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29. August 2008

CFR - Die Kommandobrücke der Transatlantiker

von @ 13:47. abgelegt unter Außenpolitik, Gedankenkontrolle, USA, Lobbyismus

Hermann Ploppa hat sich in einer zweiteiligen Serie auf Telepolis der Geschichte des Council on Foreign Relations (CFR) angenommen. Im ersten Teil der Serie, “Der Klub der “Weisen Männer”“, macht Hermann Ploppa das elitäre Demokratieverständnis des Council on Foreign Relations mit einem Zitat von Walter Lippmann, der ein wichtiger Vordenker des CFR war, deutlich:

… das allgemeine Interesse … kann nur durch eine spezialisierte Klasse verwaltet werden, deren persönliche Interessen über lokale Themen hinausreichen. Diese Klasse ist befreit von Verantwortung, denn sie agiert aufgrund von Informationen, die nicht Eigentum der Gemeinschaft sind; in Situationen, die das breite Publikum gar nicht begreift … die Männer, die aktuell gerade die Macht ausüben, versagen nicht etwa dabei, den Willen des Volkes widerzuspiegeln, denn in den meisten Sachfragen existiert ein solcher Wille gar nicht, sondern sie üben Macht aus aufgrund von Auffassungen, die vor der Wählerschaft verborgen sind.

Im zweiten Teil der Serie, “Von der massiven Vergeltung zum transatlantischen Netzwerk“, nimmt Hermann Ploppa sich dann das im ersten Teil erwähnte hocheffiziente Netzwerk der “transatlantischen Community” vor. Heraus kristallisieren sich so etwas wie Kommandostrukturen zur Erlangung der Weltherrschaft, deren Wege in konzentrischen Kreisen immer wieder auf den CFR als das Netzwerk der Netzwerke weisen.

Auch Mein Parteibuch hat sich mit dem transatlantischen Netzwerk, das in Deutschland unter anderem die Politik der Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne und die Gehirnwäsche der Bevölkerung durch die Milliardärspresse maßgeblich bestimmt, bereits intensiv beschäftigt. Wer nach der Lektüre des Artikels von Hermann Ploppa daran interessiert daran ist, mehr darüber zu erfahren, wie die politische Beherrschung der westlichen Welt organisiert ist, und weiterrecherchieren möchte, findet im Parteibuch Wiki unter dem Stichwort Transatlantiker einen Einstieg in viele Verzweigungen des Netzwerkes der Netzwerke.

Der CFR, dessen Ehrenvorsitzender David Rockefeller ist, hat die Präsidentschaftswahl der USA wie berichtet so gut wie gewonnen. Schließlich zieht es über seine Mitglieder Henry Kissinger - bei John McCain - und Zbigniew Brzezinski - bei Barack Obama - bekanntlich auch die Strippen, an denen nicht nur die verbrecherische Regierung von George W. Bush, sondern auch die gegenwärtigen Präsidentschaftskandidaten der beiden großen amerikanischen Parteien hängen.

Es wundert daher wenig, dass auch die geplante Kriegspolitik der Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama sich praktisch nicht unterscheidet. Während John McCain beispielsweise etwa drei zusätzliche Brigaden nach Afghanistan verlegen möchte, meint Barack Obama, zwei zusätzliche Brigaden seien zur Intensivierung des Kriegs gegen Afghanistan ausreichend. Dass das CFR auch den nächsten Präsidenten der USA stellt, könnte nur noch verhindert werden, wenn überraschend eine Außenseiterin wie Cynthia McKinney zur Präsidentin der USA gewählt würde.

Dass dieser Unfall eintritt und die verbrecherische Geschichte der US-Politik nicht die vom CFR betriebene Kontinuität, sondern eine jähe Wendung erfährt und die in der Vergangenheit begangenen Verbrechen aufgeklärt werden, wird der CFR über die angeschlossenen Massenmedien, die nicht darüber berichten, dass hinter den Präsidentschaftskandidaten der beiden großen Parteien die gleichen Strippenzieher sitzen, jedoch selbstverständlich zu verhindern wissen.

4 Kommentare zum Beitrag “CFR - Die Kommandobrücke der Transatlantiker”

  1. otti sprach

    Goebbels reloaded. Die Welt Macht untertan.

  2. Lemmy Caution sprach

    Wieder diese geheimnisvollen Männer, die die Große Gechichte bestimmen.
    Siehst Du nachts eigentlich auch Weisse Mäuse?
    Zu keiner Zeit wurde es peripheren Gesellschaften so leicht ermöglicht, sich zu entwickeln und das Zentrum in einem wirtschaftlichen Wettbewerb herauszufordern: Ostasien, Südasien, Osteuropa, Brasilien, Chile. Bald vielleicht auch Kolumbien. Und dann Argentinien, Venezuela nach der Krise.

  3. Redaktion sprach

    Das die von dir genannten “peripheren Gesellschaften” eine größere Unabhängigkeit von den Kolonialherren in den USA erlangen konnten, liegt einzig und allein am erbitterten Widerstandskampf der Iraker gegen die US-Besatzer.

    Die Militärmaschine der USA ist im Irak und in Afghanistan so sehr einspannt, dass den USA die militärischen Mittel mehr zur Unterdrückung von Süd- und Mittelamerika fehlen.

    Dass durch die schwierigen Kriege das US-Imperium gerade zerbricht, werfen Vordenker des CFR wie Brezinski der Regierung Bush als Versagen vor und ist keinesfalls als vom CFR gewollt gewährte Freiheit zu verstehen.

  4. mein-parteibuch.com » Fundamentalistin mit Lippenstift sprach

    […] ein Pseudowahlkampf für das Stimmvieh inszeniert, obwohl sowohl Barack Obama als John McCain an den Strippen des CFR hängen und sich ihre Politik nicht unterscheiden wird. Sollte Barack Obama nicht an das […]

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