Das rote Blog Woschod hat sich die BND-nahe Kinder-FAZ, kurz taz, angeschaut, und da einen Artikel des Journalisten Timo Hoffmann gefunden, der sich mit DDR und Geschichtsklitterung beschäftigt.
Angesichts des Hintergrundes der taz wundert sich sicher niemand, dass Timo Hoffmann sich dann nicht etwa damit beschäftigt, dass zum Beispiel die Geschichte der deutschen Teilung, der Währungsreform, der Wiederermächtigung alter Nazis, der Befreiung, des Wirtschaftswunders, des Bündnisses von Kirche und Faschismus, des verschwägerten Statthalters der Besatzer, der Wiederbewaffnung und der Fälschung der Demokratie in Westedeutschland durch die CIA in den deutschen Massenmedien grundsätzlich auf den Kopf gestellt wird. Wie es sich für ein BND-nahes Presseorgan gehört, beschäftigt sich Timo Hoffmann in der taz damit, dass im Internet noch einige Webseiten von ehemaligen Mitarbeitern des MfS zu finden sind, die sich die Geschichtsklitterung der westlichen Massenmedien nicht zu eigen machen.
Die vorgestellten Lösungsansätze passen nur zu gut zur braunen Bundesrepublik. So fordert in dem Artikel etwa der Chef der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, der jüngst erst damit aufgefallen ist, dass er sich hartnäckig weigerte, zur Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen den Iran verbreitete Lügen korrigieren zu lassen:
“Es wäre sicherlich sinnvoll, mit Google einmal darüber zu sprechen, ob sie solche Seiten im Ranking herabstufen können, sodass sinnvolle Bildungsangebote zuerst angezeigt werden.”
Dafür muss man Verständnis haben, denn propagandistische Kommunikationsherrschaft und umfassende Zensur sind schließlich die grundlegenden Elemente der von alten Nazis zur Demokratie gewandelten Bundesrepublik Deutschland. Aber Timo Hoffmann hält für die taz-Leser noch mehr parat:
“Experten sind sich darin einig, dass solcher Geschichtsklitterung mit schulischer Bildung entgegengewirkt werden müsse. Tatsächlich stellte sich im Juli bei einer Befragung von über 5.200 Jugendlichen heraus, dass Schüler nur sehr wenig über die DDR wissen. Nur etwa jedem Dritten war bekannt, dass die DDR die Mauer gebaut hatte. Um das zu ändern, fördern die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Bundeszentrale für politische Bildung Informationsprojekte, Dokumentarfilme, Internetportale und Aufklärung in Jugendmedien.”
Ausgerechnet der von Springer-Verlag und Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierte Anti-Linkspartei-”Experte” Klaus Schroeder, der mit platten Lügen zur Diffamierung der jungen Welt und seinem eigenen manipulierten Wikipedia-Artikel geradezu beispielhaft für die verlogene Propaganda der historischen Seilschaften von Transatlantikern und alten Nazis ist, will nun Geld für “Informationsprojekte, Dokumentarfilme, Internetportale und Aufklärung in Jugendmedien”. Und dafür wirbt er in der Hauszeitung des grünen Bataillons der NATO. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.
Wer sich dafür interessiert, ob deutsch-deutsche Geschichte auch eine andere Seite als die platte Geschichtsklitterung von Springerpresse, dem der CIA nahestehenden Bertelsmann-Konzern und der pseudo-alternativen taz hat, dem sei empfohlen, die von Timo Hoffmann gedissten Seiten zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen:
Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung
Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde
Wenn jemand von der taz als Kinder-FAZ spricht, so passt das nicht zum Artikel von Timo Hoffmann. Die platte Propaganda, die Timo Hoffmann in seinem in der taz veröffentlichten Geschichtsklitterungsartikel abgesondert hat, passt genauso gut in die Bild-Zeitung. Wer immer noch zur Leserschaft der taz gehört und das pseudo-links-alternative bildartige Geschwafel der taz ebenso leid wie die grüne Drei-Liter-Panzer-Kriegspartei ist, der mag sich übrigens mal die junge Welt und die Linke anschauen.
Es gibt Alternativen zum globalen Terror der Transatlantiker.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Die Junge Welt ist mir ziemlich negativ mit einem Artikel über das 700Mrd-Paket aufgefallen. Entweder da verfügte jemand über mangelhafte Englischkenntnisse, oder wollte den Text mit Absicht falsch interpretieren. Meinen Leserbrief dazu haben sie nicht beantwortet.
Jedenfalls ist diese Zeitung auch mit Vorsicht zu genießen.
