die Zensoren dabei natürlich auch bloß an ihren eigenen Job, denn wo es keine Zensurbehörde wie die BPjM gibt, braucht es auch keine Zensoren. Das wär dann zwar auch nicht gerade toll, aber wenigstens menschlich.
Na zum Schluß dann noch mal. Wenn das von der BPjM unproduktiv war, waum haben dann bestimmt 80% der pro ana Seiten jetzt schon ihre öffentlich zugänglichen Lobpreisungen für Pro Ana gelöscht oder sie zumindest in den geschlossenen Bereich verlegt?
Einige haben das Zutrittsalter ganz schnell auf 18 gesetzt.
Wie hat ein anderer Bloger geschrieben? Wenn du auf einer Brücke stehst und unten ist ein Boot gekenntert mit 100 Nichtschwimmern. Du hast aber nur einen Rettungsring. Würdest du ihn trotzdem werfen?
Ich weiß nicht aws du auserhalb deines Blogs machst. Ich arbeite ehrenamtlich für Essgestörte im Internet und es hat mich wirklich gewundert,das diese Seiten nicht schon früher aus dem Verkehr gezogen wurden.
@Ralf
Du hast wieder nicht auf meine Fragen geantwortet:
3 Jahre hat es gedauert, das Verbot durchzusetzen. 60 Sekunden dauert es, die Seiten woanders wieder anzulegen. 25 Jahre steht nun die Webadresse auf der Verbotsliste. Wer stricht die Seite denn nun von der Liste, wo der Inhalt da nicht mehr ist? Wer packt nun die Tausenden von anderen Seiten in die Liste, wo genau so hässliches und jugendgefährdendes Zeugs steht? Wer sorgt dafür, dass die Seiten dann zeitnah wieder aus der Liste entfernt werden, wenn das Zeug da nicht mehr steht? Wenn aber praktisch im Sekundentakt Seiten auf den Index gesetzt werden, wer kontrolliert dann, dass dabei nicht unerwünschte politische Inhalte entfernt werden?
80%, das hört sich viel an. Und, ist das Problem Ana damit auch in der Realität um 80% zurückgegangen? Nein? Na sowas. Schau, schon eine simple Google-Suche fördert jede Menge Seiten zutage:
http://www.goog...earch?q=pro+ana
Und nun? Google verbieten? Und dann, selbst wenn http weltweit zu ist, dann geht es weiter mit tor, P2p und verschlüsselt. Das Problem bekommst Du so nicht in den Griff. Der einzige Effekt ist, dass dadurch Demokratie und Informationsfreiheit zerstört werden. Die verlogene Systempresse, die den Mode- und Schönheitswahn forciert, wird dadurch gestärkt.
Wenn dein einziger Rettungsring aus Stein ist, und genausowenig hilfreich, wie die Internetzensur gegen Propaganda hilft, dann würde ich ihn nicht werfen, denn dann könnte er zwar jemanden erschlagen, würde aber sicher niemanden retten. Wenn die BPjM das Problem Ana in den Griff bekommen will, dann muss sie die Mode- und Werbeindustrie wirksam angehen. Wenn Du gegen die Mode-, Werbe- und Medienindustrie vorgehst, die für die Attraktivität von Ana-Seiten ursächlich ist, dann ist das Parteibuch da gern dabei.
An die Arbeiter Für Eßgestörte habe ich zwei Fragen:
Sterben in Deutschland mehr Menschen an Übergewicht oder an Untergewicht?
Wann wird ein Verbot der Reklame für Butter verlangt?
@Harry Schwiebert,
Du hast es getroffen. Danke
[…] hat noch nie funktioniert. Wird bekannt, was zensiert wird, ist die Zensur nichts anderes als eine subtile Art von Werbung. Und auf Dauer lässt sich eben nicht geheim halten, was zensiert wird. Schließlich […]