Ein Jahr ist es jetzt fast her, da hielt eine kleine Lokführergewerkschaft die deutsche Bahn und die Republik in Atem. Unvorstellbare und astronomische 31 Prozent mehr Gehalt forderte das Lokpersonal unter dem GDL-Rebellenanführer Manfred Schell. Als völlig überzogen wies Vorstandchef Mehdorn dieses Anliegen zurück. Die Presse meldete jetzt, die Gehälter der Bahn-Vorstände sollten 2009 um 20 Prozent und mehr aufgestockt werden und bekommen noch Boni, bei einem erfolgreichen Börsengang. Also auch hier der Gundsatz “Wein saufen, Wasser predigen”.
Der geplante Börsengang (trotz Finanzkrise) der Deutschen Bahn lohnt sich vor allem für Konzernchef Mehdorn: Er könnte im Extremfall 1,4 Millionen Euro Möhrchen kassieren. Und der Verkehrsminister Tiefensee hat von alle dem nichts gewusst. Jetzt wurde bekannt, er hat schon Mitte September, jetzt sogar schon August, von den Boni-Zahlungen gewusst. Wolfgang Tiefensee entpuppt sich somit als Schießbudenfigur, der nicht in seinem Haus und schon gar nicht von Bahnchef Mehdorn ernst genommen wird. Die Fäden ziehen ganz andere. Und Tiefensse lässt sie machen, solange es bloss nicht öffentlich wird. Wenn doch, wird mal ganz schnell ein Staatssekretär im tiefen See versenkt. Es lebe das Bauernopfer! Um seine eigene Lächerlichkeit noch zu unterstützen, fordert er kürzlich vom Bahnvorstnd den Boni-Verzicht. Ja weiss der Mann denn jetzt überhaupt nicht mehr, wo er lebt? JAAA HAAALLO, deutsche Manager und “freiwillig verzichten” oder sogar wieder zurückzahlen?
Tja, wenn Gewerkschaften mehr Lohn fordern, schreit die gesamte Presse “überzogen, unverschämt, realitätsfremd”, wenn die Vorstände mehr Gehalt und Boni bekommen, heisst es bloss “Leistungsprinzip, gute Arbeit, gutes Geld“.
Verlogenheit PUR - aber das ist in Deutschland ja nichts NEUES!
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| Orwell |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] (Quelle: Mein Parteibuch) […]
Ich sehe es genauso und bin wütend!
Meinen Kommentar zum Thema findet man hinter o.a. Link!
Von mir aus kann er das Geld haben. Er soll seine gute Arbeit aber bitteschön belegen und zwar vor uns. Schließlich sind wir alle die Besitzer der Bahn. Kann Herr Mehdorn sachlich begründen warum er das Geld verdient hat soll er es bekommen. Es wird ihm nur leider sehr schwer fallen. Auf seinen ganzen Einkaufstouren um die Welt hat er vergessen die heimische Bahn so auszubauen oder zu erhalten, dass die Nutzer/Besitzer zufrieden sind. Stattdessen wird auf die Privatisierung gedrängt. Hinterher wird der Konzern wieder zerschlagen, Mehdorn, Tiefensee und ihre Helfershelfer werden prächtig verdienen und wir kaufen unsere Bahn zurück. Die Banken haben es da einfacher gemacht. Sie kriegen das Geld gleich geschenkt. Wäre doch eine Idee. Wir schenken den Schmarotzern das Geld und behalten dafür die Bahn. Im Endeffekt wird das billiger.
Leistungsprinzip…ist lächerlich! Die astronomisch hohen Summen haben absolut nichts mehr mit Leistung zu tun. Das ist auch nur ein Mensch, der max 14 Stunden am Tag arbeiten kann. In den USA ist das ja noch schlimmer. Ist wie in der Politik bei der Bahn: Taschen vollmachen, viel reden und nichts leisten. Wie lange das noch gut geht….