Am heutigen Montag fand in Berlin eine Solidaritätskundgebung mit den Opfern der Verbrechen der zionistischen Terrorbande in Gaza statt, zu der die Veranstalter einer Holtzbrinckschen Milliardärspostille zufolge etwa 1000 Teilnehmer erwarteten. Zu der Demonstration gekommen sind deutlich mehr Teilnehmer jeden Alters und jeden Geschlechts, die in ihrer Mehrzahl vermutlich Muslime waren. Während die Berliner Polizei einfach nur von mehr als 1000 Teilnehmern sprach, schätzte ein Sprecher der palästinensischen Gemeinde in Berlin, dass etwa 2000 Menschen an der Demonstration teilnahmen. Was die Rheinische Post hier dazu schreibt, ist natürlich Unfug.
Mein Parteibuch hat einen Bericht von der Demonstration zugesendet bekommen.
Laut war es auf der Demo. Bei den Sprechchören dominierten neben “Allah ist groß”-Rufen die Parolen “Israel Kindermörder! Israel Frauenmörder!”, “Israel bombardiert, Deutschland finanziert!”, “Zionisten sind Faschisten, ermorden Frauen, Kinder, Zivilisten”, “Eine Umma, eine Flagge!” und “Augen auf, Stoppt den Krieg” wobei einige Demonstranten dem noch ein “Intifada bis zum Sieg!” hinzufügten und andere, die auch Lieder der sozialistischen Internationale anstimmten, genau dies nicht taten. Vereinzelt waren manchmal Rufe zu hören, die sich nicht gegen Israel und Zionisten, sondern gegen Juden, richteten; diesen wurde jedoch von der Menge schnell und deutlich klargemacht, dass sie auf der Demonstration nicht erwünscht waren.
Bunt war die Demo auch. Neben Transparenten, Schildern und der Fahne Palästinas waren auf der Demonstration auch einige türkische und libanesische Fahnen zu sehen. Die Transparente und Schilder forderten meist Hilfe für Palästina und verurteilten Israel als Mörderstaat. Viele Menschen hatten auch Schilder in der Hand, mit denen sie den ägyptischen Regierungschef Mubarak als Verräter bezeichneten, weil der die Grenzen zum Gaza-Streifen nicht öffnet. Lediglich auf einem einzigen Pappschild war bei genauem Hinschauen auf der Rückseite die Zeichenfolge “Davidstern - Gleichheitszeichen - Hakenkreuz” zu sehen. Genau davon hat der Tagesspiegel natürlich berichtet und so zur Delegitimation der Demo gegen die deutsche Staatsräson der bedingslosen Unterstützung für Israel sein Möglichstes getan.
Die Demo war übrigens nicht nur laut und bunt, sondern auch ausgesprochen friedlich und freundlich. Die auf dem Lautsprecherwagen der Veranstalter gehaltenen Reden waren trotz der von den zionistischen Gotteskriegern gerade begangenen schweren Verbrechen sehr gemäßigt, forderten kaum mehr als ein Ende der Gewalt, bis dahin Sanktionen gegen Israel und einen Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967. Eine Frau verteilte ein Flugblatt vom Quds Tag mit sehr vernünftigen Forderungen, das Interessierte hier finden. Auf einem weiteren verteilten Zettel wurde für den 05. Januar 2009 zu einem Treffen mit Schuhen “bewaffneten” Treffen an der US-Botschaft zur Forderung der Freilassung von Muntadar Al-Zaidi aufgerufen.
Weitere Fotos von der Berliner Demo für Gaza gibt es bei urs1798. Inzwischen gibt es bei Youtube auch einige Videos von der Demo.
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