Feuilleton-Chef Arno Widmann hat vor ein paar Tagen in der zwischenzeitlich zum Imperium von Alfred Neven DuMont gehörenden Frankfurter Rundschau einen Artikel zum Afghanistan-Krieg geschrieben. Darin spricht er sich dagegen aus, dass deutsche Soldaten in Afghanistan einen längst verlorenen Krieg weiterführen, nur um bei einer Farce zur Benebelung der amerikanischen Wähler mitzumachen und fordert anstelle einer Truppenaufstockung die Einleitung des militärischen Rückzuges aus Afghanistan. Für einen Journalisten der Milliardärspresse ist das ungewöhnlich ketzerisch.
Arno Widmann behauptet in seinem Artikel, das amerikanische Kriegsziel sei die Vernichtung der Taliban und die Etablierung demokratischer Strukturen in Afghanistan gewesen und das sei nicht erreicht. Als Beweis für die Niederlage der NATO führt Arno Widmann unter anderem ein dickes Buch des pakistanischen Dauergastes bei CNN und BBC, Ahmed Rashid, an.
Der islamische Terrorismus sei nichts Neues und es gebe ihn seit Jahrzehnten, erklärt Arno Widmann seinen Lesern, freilich ohne zu erwähnen, dass die USA den Terrorismus in Afghanistan 1979 selbst erschaffen haben, um die Sowjetunion in die Bärenfalle des heutigen außenpolitischen Beraters von Barack Obama, und früheren Beraters von Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, zu locken.
Den deutschen Grund für den Krieg gegen Afghanistan hat Arno Widmann dabei geflissentlich vergessen. Ganz offiziell verteidigt Deutschland sich und seinen NATO-Partner USA nach den Terrorakten vom 11. September 2001 im Rahmen des NATO-Verteidigungsfalles gegen einen Angriff vom Hindukusch. Und auch die tatsächlichen US-amerikanischen Gründe für den Krieg gegen Afghanistan spricht Arno Widmann natürlich mit keiner Silbe an. Täte er das, wäre er vermutlich auch die längste Zeit Feuilleton-Chef der FR gewesen.
Der tatsächliche Hintergrund des Krieges ist das geostrategische Interesse der USA zur Beherrschung des eurasischen Raumes, das im US-Gesetz zur Seidenstraßenstrategie von 1999 formuliert wird. Um bei der Ausbeutung der in den an Afghanistan angrenzenden Regionen lagernden Energievorkommen und der Beherrschung der Region militärischen Druck ausüben zu können, ist die permanente Stationierung von US-Militär in Afghanistan notwendig. Afghanistan sollte den USA in der Region praktisch “als unsinkbarer Flugzeugträger” dienen. Der CIA die schwarzen Kassen mit der Kontrolle über die Welt-Heroinproduktion zu füllen und den Energieunternehmen neue Trassen für Pipelines zu ermöglichen, war und ist dabei ein nicht unwillkommener Nebeneffekt. So verwundert es nicht, dass der Krieg gegen Afghanistan schon vor dem 11.09.2001 bereits im Detail vorbereitet war. Die Abwehr eines afghanischen Angriffes, die Durchsetzung von Menschenrechten und gar die Einführung von Demokratie sind nicht die Kriegsgründe, sondern - wie üblich - schlicht vorgeschoben, um einen aus strategischen Erwägungen begonnenen Angriffskrieg zu rechtfertigen.
Das alles hat Arno Widmann nicht geschrieben, aber trotzdem kann ein Journalist der Milliardärspresse natürlich nicht einfach unwidersprochen einen Truppenrückzug aus Afghanistan fordern. Der grüne Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour antwortete auf den Artikel von Arno Widmann gestern und forderte, den Krieg gegen Afghanistan weiterzuführen. Eine Reise nach Afghanistan, Monkey-Show nennt sowas der ehemalige KSK-Soldat Achim Wohlgethan, veranlasste Omid Nouripour zwar, eine Änderung der Kriegsstrategie zu fordern, aber weiterführen will er den Krieg gegen Afghanistan trotzdem.
Wie er diese Strategieänderung bei den USA durchsetzen will, dazu schweigt sich Omid Nouripour natürlich aus. Den Kriegsgrund kann Omid Nouripour dank der bei Arno Widmann fehlenden Informationen zum Hintergrund des Krieges zu einem Akt der Mitmenschlichkeit verklären. So nimmt Omid Nouripour den pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid, auf dessen dickes Buch Arno Widmann verweist, als angeblichen Kronzeugen von Arno Widmann, und erklärt, dass selbst Ahmed Rashid keineswegs für einen Abzug der internationalen Truppen eintritt.
Was Omid Nouripour nicht sagt, ist, dass Ahmed Rashid im Januar 2002 den Open Media Fund for Afghanistan (OMFA) gründete, der von der Soros Foundation, Time-Warner, der Carnegie Corporation, der Rockefeller Foundation, Dow Jones, der John D. und Catherine T. MacArthur Foundation und anderen europäischen und internationalen Medienunternehmen finanziert wird. Dahinter verbergen sich also zufällig jene der herrschenden US-Mafia nahestehenden Personen, die unter vorgeschobenen Gründen die kriegerische Seidenstraßenstrategie zur praktischen Politik der USA gemacht haben. Da hätte Omid Nouripour auch gleich die Verbrecherorganisation CIA fragen können, ob sie für eine Fortsetzung des Afghanistan-Krieges ist und die Antwort dann seinen Lesern eins zu eins als Begründung für seine “grüne Friedensposition” vorsetzen können.
