Wenn Claus Christian Malzahn sich im Rechts-außen-Propagandablatt “Der Spiegel” über die Politik so richtig ärgert, dann kann man gemeinhin davon ausgehen, dass irgendein Politiker ausnahmsweise mal eine vernünftige Entscheidung getroffen oder was richtiges gesagt hat. Den Artikel “Cem Özdemir: Die Rache des Pietcong” hat Claus Christian Malzahn so hetzerisch geschrieben, dass man auf eine Glanzleistung der grünen Basis schließen kann.
Als Herbert Wehner seine aus Pietät und Vietcong gebildete Wortkreation Pietcong einst erschuf, klang das durchaus nach einem Kompliment. Auch wenn er die Frömmigeit seines Parteifreundes Erhard Eppler nicht besonders mochte, so konnte er dennoch seine Kampfeskraft als Guerilla-Kämpfer für die gerechte Sache bewundern. Schließlich hat der vietnamesische Widerstand einem fürchterlichen Angriffskrieg der USA getrotzt.
Aus dem Munde des bekannten Grünen-Bashers und Amerika-Freundes Claus Christian Malzahn ist die Bezeichnung der grünen Basis von Baden-Württemberg als pietistische Version der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams nichts weiter wie eine platte Beleidigung.
Und darum geht’s: Die grüne Basis von Baden-Würtemberg hat dem grünen Politiker Cem Özdemir keinen sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl 2009 gegeben.
Wie er auf die Idee des Pietismus kommt, erklärt Claus Christian Malzahn nicht. Dabei hatte sich Cem Özdemir einst mit großer Gestik selbst vom Bundestag verabschiedet. Das tat er freilich erst, nachdem bekannt geworden war, dass Cem Özdemir vom berüchtigten Polit-Schmierer Moritz Hunzinger 80.000 Mark “als günstigen Kredit” bekommen hatte.
Dass so jemand nun für die Grünen - einer Partei, die Franz Josef Strauß wegen seiner zahlreichen Affären stets zurecht angeprangert hat - im Europa-Parlament sitzt und sogar Parteivorsitzender werden will, mag sicher auch mancher nicht, der mit Pietät nichts im Sinn hat.
Die Entscheidung der grünen Basis kommentierte peter s. im Redblog beispielsweise unter anderem mit folgenden Worten:
“das erstaunt - das diesmal kein belasteter gewählt wurde.
früher war es sicher, das bei den demokratische parteien in die ämter gewählt wurde, wer mindestens ein ehemaliger nazi war oder schon eine affaire glatt überstanden hatte.”
Natürlich ist das Auffliegen der Affäre schon sechs Jahre her, und da kann man jemandem womöglich auch mal vergeben. Fehlende Vergebung aber ist - auch wenn der Titel es andeutet - sicher nicht der Grund, warum Claus Christian Malzahn so ausrastet.
Cem Özdemir ist einer der führenden deutschen Apologeten des Verbrecherstaates USA. Transatlantiker nennen sich die Freunde der Welteroberungskriege der USA selbst. Nach seinem Abflug aus dem Bundestag wurde Cem Özdemir Transatlantic Fellow des German Marshall Fund. Cem Özdemir ist natürlich auch Mitglied der Atlantik-Brücke, die gute Beziehungen zu den 200 reichen Familien, die die USA regieren, haben will, und sich den für seine schwarzen Koffer berüchtigten CDU-Politiker Walther Leisler Kiep als Ehrenvorsitzenden leistet. Cem Özdemir ist außerdem Mitbegründer des vom zwielichtigen in den USA lebenden Milliardär George Soros finanzierten European Council on Foreign Relations, dass in Europa offenbar ein politisches Regime nach US-Vorbild etablieren will.
Und nun hat die grüne Basis den von transatlantischen Medien von Reinhard Mohn und Konsorten mühsam aufgebautem und bei den Grünen schon fast als Parteichef platzierten Cem Özdemir den Listeneinzug in den Bundestag verwehrt. Die Fußtruppen des grünen Bataillons der NATO machen beim mörderischen Griff der US-Mafia nach der Weltherrschaft nun auf einmal nicht mit.
Kein Wunder, dass Claus Christian Malzahn sauer ist und beim Spiegel freie Bahn bekommt, um die Sau rauszulassen. Aber über die Hintergründe erfährt man beim substanzlosen Hetzblatt Spiegel natürlich nichts.
![]() |
| Orwell |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
[19 queries. 3.694 seconds. 10 level2 caches. Top ]
[…] machen zu wollen? Hätte der “Global Leader of Tomorrow” Cem Özdemir nicht gerade ähnliches probiert, könnte man sagen, das sei nichts als ein schlechter Witz. [Trackback URI] […]