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20. Oktober 2008

Journalismus heute

von @ 15:25. abgelegt unter Informationszeitalter, Blogosphäre

Es wird mal wieder viel über Journalismus geschrieben. Stefan Niggemeier hat mal wieder was zum Online-Journalismus geschrieben. Seine zentrale These lautet:

Die Verlage und Sender probieren im Internet gerade aus, ob es nicht auch mit weniger Journalismus geht.

Die Nachrichten aus Rorkvell erklären dazu, dass Blogger sowieso einen ganz anderen Anspruch als Online-Journalisten haben. Susanne Härpfer fragt sich stattdessen bei Telepolis mit Bezug auf die richtigen Journalisten, wann die Bankrott-Erklärung der Vierten Gewalt kommt.

Das ist sicher eine Frage der Perspektive. Aus der Perspektive von Mein Parteibuch sieht es so aus, dass Information gar nicht Aufgabe des Journalismus von Milliardärspresse und den angeschlossenen öffentlich-rechtlichen Propaganda-Outlets ist. Aus Sicht der Meudalisten ist die Aufgabe die Journalismus schon seit eh und je nichts weiter als Propaganda und psychologische Kriegsführung. Es ist auch nicht so, dass die Medienmilliardäre wie Burda und Bauer kein Geld haben. In jüngster Zeit ist bei Mlliardären bloß die Doktrin des Geizes populärer geworden, also auszuquetschen, was nur auszuquetschen geht. Warum viel für Propaganda bezahlen, wo man Medienhuren auch billig haben kann? Die “Generation Doof” fühlt sich dabei jedoch sauwohl. Mein Parteibuch glaubt deshalb nicht, dass da jemals eine Bankrott-Erklärung kommt.

De Kombination aus Geiz und unabhängiger lässt die Anschläge der Milliardärspresse auf die geistige Gesundheit ihrer Konsumenten inzwischen allerdings häufiger auffliegen. Das ist ein Problem für die Milliardäre und deshalb muss nun eben der Krieg gegen Demokratie, Rechtsstaat und Journalismus intensiviert werden. Dass Journalismus heute nicht mehr nur aus gezielter Verblödung bestehen muss, sondern für die herrschenden Meudalisten richtig unangenehm sein kann, zeigen nämlich Blogs wie “Nachrichten heute” beispielhaft.

2 Kommentare zum Beitrag “Journalismus heute”

  1. otti sprach

    Nicht die Freiheit lassen wir uns was kosten. Sondern die Sicherheit, ihre Sicherheit, lassen sie sich was kosten.
    Auf unsere Kosten.
    Weil sie sagen, es sei unsere Sicherheit.

    Misten wir den Saustall aus, den sie Demokratie nennen.

    Überlassen wir das Denken nicht mehr Leuten, die zuerst an sich selbst denken.

  2. s. sprach

    Das Internet als Kampagnenmaschine und Desinformationsquelle

    http://www.welt....html?print=yes

    “Friede” sei mit uns.

    s.

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