Derzeit stehen im korrupten Köln gerade mal der ehemalige Kölner CDU-Chef Richard Blömer sowie 13 weitere Spezis der Kölner CDU wie der Vorsitzende des Kulturausschusses im Kölner Stadtrats, Lothar Theodor Lemper, und der Bezirksbürgermeister von Köln-Porz, Horst Krämer, wegen des Verdachts von Untreue und Steuerhinterziehung vor Gericht. In Köln ist die Justiz ja bekanntlich eine ganz besondere. Und das ist wohl auch die Verteidigungsstrategie der Angeklagten. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete gestern von einem in den Akten als “Erfurter Domgespräch” bezeichneten Vorfall:
“Bei einem zufälligen Zusammentreffen zwischen dem damaligen Kölner Oberstaatsanwalt Norbert Krakau und dem ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten und Kölner Parteichef Richard Blömer sei es zu einem kurzen Wortgefecht gekommen: „Du wirst dich noch wundern. Wir werden dich plattmachen“ - mit diesen Worten soll der Oberstaatsanwalt den CDU-Politiker und heutigen Hauptangeklagten bedroht haben.”
Beeindruckend ist auch das unterstellte Motiv. Dem Stadtanzeiger zufolge soll das Motiv des Staatsanwaltes, der auch CDU-Mitglied ist, Rache gewesen sein, weil es Richard Blömer beinahe gelungen sein soll, die Wiederwahl des Schwagers des Staatsanwaltes, Karl Jürgen Klipper (CDU), zum CDU-Fraktionschef durch das Werben für einen Gegenkandidaten zu verhindern:
“Der Ermittler Krakau, auch er Mitglied der CDU, ist der Schwager des CDU-Ratspolitikers Karl Jürgen Klipper, dessen Wahl zum Fraktionschef im Juli 2003 durch eine von Blömer gesteuerte Aktion zwei Tage vor der Begegnung in Erfurt um ein Haar gescheitert wäre.”
Als ob die CDU-Verschwägerung von Politik und Justiz nicht schon genug über den Zustand der Justiz in Köln aussagen würde, kam heute noch ein Artikel zum “Erfurter Domgespräch” im Kölner Stadt-Anzeiger, der dem Ganzen sozusagen die Krone aufsetzt. Dort wird nun sinngemäß gemutmaßt, dass das ganze “Erfurter Domgespräch” ein Manöver - möglicherweise ein gemeinsames Manöver aller Beteiligten - ist, um den Prozess komplett platzen zu lassen. Selbst von einer Bananenrepublik würde man sicher mehr Rechtsstaatlichkeit erwarten.
Die Existenz einer Politjustiz wäre damit in Köln dann allerdings offiziell eingestanden.
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Ich beneide die Kölner. Köln ist eine schöne Stadt. Da werden solche Skandale öffentlich. Ein Oberstaatsanwalt muss Ermittlungen abgeben. In der Provinz ist der Mief viel schlimmer. Auch Staatsanwälte, die Rechtsbeugung betrieben haben, dürfen mit fingierten Verfahren ihre Rachegelüste befriedigen:
http://www.hu-m...info.php?id=117
Franosch ist immer noch Staatsanwalt. Er hat das irrsinnige Meineid-Verfahren betrieben und darf es noch:
http://www.hoer...info.php?id=684