“BND-nahe Kinder-FAZ” - *gröööl*. Ich schmeiss mich wech.. Hab ich ja noch nie gehört. Kann mich mal einer aufklären? Besonders über das BND-nahe? Vorsichtshalber distanziere ich mich schon mal. Das Lachen ist bei mir eine reine Abwehrreaktion.
@serge
Aha, weil ein Artikel Dir nicht zugesagt hat, ist diese hervorragende linke, unabhängige Zeitung junge Welt mit Vorsicht zu genießen. Das ist natürlich treffende Logik. Leserbriefe werden veröffentlicht oder nicht veröffentlicht. Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung, aber das eine Redaktion Leserbriefe zu beantworten hat ist mir neu. Da warte ich dann anscheinend noch auf dutzende Aw’s von bürgerlichen Zeitungen.
Die meisen Leserbriefe werden veröffentlicht bei der jW - in der Zeitung oder Online (sofern sie über das Onlineformular abgeschickt wurden).
Dass die so einen Schiss vor dem Internet haben, muss einen wirklich nicht verwundern wenn man nur mal sieht, wie dummdreist sie einen belügen wollen.
Der Nordstern.
@Zidane
Ne, nicht, weil mir der Artikel nicht zugesagt hat, sondern weil der Autor anscheinend ziemlich ignorant war.
Ich weiss leider nicht alles, und muss daher in Politiksachen oft empirisch rangehen. Und wenn ich sehe, wie eine Zeitung mit Themen umgeht, von denen ich meine halbwegs Ahnung zu haben, bin ich vorsichtig mit Artikeln zu denen ich weniger Hintergrundwissen habe. Die könnte mir ja das Blaue vom Himmel erzählen.
Das ist ein ganz einfacher Grundsatz noch aus aufklärerischen Zeiten.
Dieses einfache Beispiel hatte mir nahegelegt, dass zumindest ein Autor der jW um des Willens einer reisserischen Schlagzeile schonmal ein bisschen an den Tatsachen dreht.
Was den Leserbrief angeht. Du sagst, die meisten Leserbriefe werden veröffentlicht, dort. Das stimmt mich nur noch nachdenklicher, denn meiner war natürlich kritisch.
@Big Berta
Da gibt es einen Link auf die Worte “BND-nahe”.
@serge
Wenn Du meinst, von etwas halbwegs Ahnung zu haben, dann spricht das nicht gerade für umfassende Kompetenz. Wenn sich ein Leserbrief mit Halbwegs-Ahnung-haben dann noch auf die Wiedergabe von Unfug der Bild-Zeitung erschöpfen sollte, dann würde niemand auf so etwas auch nur eingehen.
Aber tu doch einfach mal Butter bei den Fischen. Welcher Artikel hat Dir warum nicht gefallen in der jungen Welt und was war der Text deines Leserbriefes? Dann kann man darauf hier auch vernünftig antworten. Die Information, dass “ein Autor der jW um des Willens einer reisserischen Schlagzeile schonmal ein bisschen an den Tatsachen dreht” ist sonst recht inhaltslos.
Bitte, zufälligerweise habe ich noch eine Memo mit dem entsprechenden Text. Der Stein des Anstoßes ist hier zu finden: http://www.jung...8/09-24/001.php
Mein Brief:
“Über Sinn und Unsinn des Paulsonplanes kann man geteilter Meinung sein. Verstanden sollte man ihn aber haben, bevor man eine reisserische Titelseite mit ihm fabriziert.
“Die allgemein verbreitete Behauptung, es gehe um 700 Milliarden US-Dollar, ist irreführend, im Text steht explizit »without limitation«.”
Im Gesetzesentwurf steht explizit “The Secretary is authorized to take such actions […] including, without limitation: [Liste mit angedachten Aktionen]”
Das im Artikel zitierte bezieht sich also in keiner Weise auf den Wert der anzukaufenden Papiere, sondern einzig und allein auf die dazu erforderlichen durchzuführenden Maßnahmen. Der maximale Wert der Aussenstände im Rahmen der Rettungsaktion wird in Absatz sechs genau auf 700 Milliarden Dollar festgelegt.
“»Entscheidungen des Finanzministeriums in Verfolgung dieses Gesetzes (…) unterliegen der Geheimhaltung.”
