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| Obamas wichtigstes Ziel |
| CC 2008 Urs1798 |
Die Washington Post berichtete gestern unter Berufung auf namentlich nicht näher benannte “Obama National Security Advisers”, dass Barack Obama als US-Präsident mehr Soldaten nach Afghanistan schicken will, um dort “die Interessen der USA” militärisch durchzusetzen und gleichzeitig Jagd auf Osama Bin Laden machen will.
Sollte Barack Obama wirklich zur Durchsetzung der “Interessen der USA” - man beachte, das ist etwas ganz anderes als die Verteidigung der USA - zusätzliche Mörderbanden nach Afghanistan schicken, dann lässt das alle Träume derjenigen platzen, die Barack Obama für einen Friedensbringer halten.
Auf den ersten Blick völlig absurd wirkt die Vorstellung, die US-Armee könnte den Auftrag bekommen, wegen 9/11 den früheren CIA-Agenten Osama Bin Laden zu fangen. Daran ist nicht nur absurd, dass mangels Beweisen nicht einmal das FBI Osama Bin Laden wegen 9/11 sucht, sondern vor allem, dass, wie nicht nur Benazir Bhutto kurz vor ihrer Ermordung erklärte, Osama Bin Laden schon lange tot ist. Die Videos, auf denen Osama Bin Laden in den letzten Jahren angeblich zu sehen gewesen sein soll, sind samt und sonders plumpe Fälschungen der US-Geheimdienste, genau wie die geheimen “Dokumente”, mit denen die gleichen Verbrecher, die den Irak nicht nur einmal unter Berufung auf einen Sack voller Lügen überfallen haben, die Welt glauben machen wollen, dass der Iran Atombomben baut.
Die Jagd auf Bin Laden hört sich erst einmal nach ganz großem Quatsch an, wird aber mit einem beiläufig auf Seite 2 des Washington Post Artikels gegebenen Hinweis brandgefährlich. Dort steht nämlich, dass US-Geheimdienste angeblich glauben, Osama Bin Laden würde sich in Pakistan verstecken. Die Regierung der Atommacht Pakistan hat sich bereits energisch dagegen gestellt, dass US-Soldaten Menschen in Pakistan ermorden. Sollte Barack Obama tatsächlich Mörderbanden wie die Task Force 88 nach Pakistan schicken, die dort unter dem Vorwand der Suche nach Osama Bin Laden Kampfaufträge ausführen, dann käme dies einer Kriegserklärung an den-160-Millionen-Einwohner-Staat Pakistan gleich.
Obwohl ein Krieg mit einer Atommacht so idiotisch klingt, dass dies eigentlich niemand ernsthaft in Erwägung ziehen kann, wird dieser Krieg im strategischen Interesse der USA nach Ansicht des Historikers Webster Tarpley von Leuten wie dem großen Obama-Förderer Zbigniew Brzezinski seit geraumer Zeit geplant. Dabei geht es seiner Analyse zufolge darum, Pakistan zur Waffe gegen Russland und China zu machen, die derzeit als Hauptfeind der amerikanischen Dominanz der Welt angesehen werden.
Es bleibt natürlich abzuwarten, ob Barack Obama diese gigantischen Kriege wirklich entfesseln wird. Man kann natürlich auch ein Fünkchen Hoffnung haben, dass das eine Falschmeldung der Washington Post ist oder die öffentlichkeitswirksame Jagd nach dem toten Osama Bin Laden zu nichts anderem als zur nachfolgenden Zerstörung des Terror-Popanz dienen soll.
Im Gegensatz zu dem von Polens Präsident Lech Kaczyński geäußerten Unfug zum Raketenschild wurde der Artikel in der Washington Post vom Obama-Biden Transition Team jedoch bisher nicht dementiert. So bleibt die Erkenntnis, dass wichtige Mitglieder des Obama Teams gerade einen Krieg gegen Pakistan medial vorbereiten und Barack Obama das bisher nicht gestoppt hat, sondern im Gegenteil den Geheimdiensten fünf Milliarden Dollar extra zur Verfügung stellt.
Nachtrag 14.11.2008: CIA-Chef Michael Hayden stößt in das gleiche Horn und macht auch Stimmung für Krieg gegen Pakistan.
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Glaubt der Rest der Welt tatsächlich, ein Präsident Obama sei der Retter der Welt? So viel Naivität kann doch keiner kaum wirklich glauben. Sicher ist Obama eine geistig gesunde Alternative zum schlechtesten Präsidenten aller Zeiten und seiner Partei, aber gerade hier in Europa ist ein gesundes Misstrauen durchaus angebracht, wenn man den zahlreichen Statements Obamas neben dem fleißgen Fähnchen wedeln mal richtig zugehört hätte.
Beispiel: Die US Zentralbank wird zum Selbstbedienungsladen der Hochfinanz. Statt 700 Milliarden wurden bis jetzt über 2 Billionen verliehen. Doch an wen, das sagt die FED nicht. Bloomberg hat die FED nun verklagt!
Die FED wollte sich bisher nicht zu der Klage äußern. Auch der neue Präsident Obama, der in seinem Wahlkampf größere Aufklärung versprach, wollte das Vorgehen von Bloomberg nicht kommentieren. Während seines Wahlkampfes forderte Obama lückenlose Transparenz – doch davon will er jetzt nach der Wahl offenbar nichts mehr wissen.
Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten.
Die “Dummheit der Beherrschten” ist nicht Glück sondern Ergebnis einer zielorienterten Poltik.
Das vermeintliche Glück wird sich durch die bevorstehende Metamorphose der Gesellschaft als etwas ganz anderes entpuppen.
Bill Clintons würdiger Nachfolger.
Merke: Wenn das Establishment nicht in der Presse über den Kandidaten jault - oder ihn ermorden lässt - dann hat das seinen guten Grund.
Der Nordstern.
Scheint mir eine Negativkampagne zu sein, ohne großen Verstand. Wenn man sich diesen Artikel mal durchliest: http://www.welt...rack-Obama.html bzw. auch das Buch, dann wird man zu dem Schluss kommen, dass es bei Obama gerade die Kommunikation ist, die wichtig sein wird, mit dem Wähler und mit anderen Regierungschefs. Ein Krieg würde dem völlig widersprechen.
Leider ist das naiv gedacht, lieber Ernst Wachs, denn auch Clinton hat auch - vordergründig - so eine Politik betrieben.
Entscheidend ist aber, was im Hintergrund abläuft und welche Agenda ausschlaggebend ist. Und die USA werden sich auch weiter als Grossmacht profilieren, solange das nur von den Problemen zuhause ablenkt und der Rüstungsindustrie genügend Aufträge einbringt.
Insofern ist auch ein Krieg gegen Pakistan und den Iran nur eine “Option” und keineswegs negativ stigmatisiert. Die Propaganda leistet den Rest und ausbaden wird es immer die Zivilbevölkerung.
Der Nordstern.
@Ernst
Hast Du Dir den Artikel inder Welt überhaupt mal durchgelesen, auf den Du verlinkt hast?
Der Wahlkampf von Barack Obama war völlig inhaltsleer und nichtssagend, kurz Propaganda. Hier in diesem Artikel geht es aber um die Inhalte, die sich nun nach der Wahl zeigen, darum, zu untersuchen, was für eine Politik nun gemacht werden wird.
Es bleibt zu hoffen, dass Barack Obama keine Kriege macht, aber das, was er seit seiner Wahl gemacht hat, gibt, dieser Artikel zeigt es im Detail, leider wenig Grund zu dieser Hoffnung.