Katze

Mein Parteibuch BlogNo Copyright - Kopieren erlaubt

Ein Internet-Tagebuch mit Katzenbildern

[Mission Statement] [Krieg ist illegal]

[International]   [Headlines]   [Forum]   [Wiki]   [Ticker]   [Mitmachen]

28. Oktober 2008

Azure oder Microsoft will mehr Daten

von @ 18:27. abgelegt unter IT-Sicherheit, Internet
Abgefärbt
Abgefärbt
CC 2008 Urs1798

Heute gab es mal wieder eine lustige Ankündigung der Firma Microsoft. Nach anderen US-Firmen möchte nun auch Microsoft, dass Unternehmen aus aller Welt zukünftig das “Internetbetriebssystem” Microsoft Azure nutzen und ihre Daten auf Servern von Microsoft ablegen und verarbeiten.

Gespannt darf man schon jetzt sein, wie die Firma aus dem Reich des Bösen, die bisher vor allem in ihrer “FUD” genannten Kommunikationsstrategie Exzellenz bewiesen hat, demnächst um das Vertrauen der Menschen buhlen wird.

Schließlich ist es für Unternehmen eine existenziell wichtige Frage, wo es seine Daten speichert. Schließlich ist jedem klar, wer seine Daten auswärts speichert und so nicht die Kontrolle darüber behält, wer auf die Daten Zugriff oder keinen Zugriff hat, in höchstem Maße erpressbar, wenn er sich mit dem Besitzer der Daten, also mit Microsoft, streitet.

Problematisch daran ist nicht nur, dass Microsoft und skrupellose Regierungsstellen der USA sowie die völlig korrupten US-Geheimdienste dann in den Daten der Windows Azure Nutzer nach Herzenslust herumstöbern und sie an Konkurrenten weitergeben können, sondern noch viel interessanter ist, was passiert, wenn es einen Streitfall gibt. Wenn sich jemand mit Microsoft um Lizenzgebühren streitet, könnte Microsoft einfach den Zugang zu den Daten abschneiden. Warum sollte Microsoft das nicht tun?

Erst kürzlich hat Microsoft quasi als Testlauf ferngesteuert einfach mal Windows-Bildschirme schwarz werden lassen, bei denen Microsoft Zweifel an der Gültigkeit der Windows Lizenz hatte. Auch könnte zum Beispiel die US-Regierung ausländischen Firmen, die sie auf dem Weg zur Weltherrschaft stören, einfach per Präsidentenorder den Zugriff auf ihre Daten abdrehen lassen.

Aber vielleicht ist das ja auch eine gute Idee. Man kann ja schließlich nicht die Mafia mit der IT-Sicherheit beauftragen.

4 Kommentare zum Beitrag “Azure oder Microsoft will mehr Daten”

  1. jörg sprach

    Datensicherheit ist bei diesem Ansatz sicherlich ein großes Thema wie bei Cloud Computing generell zumal Microsoft damit wieder der Konkurrenz hinterherläuft (allen voran Google - der Datensammler schlechthin). Technisch gesehen ist ein solches Projekt, gerade bei einem so enormen Verbreitungsgrad wie ihn Microsoft Software ja hat, allerdings sehr interessant.
    Microsoft macht gerade mit einigen projekten, vor allem in der Entwicklerszenen ziemlich auf “Open Source” um das schlechte Image loszuwerden. Mal sehen was davon auf Projekte wie Azure abfärbt.

  2. Saarbreaker sprach

    Die Datensicherheit ist weder bei Google noch bei Microsoft gegeben und eine gehörige Portion Misstrauen sollte man bei beiden Unternehmen haben.
    Inzwischen habe ich das Gefühl, als wenn sich alles nur noch um die Daten der Nutzer drehen würde. Schade um die schöne Zeit, als man seinen Browser noch Mosaik nannte und sich um solche Themen wie Terrorismus und “Staatssicherheit” keine Kopf machen musste.

  3. Redaktion sprach

    Interessant ist an dem Thema auch die militärische Komponente. Man stelle sich mal vor, die USA wollen wieder mal, wie so oft in ihrer Geschichte, ein fremdes Land überfallen.

    Wenn in dem Land die Unternehmen ihre Daten bei Microsoft, Google oder Amazon gespeichert haben, dann kann die US-Regierung einfach sämtliche Unternehmen dieser Landes, möglicherweise auch gleich noch die Behörden, von ihren eigenen Daten abschneiden und das angegegriffene Land ist kaputt.

    Wie leicht das geht, zeigen die jüngst zur Warnung wegen lizenzrechtlichen Fragen ausgegebenen schwarzen Bildschirme.

    Das ganze Prinzip der ausgelagerten Daten und Applikationen beruht auf einer gigantischen Portion Vertrauen. Nur, wer wird so doof sein, und seine Daten in den Rachen eines Verbrecherstaates wie den USA werfen? Das werden einzig und allein die Unternehmen der Länder sein, die heute schon inoffizielle Kolonien der USA sind. Also zum Beispiel Deutschland, auf das die transatlantische Freundschaft ewig halte. Und falls die deutschen irgendwann mal raus aus der transatlantischen Kolonialisierung - äh falsch, Freundschaft heißt das - wollen, dann werden einfach alle Bildschirme schwarz.

    Schöne Aussichten.

  4. Harry Schwiebert sprach

    Interessant ist an dem Thema:
    Wer Zugriff auf Daten hat
    Kann und wird Daten verändern

    Also stehts das gewünschte Ergebnis erzielen

    Wie zum Beispiel:

    Der Aufschwung ist unten angekommen

    Die Amis sind alle doof und haben DoppelU gewählt

    Der Kongress tanzt

Kommentieren (Erlaubte Tags)

Klein Bloggersdorf
Klein Bloggersdorf
Copyleft2007 Lurusa Gross

Mirrors

Recherche

Autorenchat

Netradio

Aktionen

Parteibuch Forum

Letzte Kommentare

Ältere Beiträge

Archiv

Oktober 2008
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Literaturtip

Tod im Milliardenspiel

Umfrage zu 9/11

Werbung

Information zu
Internetvictims

Kapitel

Sonstiges

Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei

Sponsored Links

RSS-Feeds

Termine

Neu im Parteibuch Wiki

Parteibuch Ticker (Feed)

International (Feed)

Media News Clips

Counter & Stuff

[19 queries. 2.172 seconds. 10 level2 caches. Top ]