Ein weiterer Übersetzungsfehler. Der Entwurfstext lautet: “Decisions by the Secretary […] are […] committed to agency discretion, […].” Das heißt soviel wie: “Entscheidungen des Ministeriums werden nach Ermessen der Behörde gefällt.” Das stellt eine - kontroverse - Klausel für eine Ausnahmeregelung im 5. Titel des United States Code §§ 701 ff. dar, die Personen, die von den Aktionen der Behörde betroffen sind, das Recht auf eine juristische Prüfung verwehrt.
Kommentar: Meiner Meinung nach liegt hier entweder eine grandiose Ignoranz oder gezielte Desinformation seitens der Redaktion vor. Dass der Plan kontrovers ist, steht ausser Frage, auch nicht, dass er dem Finanzminister einen sehr großen Spielraum bei der Verteilung des (Steuer-)Geldes verleiht (sprich: Macht); aber ich denke eine solche Darstellung, wie sie hier geboten wird ist unter dem Niveau der Jungen Welt. Ich bitte um Klarstellung.
Mit freundlichen Grüßen.”
Ich habe mich offenbar beim Kommentar im Ton vergriffen. Das rechtfertigte meiner Meinung nach aber nicht, von der Beantwortung abzusehen, sollte man ansonsten zu dem Entschluss kommen.
@serge
Ja, Du hattest recht Du mit dem Recherche- und Übersetzungsfehler. Dass dein Leserbrief nicht online gestellt oder beantwortet wurde, lag vermutlich daran, dass auch der Ton die Musik macht.
Aus heutiger Sicht sieht das allerdings schon wieder ganz anders aus: 700 Milliarden? Ha! Es sind 8500 Milliarden.
Weder die “taz” noch die “JW”, auch keine der anderen zentralen und massenwirksamen Zeitungen und Zeitschriften beschäftigt sich mit der Zensur in Deutschland Heute, der Grundlage jeder Geheimdiensttätigkeit.
Der Chefredakteur der JW war bekenneder IM der Stasi udn meint heute noch, dass Politik nich ohne ohne Geheimdienste gemacht werden kann. D.h. möchte man sich poölitisch angagieren, so sollten Kontakte zu den Geheimdiesnten gewüscht sein. Darin unterscheidet sich der Chefredaktuer der JW nicht von dem früheren Spiegel-Verlagsleider, dem Schröder-Osmani-Anwalt und Hamburger Verfassungsrichter Michael Nesselhauf.
Über die Rolle von Michael Naumann als früherer Zeit-Harausgeber und dem dahinter stehenden BND wird gestritten.
Die Zensurkammern sind der falsche Ort, die entstehenden Widersprüche zu klären. Alle diese Herren bedienen sich jedoch der staatlichen Zensur über die Zensoren bei den Gerichten und Medienanwälten.
Allein aus diesem Grund sollte ein Stasi-Buch, geschrieben von deren früheren Generäälen, nicht ungelesen in Bausch und Bogen verdammt werden. Sind doch alles die gleichen Typen. Dann darf man gar keine Memoiren
Ich habe zwar das Buch heute runtergeladen, ob ich es lesen werde, weiß ich nicht. Zu viele Lügenhelden unter den Autoren und Befürwortern dieses Buchs.
Was der Autor Winfried Wolf ist oder nicht ist weiß ich nicht, aber eins weiß ich ignorant ist er ganz sicher nicht (und bei einem Kommentar der vergleichbar dermaßen despektierlich im Ton gehalten ist, auf diesen hätte ich sicherlich auch nicht geantwortet und falls das der vorherrschende Ton im Leserbrief gewesen sein soll, wäre dieser ebenfalls nicht veröffentlicht worden). Er engagiert sich z.B. vorbildhaft bei der Intitative “Bahn von unten” und war schon häufiger mit seiner kompeteten Meinung in diversen Politmagazinen zu sehen. Seine Artikel und Analysen was den Themenkomplex Deutsche Bahn und deren Privatsierung betreffen sind erstklassig!
Es mag ihm ein Übersetzungsfehler unterlaufen sein, aber wie die MeinParteibuch-Redaktion es ja schon geschrieben hatte, es ist noch viel schlimmer.
