Deutschland hat es gut. Bürger in anderen Ländern sind oft auf Deutschland neidisch. Wenn der deutsche Horst bar jeder Realität seinen wirtschaftsfaschistischen Phrasomaten anwirft und sein Publikum aus hohlen Augen glotzt, dann blickt im Ausland sicher so mancher neidisch nach Deutschland. Wo bekommen die Deutschen bloß solch ein Kraut zu rauchen her?
Viel weniger Glück mit ihren Präsidenten haben da zum Beispiel die Franzosen. Die geradezu familiäre Beziehung zur CIA von Zar Kotzi verursacht kaum irgendwo Neid-Gefühle. Am schlimmsten dran sind aber wohl die Polen.
Wenn Lech Kaczyński bloß den Humor einer Kartoffel hätte, wäre das nicht weiter erwähnenswert. Mit welchem Eifer sich Lech Kartoffel einen braunen Hals geholt hat, als er den Vertrag über den Bau des US-Raketensystems in Polen gegen alle Proteste durchgeboxt hat, das war schon eine Klasse für sich. Natürlich, die Reise von Angela Merkel Anfang 2003, bei der sie George W. Bush die uneingeschränkte Unterstützung der CDU beim Überfall auf den Irak bekräftigte, die spielte auch in dieser Liga, aber Bushs liebste Angie ist ja auch keine Präsidentin.
Zurück zu Polen. Nun wurden gerade die in Polen bis in alle Darmwindungen geliebten Neocons in den USA abgewählt. Klar, dass Präsident Lech da große Sorgen wegen seines braunen Halses hatte und gleich mit dem neuen Commander in Chief Barack Obama telefoniert hat. Stolz verkündete Präsident Lech danach auf seiner Webseite, dass die US-Raketenstation in Polen auch von Barack Obama weiterentwickelt wird.
Und nun so was. Der von Barack Obama für die Übergangszeit als sein Sprachrohr autorisierte Seniorberater für Außenpolitik, Denis McDonough, erklärte der Weltpresse, Barack Obama würde sich an den Inhalt des Gespräches mit Lech Kaczyński ganz anders erinnern. Barack Obama habe darin keine Bestätigung des Projektes erklärt. Vielmehr werde er das Projekt, wie im Wahlkampf angekündigt, nur umsetzen, falls das Funktionieren der Technik bewiesen wird. Ob dabei dann auch gleich geprüft wird, wieso ein Raketenabwehrsystem, dass die USA vor Raketenangriffen aus dem Iran schützen soll, ausgerechnet in Europa stationiert wird, wurde zwar nicht gesagt. Aber selbst der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat darauf ganz offen gesagt, dass das Raketenprojekt schon schlicht und einfach daran scheitern könnte, dass Barack Obama das dafür on den Neocons eingeplante Geld einfach für andere Dinge ausgibt.
Noch deutlicher wurde Polens Regierungsfraktionschef Zbigniew Chlebowski: ”Die Beamten in der Präsidialkanzlei stellen Polen bloß. Wenn die amerikanische Seite dementiert, dann muss die polnische Seite doch gelogen haben.”
Stimmt. Man darf sicher schon mit einer gewissen Schadenfreude erwarten, aus wieviel allzu braunen Hälsen nun begossene Pudel werden.
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| Ein Sauzüchter sieht rot |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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“Den Polen fehlen von Geburt an jene Hirnzellen, die für Außenpolitik verantwortlich sind”
Winston Churchill
Da siehste mal, was für ein alter Rassist Churchill war.
Die Arschkriecher, die den Neocons so tief in den Allerwertesten gekrochen sind, dass sie sich braune Hälse geholt haben, die gibt’s überall. Auch in Deutschland. Da brauchst Du bloß mal ein paar ältere Exemplare der Bild-Zeitung aufzuschlagen.
Schön, wenn die nun wie begossene Pudel dastehen.
[…] Gegensatz zu dem von Polens Präsident Lech Kaczyński geäußerten Unfug zum Raketenschild wurde der Artikel in der Washington Post vom Obama-Biden Transition Team jedoch bisher nicht […]