So kann man auch die CIA zum Zeugen dafür machen, dass die Untaten ihrer Führer keine Verbrechen sind. Wollte Omid Nouripour wirklich wissen, was in Afgahistan abseits der Monkey-Show passiert, so könnte er sich anstatt zur amerikanischen Elite-Universität Harvard beispielsweise mal zu einem Besuch des afghanischen Kommunkations- und Kulturzentrums in Berlin-Neukölln aufmachen oder sich wenigstens mit dieser Broschüre des Afghanen Zabour Zamani beschäftigen. Omid Nouripour würde dann aus einer afghanischen Perspektive erfahren, dass die Taliban schon vor dem Eintreffen der Bundeswehr in Afgahnistan geschlagen waren, jedoch dann von der NATO absichtlich nicht gänzlich besiegt werden, damit der gewinnbringende Krieg fortgesetzt werden kann und die westliche Waffenindustrie die Bevölkerung Afghanistans als Demonstrationsobjekte für die Auswirkung der Anwendung von verbotenen Kriegswaffen nutzen kann. Schließlich werden die Steuermilliarden von Omid Nouripour und seinen Kollegen im Bundestag nicht nur für Schmiermittel-Panzer ausgegeben.
Omid Nouripour spielt stattdessen auf der Klaviatur des Krieges für den Frieden, und er macht das so geschickt, dass man ihm fast abnehmen kann, dass er selbst daran glaubt. Die Rechte der Frauen möchte dieser Mann in Afgahnistan schützen und begründet das mit der seit 551 Jahren toten Adeligen Gauhar Shad. Hätte Omid Nouripour stattdessen lebende Frauen wie Zoya von der afghanischen Frauenorganisation RAWA gefragt, dann würde er da stattdessen zu hören bekommen: “Es ist besser, ihr verschwindet.”
Omid Nouripour wird sicher nicht verschwinden. Angesichts seines bisherigen kriegerischen Abstimmungsverhaltens darf man sicher auch bezweifeln, dass er zukünftig gegen den Krieg stimmt. Wundern braucht sich Omid Nouripour nicht, wenn er als Kriegstreiber bezeichnet wird und sein faktenfreies Geschwafel vom Krieg “für die Agfhanen, nicht für Bush” als Heuchelei empfunden wird. Wenn er ehrlich wäre, dann könnte er im nächsten Wahlkampf zusammen mit dem grünen Bataillon der NATO eine Forderung nach Drei-Liter-Panzern plakatieren. Wer ihn wählt, darf dann mit Omid Nouripour in den Krieg ziehen.
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[…] plakatieren. Wer ihn wählt, darf dann mit Omid Nouripour in den Krieg ziehen. (Quelle: Mein Parteibuch) Bookmarken Sie diesen Artikel in den diversen “Internetcharts”AutorMein […]
diese grünen sind kriegstreiber, und nicht erst seit sie den krieg zur zerschlagung von jugoslavien vorangetrieben haben.
es ist gut, das so langsam alle diese heuchler (bei friedensdemos in den 80-jahren waren sie noch mit kerzen bewaffnet) b
sich selbst bloßstellen.
ihre slogans waren mal:
–schwerter zu flugscharen—
wir sollten diesen “eliten” (politikern,bankern, experten u.a.)und ihren medien nicht mehr trauen. bevor sie uns das GG weiter so ändern wie sie es gerade brauchen - widerstand tut not !
bürger westberlins
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Der Schauspieler Peter Sodann wurde von der Partei “Die Linke” jüngst als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nominiert. Nun gab Peter Sodann der sächsichen Zeitung ein Interview. Auf die Frage “Mu…
[…] der taz gehört und das pseudo-links-alternative bildartige Geschwafel der taz ebenso leid wie die grüne Drei-Liter-Panzer-Kriegspartei ist, der mag sich übrigens mal die junge Welt und die Linke […]
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[…] Gegen solche kommunistischen Umtriebe hilft nur eins: mit eisener Faust dazwischenschlagen. Richtig ist, dass das EU-Parlament nun kurzfristig dafür sorgen wird, dass in Zukunft Internet nicht mehr heißt, dass jeder auf das ganze Internet Zugriff hat. Damit können die Telefongesellschaften endlich anstelle des gefährlichen Internets Abos für verschiedene von der Agency kontrollierte Kanäle verkaufen. Damit ist dann Schluss mit den kommunistischen Umtrieben der Piraten. Der Einzug der Piraten in die Parlamente muss zum jetztigen Zeitpunkt um jeden Preis verhindert werden. Das darf erst geschehen, wenn die Führungsebene der Partei so umfassend mit Vertrauensleuten des Nachfolgeprogrammes von COINTELPRO besetzt wurde wie es beispielsweise bei den Grünen der Fall ist, die ja auch einst gefährliche pazifistische Umtriebe verbreitet haben und - peng - nun wie jeder anständige Volksdeutsche die NATO und deren Kriege zur Durchsetzung der westlichen Werte praktisch vorbehaltlos unterstützt. […]
[…] Auch das grüne Bataillon der NATO schneidet mit der Forderung nach der Einführung von Drei-Liter-Panzern in der Umfrage mit 13% prima […]
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