Zu dem Thema könnte man auch einen Beitrag von Naomi Klein zitieren:
“….The other thing that the Fed won’t disclose is what they have accepted as collateral in exchange for these loans. This is a really key point, because, of course, at the heart of the financial crisis is—are these so- called distressed assets. The value of these assets is enormously controversial. They may be worth very little. So if the Fed has accepted distressed assets as collateral in exchange for these loans, there’s a very good chance the taxpayers aren’t going to be getting this money back. So Bloomberg News has launched a lawsuit in federal court to find out who has received the loans and what has been accepted as collateral, because they believe that this lack of transparency is illegal. So that’s why we’re calling this the “trillion-dollar crime scene” or the “multi-trillion-dollar crime scene.” And they’re really challenging lawmakers to call them out, the Treasury is.”
http://zmag.org...ewArticle/19665
Weiterhin konntest Du auch nicht begründen, warum man nur weil ein Artikel Dir nicht zugesagt hat die JW als solche “mit Vorsicht” zu genießen sei. Prinzipiell gilt jede Quelle, jedes Presseelaborat kritisch zu lesen. Allerdings dann von einem Artikel allgemein (Vor)-Urteile herabzuleiten ist imho nicht opportun und erinnert mich meist an das Bashing gegen eine der wenigen, wenn nicht die einzige, wirklich unabhängige überregionale Tageszeitung in der BRD.
@Rolf Schälike
Der Sermon mit dem IM nach zwanzig Jahren interessiert niemanden mehr, weil es nur noch die West-Stasi gibt, aber das Original schon längst nicht mehr existiert. Des weiteren basaßen und besitzen dutzende Redaktionen bürgerlicher Zeitungen weiterhin ein symbiotisches Verhältniss zu deutschen Inlands- und Auslandgeheimdiensten wie Bundes- und Landes-VS und BND.
Und mit wem streitet sich BND-Naumann oder die ZEIT? Mit Otto Köhler, einem jW und Freitag Autor, mit Sicherheit nicht:
http://www.frei...47/07470201.php
@serge
Interessanterweise hat Naomi Klein die gleiche Interpretion sowohl bezüglich des ursprünglichen sowie des durch den Kongress veränderten Paulson Plans.
Zitat Klein:
…And I think, you know, Amy, the last time I was on Democracy Now!, we were talking about Henry Paulson’s original three-page proposal, the $700 trillion stickup, where he basically said, “Give me $700 trillion. Don’t ask any questions. I can never be challenged by any arm of government or any court of law.” Now, that aspect of the bailout was supposedly dealt with, and we were all reassured that there was going to be transparency, accountability, legality. But now we’re finding out that, in fact, Henry Paulson has achieved his original goal by stealth, because there is no accountability, and lawmakers are very hesitant to challenge this, because they’re afraid of causing a run on the banks, of causing more market instability. So, essentially, what the Bush administration has done is said, you know, “We dare you to challenge us and be responsible for the great depression.” And the Democrats, not known for their firm spines, have so far failed to challenge them in anything other than rhetoric.
Winfried Wolf hat am 24.09.2008 (!) eine politische Schlußfolgerung in Bezug auf den ursprünglichen Paulson-Plan gezogen. Du kannst Dich darüber ärgern oder auch nicht. Dieser zustimmen oder auch nicht, aber sich an einem (und nicht mehreren) Übersetzungfehler bzw. Übersetzungsungenauuigkeit aufzuhängen, um die Glaubwürdigkeit der jW in Zweifel zu ziehen ist nicht überzeugend und hinterläßt zumindest ein Geschmäckle.
Die Stoßrichtung des Artikels und die damalige Beurteilung ist, mittlerweile wissen wir ja mehr, richtig gewesen. Fakt ist (mit Stand von heute): es handelt sich um eine Gelddruckmaschine für die Wall Street, niemand kann für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen werden und die US-Bürger müssen auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinaus finanziell bluten für die Machenschaften der Bankster, des weiteren ändert sich an den Strukturen (fast) nichts.
Klein meinte weiter “nicht der Staat (in diesem Fall das Finanzministerium als ausführende Institution) hat die Banken verstaatlicht, sondern die Banken das Finanzministerium privatisiert” (ich hoffe ich habe es exakt wiedergegeben - kann dafür aber nicht garantieren lol).
Dieses äußerst luzide Fazit sollte man mal sacken lassen.
So jetzt ist das ganz schön off-topic gegangen.
Den Ausführungen des Autors bzgl. der taz stimme ich übrigens ausdrücklich zu.
@Zidanwe #10:
Der Chefredfakteur der Jungen Welt war unbestrittgen IM, und er steht auch dazu. Als Chefredakteur mach er auch heute Politik. Er meint heute: wenn man Politik machen will, muss man mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten, diese Zusammenarbeit aktiv suchen.
Insofern ist es tatsächlich uninteressant, dass er IM war, aber die heutige Meinung ist schon interessant.
Michael Naumann würde ich nicht als BND-Naumann bezeichnen. Dazu habe ich zu wenig Informationen, außerdem interessiert mich das nicht sonderlich. Jedenfalls hat er gegen die Linken in Hamburg wegen einem Rundbrief, in dem ihn BND-Beziehungen vorgeworfen wurden, bei Buske prozessiert. Kannst ja in meinem Bericht
nachlesen. Damit hat er das schlechteste Gremium für die Wahrheitsfindung ausgesucht. Schwer zu glauben, dass das zufällig war.
Als Spitzenkandidat der Hamburger SPD hat er diese keinesfalls überzeugend vertreten. Stank alles bei mir in der Nase nach Geheimdiensten.
Will sagen: Die Geheimdienste sind überall. Die CDU-Angela ist ja die obesrte Chefin, und macht das für ihre persönliche Machtpolitik nicht schlecht, wenn sie sich die jungen Geheimdienstler direkt zur Berichterstattzung holt, und nicht deren Chefs.
@Rolf Schälike
Habe auch nie bestritten, daß Arnold Schölzel ein IM der Stasi war. Das Zitat, welches Sie ihm zuschreiben, würde mich mal aber interessieren. Wo kann man da nachlesen? Und was den BND-IM-Naumann und die CIA und BND-Klitsche Zeit betrifft, es wurde ja ein Link zu einem sehr aufschlußreichen Artikel von Otto Köler dazu gepostet (was Erich Schmidt-Eenbohm schon vor über zehn Jahren meint herausgefunden zu haben). Warum interessiert Sie das nicht? Mich interessiert das aber, weil die geheuchelte moralische Überlegenheit mit der man meint alles links (und zwar kollektive, sowas wie Sippenhaft) von der “SPD” denunzieren zu können gehörig auf den Zeiger geht. Da ist es egal, ob das von 4 sog. Abweichlern in Hessen kommt, Nauman, Clement oder irgendeinem anderen “SPD”-Fuzzi. Den BND, MAD, die zig Landes- und Bundes-VS sowie den Terrorladen CIA gibt es noch - die ostdeutsche Stasi schon lange nicht und die wird auch nicht wiederkommen.
Hier ist der andere Arikel von Köhler aus dem Jahr 2004:
http://www.frei...33/03330501.php
Die vergangene IM-BND-Stasi-Problematik interessiert micht insofern wenig, weil die richtige Aufarbeitung durch die geruichte gestört wird. Eine Aufarbeitugn ohne Namensnennung und Offenbahrung der porsönlichen Dinge: Motive, Charakter, Intima etc. ist nicht möglich. Denn wir Menschen handeln und entscheiden sehr aus der Persönlichkeit heraus.
Wir leben in einem Dreiecksverhältnis:
- Wir als das ICH, als Persönlichkeiten mit allen Details und sehr intimen Interessen (diese entscheiden alles, aber oft müssen wir diese verheimlichen, oder sind uns unserer wahren Interessen nicht bewusst)
- Wir als Hineingeborene in gesellschaftliche und soziale Strukturen (diese müssen wir berücksichtigen)
- Wir als Veränderer der gesellschaftlichen und sozialen Strukturen zu unserem Gunsten.
Wenn nur die letzten beiden Positionen von der Politik erfasst werden (in der DDR war es hauptsächlich nur die letzte) und die Zensurgerichte die öffentliche Diskussion über die erste Position verbieten, bei der zweiten stark einschränken und bei der dritten mit den Argumenten der ersten Position alles Unangenehme und wirklich Kritische verbieten, dann ist es zu mühselig, sich mit der vergangenen IM-BND-Stasi-Problematik konkreter Menschen zu beschäftigen.
Meine Zeit und meine Kraft verbrauche ich auf die heutige Zeit unter Berücksichtigung der Zensurregeln.
Zu Arnold Schölzel
Vor etwa einem Jahr gab es einen Dokumentar-Film, in dem er und seine Freunde zu Sprache kamen. Arnold Schölzel zu seiner IM-Tätigkeit. Da hat er sich verteidigt und den von mir genannten Gedanken geäußert. Ich habe im Augenblick den Titel des Dokumentarfilmes nicht mehr in Erinnerung. Zwei seiner damaligen Freunde kenne ich persönlich. Kann mal nachfragen.
Man kann auch Arnold Schölzel selbst fragen. Er steht ja wohl zu dieser seiner Ansicht. Diese Ehrlichkeit ehrt ihn, obwohl ich die absolut gegenteilige Auffassung, was die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten betrifft, habe.
[…] was sie heute ist: ein Abklatsch der Mainstream-Medien, wo mit ein bisschen Umweltschutz garniert die gleiche verlogene Propaganda serviert wird wie in den […]